Preview - Tomb Raider : Laras wilde Jugendjahre

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Es kam bei den ersten Videos und Präsentationen des neuen Tomb Raider schon die eine oder andere Sorgenfalte auf: Man erinnere sich an die Geräuschkulisse irgendwo zwischen Damentennis und Hardcore-Porno und die auf der E3 gezeigten, doch sehr actionlastigen Spielabschnitte. Nun hatten wir Gelegenheit, die ersten beiden Stunden des Spiels mal komplett und nicht zusammengeschnitten anhand einer Xbox-360-Fassung zu erleben. Begleiten wir also die junge Lara Croft bei ihren ersten Schritten ins harte Abenteurerleben.

Es ist Laras erste große Expedition und entsprechend aufgeregt ist die junge Archäologin, als das Schiff mit ihren Kollegen und der Crew ausläuft, um nach historischen Schätzen zu suchen. Letztendlich ist es Laras Vorschlag, der zunächst heiß diskutiert, aber dann akzeptiert wird und das Schiff und seine Besatzung ins Dragon's Triangle führt. Selbiges liegt vor der Küste Japans und hat einen ähnlichen Ruf wie das berüchtigte Bermudadreieck, was verschwundene Schiffe und Flugzeuge angeht. Die Idee entpuppt sich recht bald als nicht so gut, denn das Schiff gerät in einen Sturm und kentert.

Lara schafft es mit Mühe und Not, sich an den Strand einer einsamen Insel zu retten, von ihren Gefährten ist zunächst weit und breit nichts zu sehen. Als böse Überraschung wird sie auch noch niedergeschlagen und findet sich gefesselt in einer Höhle wieder. Kein allzu lauschiges Plätzchen, denn diverse Leichen und Verzierungen lassen auf einen finsteren Kult schließen. Lara kann sich befreien und aus der Höhle entkommen. Es gelingt ihr sogar, einige ihrer Kameraden wiederzufinden. Allerdings stößt sie zusätzlich auf viele Unannehmlichkeiten, wie obskure Ganoven, und auch bei ihren Kameraden scheint nicht alles ganz so sauber zu laufen, wie es den Anschein hat. Und auch die Geschichte rund um die legendäre Königin Himiko scheint auf dieser Insel eine vornehmliche Rolle zu spielen.

Überlebenslektionen

Laras erste Gehversuche haben noch nichts mit der toughen Abenteurerin zu tun, die wir bisher kennen. Nach dem Schiffbruch und der Flucht aus der Höhle erleben wir eine bis aufs Blut verängstigte junge Frau, verletzt und verdreckt, zudem noch gequält von Selbstvorwürfen, denn es war ja ihre Idee, in diese Region des Ozeans zu reisen. Zunächst steht das blanke Überleben im Vordergrund, das der noch recht unbedarften jungen Frau einiges abverlangt. Das geht schon los bei der Ernährung. Lara findet im Dschungel Pfeil und Bogen an einer schon gut abgehangenen Leiche und muss auf die Jagd gehen. Doch das erste Töten ist gar nicht so leicht und der angehenden Abenteurerin stehen erste Tränen in den Augen, als sie es schafft, einen Hirsch zu töten und sich das so dringend benötigte Fleisch zu sichern.

Tomb Raider - Video Interview mit Creative Director Noah Hughes
Wir konnten in München mit dem Creative Director Noah Hughes über das neue Tomb Raider sprechen.

Nicht weniger haarig geht es zu, als sie auf dubiose und rücksichtslose Banditen trifft, die der Besatzung des Schiffes nachstellen. Warum, wird noch nicht geklärt, aber Lara bleibt nichts anderes übrig, als mit Waffengewalt um ihr Leben zu kämpfen. Was zu Beginn noch an ihren Nerven zehrt, wird schnell zur notwendigen Gewohnheit, um das eigene Überleben zu sichern. Dem Spieler beschert das einige durchaus emotionale Elemente. Immer, wenn eine neue Herausforderung auf die junge Frau wartet, erwächst diese aus der Notwendigkeit und lässt Lara keine Wahl, als sich ihr zu stellen. Es gibt nur zwei Optionen: daran zerbrechen oder sie meistern und überleben.

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