Test - Tom Clancy's Splinter Cell: Chaos Theory (DS) : Tom Clancy's Splinter Cell: Chaos Theory (DS)

  • DS(i)
Von Kommentieren

Einige Monate nach seinem Einsatz auf den heimischen Konsolen macht sich Agent Sam Fisher erneut auf die Suche nach der Chaos-Theorie. Wir haben ihn auf seinem DS-Abenteuer begleitet und verraten, wie überzeugend ’Tom Clancy’s Splinter Cell: Chaos Theory’ für unterwegs ausgefallen ist.

Ein Agent für die Hosentasche

Ein gutes Vierteljahr nachdem Agent Sam Fisher die Konsolen-Spieler und PC-Anhänger auf ihren Heimkonsolen mit der neuesten Episode namens ’Tom Clancy’s Splinter Cell: Chaos Theory’ beglückte, folgt nun die gleichnamige Umsetzung für Nintendos DS. Endlich könnt ihr also auch unterwegs virtuelle Stealth-Einsätze bestreiten. Neu ist das DS-Abenteuer aber im Grunde nicht: Wie bereits erwähnt basiert der Titel auf den schon verfügbaren Versionen, tatsächlich ist es eine direkte Umsetzung der ’Chaos Theory’-Fassung für Nokias N-Gage. So überrascht es denn auch nicht, dass die Handheld-Spiel-Experten von Gameloft für die Entwicklung des DS-Games zuständig waren. Demnach dürften ’Splinter Cell’-Fans die Story auch bereits kennen: Einmal mehr steuert ihr Agent Sam Fisher, der von Third Echelon als Einzelkämpfer in besonders gefährliche Missionen geschickt wird. Nur durch seinen Erfolg können internationale Konflikte verhindert und Terroristen ausgeschaltet werden. Euer Einsatz, bestehend aus etwa neun Missionen, führt euch dabei über den ganzen Globus. So seid ihr unter anderem in Peru, in den USA und in Asien aktiv.

Schleichen mit Hindernissen

’Tom Clancy’s Splinter Cell: Chaos Theory’ ist ein waschechtes Stealth-Spiel. Ihr steuert Fisher per Digi-Kreuz aus der Third-Person-Ansicht durch die 3D-Levels. Die Action-Buttons lassen den Agenten in die Hocke gehen, springen, an Leitern, Kisten, Seilen oder Rohren klettern und mit allerlei interagieren. So könnt ihr auch Gegenstände aufsammeln, einen Gegner in den Schwitzkasten nehmen und verhören, Türen vorsichtig öffnen oder auftreten, Schalter betätigen und vieles mehr. Über die Schultertasten zückt ihr eure Waffen und schießt sie ab. So überladen, wie sich die Steuerung anhört, ist sie auch tatsächlich. Doch leider ist das noch längst nicht alles: Während viele Spieler schon mit den teils mehrfach belegten Buttons überfordert sein dürften, sollt ihr während Sam Fishers Einsatz auch noch fleißig den Touchscreen betätigen. Dort schaltet ihr zwischen den Waffen und Items durch, aktiviert die Nachtsicht und justiert die Perspektive. Gerade Letzteres erweist sich als riesiges Handicap, da es schier unmöglich ist, gleichzeitig das Steuerkreuz, die Buttons, die Schulterasten und den Touchscreen zu betätigen. Allein schon das Zielen der Waffe auf einen patroullierenden Gegner wird so zur nervigen Geduldsprobe. Ähnlich hakelig erweist sich beispielsweise das Anschleichen an einen Gegner. Werdet ihr entdeckt, müsst ihr oftmals beim zuweilen weit zurückliegenden Checkpoint starten und dabei auch noch lange Ladezeiten ertragen. Dies ist umso ärgerlicher, da die Missionen eigentlich recht spannend gestaltet wurden. Oftmals habt ihr verschiedene Möglichkeiten, ein Hindernis zu umgehen. Während Rambos in einigen Mission die Möglichkeit haben, die Feinde einfach abzuballern, schleichen elegante Agenten in der Dunkelheit einfach an den Widersachern vorbei.

Überfordernde Technik

Neben der ziemlich umfangreichen Einzelspieler-Kampagne dürft ihr euch auch in einem Mehrspieler-Modus austoben. Entweder spielt ihr einige Bonus-Missionen kooperativ mit einem Kumpel zusammen durch oder es treten bis zu vier Spieler in Zweierteams gegeneinander an. Für den spaßigen Multiplayer-Modus benötigen allerdings alle Spieler ihr eigenes Modul von ’Splinter Cell: Chaos Theory’. In puncto Grafik muss man den Entwicklern immerhin zugute halten, dass sie versucht haben, eine für DS-Verhältnisse komplexe 3D-Grafik mit vielen Texturen umzusetzen. Leider ging das aber ziemlich in die Hose. Die Polygon-Optik wird nämlich durch eine niedrige Framerate, unschöne Clipping-Fehler, grobe Texturen und wenige Details erkauft. Darüber hinaus eignet sich die sehr dunkle Grafik kaum dafür, unterwegs bei hellem Licht zu spielen, weil ihr dann so gut wie nichts erkennen könnt. Der Sound kann ebenfalls wenig überzeugen, da sich die Musikuntermalung schnell wiederholt und die Soundeffekte verrauscht klingen.

Fazit

von David Stöckli
Die DS-Version von Fishers Abenteuer hätte eigentlich das Zeug zum Hit gehabt. Die total vermurkste Steuerung und die unsaubere 3D-Grafik sorgen aber für viel Frust und wenig Lust. Nur mobile Hobby-Agenten mit Nerven aus Drahtseil dürften an dem Titel ihre Freude haben.

Überblick

Pro

  • spannende Missionen
  • unterhaltsamer Multiplayer-Modus
  • komplexe Grafik ...

Contra

  • ... die sehr unsauber ausgefallen ist
  • hakelige Steuerung
  • hoher Schwierigkeitsgrad

Wertung

  • DS(i)
    64
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel