07.06.2012 - Michael Zeis
Bei Tom Clancy's Splinter Cell: Blacklist handelt es sich um das erste Spiel, das bei Ubisoft Toronto in Zusammenarbeit mit Ubisoft Montreal und Ubisoft Shanghai entsteht. Das Entwicklerstudio hat sich zwar geändert, aber die Welt hat auch im aktuellen Teil mal wieder ein Problem mit Terroristen. Die USA stehen erneut vor einer großen Bedrohung. Eine Gruppierung unterschiedlicher Staaten will sich gegen die zunehmende militärische Präsenz der USA in den jeweiligen Ländern zur Wehr setzen und stellt ein Ultimatum in Form der namensgebenden Blacklist. Diese Liste ist eine Art Countdown von stetig intensiveren und blutigen Terroranschlägen. Um diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, stattet der US-amerikanische Präsident Sam Fisher mit der Erlaubnis aus, sich auch außerhalb geltender Gesetze zu bewegen.
Eure Aufgabe wird es sein, diese terroristische Vereinigung zu infiltrieren und die Hintermänner der Blacklist ausfindig und dingfest zu machen. Da dieser Auftrag Sam rund um den Globus führt, operieren er und 4th Echelon von einer mobilen Operationseinheit aus. Ähnlich wie sein Vorgänger Splinter Cell: Conviction bietet auch der neue Teil eine Art Markierungssystem, das euch dazu befähigt, mehrere Feinde mittels einfachen Knopfdrucks in den Fokus zu nehmen und dann automatisch der Reihe nach zu liquidieren. Überhaupt ist Fisher tödlicher denn je. Versuchte er in früheren Teilen noch, ungesehen an seinen Gegnern vorbeizuhuschen, hinterlässt er nun eine blutige Spur, wobei seine Aktionen zugegebenermaßen enorm sehenswert und flüssig in Szene gesetzt werden.
Sam Fisher rennt also in Zeitlupe ballernd mitten über eine mit Feinden gespickte, taghell beleuchtete Straße und überlebt? Das klingt ganz und gar nicht nach dem Schleichspaß alter Splinter-Cell-Tage. Die Entwickler versicherten jedoch, dass diese halsbrecherischen Aktionen schwierig auszuführen seien. Zudem soll es mehrere Wege geben, um seine Ziele zu erreichen, und das schließt Schleichpfade mit ein. Dennoch laufen die Entwickler Gefahr, die Serie in eine gefährliche Richtung zu steuern, wenn das Schleichen nicht deutliche Vorteile gegenüber der Rambo-Methode hat. Um mal einen direkten Vergleich zu ziehen: Hitman: Absolution scheint, den bisherigen Eindrücken nach, diesbezüglich einen vielversprechenden Weg zu gehen. Siehe auch unsere letzte Vorschau dazu.
Xbox-360-Besitzer werden auch mittels Kinect verschiedene Manöver ausführen können. Nebenbei hat sich der gute Sam aber einiges von seinen Kollegen aus den Assassin's-Creed-Spielen abgeschaut. Sam Fisher bewegt sich geschmeidig von Deckung zu Deckung, erklimmt Felswände und vollführt mitunter akrobatische Meisterleistungen. Um die verschiedenen Situationen zu meistern, greift Sam wie gewohnt auf unterschiedliche technische Hilfsmittel zu. Allen voran seine Spezialsichtbrille, mit der er Feinde auch durch Objekte hindurch kennzeichnen kann. Aber auch sein taktischer Anzug ist ihm beim Erreichen bestimmter Missonsziele dienlich.
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Kommentare zu Tom Clancy's Splinter Cell: Blacklist
Wobei man auch zugeben muss das, dort wo geschlichen wurde in Conviction alles richtig gemacht wurde, das Tempo war zwar hoch aber wer will nur im Dunkeln vorsich hin faulen.
Was Conviction halt so unsympatisch machte war, die Stellen wo man gezwungen wurde Entdeckt zu werden und eben der Zwang jemanden zu töten, Deus Ex HR hat es zum Glück wieder gezeigt das man Action und Stealh sehrwohl kombinieren kann, ja sogar sollte.
PS: Conviction war im Coop mehr Splinter Cell wie im SP wäre für mich auch eine Lösung für Blacklist.
Älter und agiler
Vorweg: Ich habe lediglich Splinter Cell: Conviction gespielt und mit den Teilen davor nichts am Hut. Es war für mich ein gutes Spiel und hat Spaß gemacht und fand die Action und Rücksichtslosigkeit von ihm angepasst (wie Kyle07 auch schon sagte). Dennoch bin ich bei diesem Spiel selber unschlüssig wie das werden soll. Ich habe den Live-Stream von Microsoft's E3 Pressekonferenz verfolgt und habe mich spätestens bei der Szene wo er die Wand hochkrabbelte gefragt was das soll. Der hat doch schon graue Haare?! Und dieses übertriebene "Ich knall 70 Leute ab, obwohl ich genau durch die Mitte laufe" gefällt mir dann auch nicht mehr so. Sieht zwar schön aus aber das ist dann doch kaum mehr ein Spiel. Ich tippe 2 Leute an und schalte sie mit einem Knopfdruck aus, der dritte wird dann von hinten getötet weil ich hinter ihm stehe (auch mit einem Knopfdruck).
Ich hoffe da kommt ein bisschen mehr ausser gut in Szene gesetze Ballereien und evtl. eine Kirchturm-Erklimmung inkl. coole Sitzpose an der Spitze ala AC.
>> Zudem ist es bescheuert, dass sie Michael Ironside als Sprecher für Sam nicht mehr dabei haben. <<
Als tauschte man Nolan North als Nathan Drake oder Simon Templeman als Kain aus - geht ja mal gar nicht. Aber da das "reinventing the franchise"-Konzept in Film und Spiel ja gang und gäbe ist, hat man immer 'ne Erklärung parat, und Ironside ist ihnen einfach zu alt, die Diskrepanz zwischen seinen Fähigkeiten und der Stimme zu groß. Dabei finde ich im stets eher realistisch gehaltenen Splinter Cell einen jüngeren Fisher ebenso albern wie einen alten, wenn ich mir ansehe, wie er spidermanartig an der Wand hochspringt.
Ich hätt's nett gefunden, hätten sie Ironside als Fisher beibehalten, ihn als Chef der Truppe nicht albernerweise im Einsatz, sondern vom Schreibtisch aus agieren lassen und stattdessen einen neuen Hauptcharakter eingeführt. Aber geschenkt, Splinter Cell in dieser Form interessiert mich eh nicht so brennend.
Die Action fand ich in Conviction angemessen. Dem verzweifelten Sam war jedes Mittel recht. Ich sah aber Conviction als Finale und habe kein weiteres Spiel erwartet.
Schadedas sie auf dieser Schiene weiterfahren. Wie schon gesagt ist die Story fragwürdig. Das Spiel selber ist wie Conviction, siehe zum Beispiel Deckungssystem.
Also diesmal haben sie es verkackt. Sam soll nun in Frieden gelassen werden.
Blacklist macht in meinen Augen nur noch als Prequel zu Teil 1 Sinn. In Conviction wurde ja ein Einblick in Sams Vergangenheit gezeigt und irgendwie passt das zu Blacklist denke ich.
Rest in Piece Sam, deine goldenen Tage sind längst gezählt.
Schade ... das Gefühl wie ein Raubtier im Dunkeln auf sein nächstes Opfer zu warten, welches seine Runden als Wache dreht, ist immer mehr abhanden gekommen mit jedem Spiel. Ich muss kaum noch nachdenken, keine Routen der Gegner mehr verfolgen, kann sie markieren und auf fast jede Distanz ausschalten mit den Excecutionmoves ... langweilig in meinen Augen.
Handelt es sich bei Blacklist eigentlich um ein Spiel welches vor Conviction spielt? Wie sonst soll es erklärbar sein, dass Sam im gehobenen Alter so agil agiert, wie der junge Ezio in AC?
Komisch, keinem anderen Spiel würde ich ein "back to the roots" mehr wünschen, als der Splinter Cell Reihe, wieder mehr in Richtung Chaos Theory!
Mich stört am meisten, dass es scheinbar inhaltlich wenig mit den Vorgängern zu tun hat. Sam im Einsatz für eine neue Organisation scheint mir wenig im Einklang mit dem Ende von Conviction zu sein, von dem altem verbitterten Ex-Agenten ist nicht mehr viel zu merken. Zudem ist es bescheuert, dass sie Michael Ironside als Sprecher für Sam nicht mehr dabei haben. Mit einem Hybrid wie Conviction konnte ich leben (ich hätte ja sogar lieber das ursprüngliche Conviction-Konzept von 2007 gehabt), aber wenn das ganze weder inhaltlich noch spielerisch noch vom Cast her was mit den Vorgängern zu tun hat, dann bin ich als Kontinuitäts-Liebhaber nicht wirklich angetan...
Ich hatte noch Hoffnungen, der nächste Splinter Cell Teil kehrt ein wenig zu seinen Wurzeln zurück ähnlich dem guten alten Chaos Theory. Aber nein, wieder dieses Pseudo Rambo Image. Ich finds einfach nur noch erbärmlich...
Ein Baller-Action Splinter Cell verkauft sich eben besser als ein Schleicheinlagen Splinter Cell. Warum der Geschmack der Mehrheit der Spieler im Laufe der letzten Jahre so "abgestumpft" ist, kann ich mir nicht erklären, lässt sich aber leugnen. Als ein nach Profitmaximierung strebendes Großunternehmen muss man sich halt dieser Entwicklung anpassen. Das Ergebnis sind dann halt solche Titel. Das Traurige ist dabei nur, dass "alte" Spieleserien - wie auch bei Resident Evil oder dem zukünftigen Tomb Raider zu sehen ist - ihrer ursprünglichen Spielkonzepte total beraubt werden.
metal gear fisher
Schade, wenn ich Balleraction haben möchte, spiele ich etwas anderes. Ich möchte schleichen! Conviction war eigentlich schon über der Schmerzgrenze (verglichen mit den Klassikern), aber ich finde es schade dass es immer mehr richtig Mainstream geht