Test - Rainbow Six 3: Black Arrow : Rainbow Six 3: Black Arrow

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Das Sortiment an Waffen und Zubehör verbleibt nebenbei leider bis auf das neue Dragunov-Sniperrifle gänzlich im Originalzustand, obwohl besonders hier etwas frischer Wind wahrlich nicht geschadet hätte. Eure Aktionsmöglichkeiten sind ebenfalls dieselben, wobei das seitliche Beugen um die Ecke erfreulicherweise nicht mehr für Unverwundbarkeit sorgt und damit ein leidiges Problem, das bereits in 'Rainbow Six 3' in den Online-Modi für mächtiges Aufsehen sorgte, behoben wurde. Die Zahl der möglichen Speicherungen hängt auch diesmal wieder vom Schwierigkeitsgrad und der Mission ab, wobei ihr im Schnitt auf 'Rekrut' pro Level maximal drei Mal speichern dürft. Während man sich hiermit erneut mehr oder weniger abfindet, nervt dafür umso mehr, dass die Speicherstände noch immer nur kurzzeitig gesichert werden und nach einem Neustart nicht mehr vorhanden sind.

Online geht's erst richtig zur Sache

Der Online-Support ist mit seinen sieben Spielarten ganz klar die Hauptattraktion von 'Black Arrow'. Ihr könnt nicht nur in den zwei kooperativen Spielarten mit bis zu vier menschlichen Teamkollegen auf Terroristenjagd gehen und die Missionen der Kampagne angehen, sondern auch in den weiteren fünf Spielmodi in Schlachten mit bis zu 16 Spielern gegeneinander antreten. Die neuen Karten sind nicht nur in der Kampagne, sondern auch im Mehrspieler-Modus deutlich größer und komplexer ausgefallen und dürften besonders Spielern, die auch schon bei 'Rainbow Six 3' mitgemischt haben, außerordentlich gut gefallen. Gänzlich neu ist das Feature der Clan-Bildung, das es euch erlaubt, eigene Clans mit einem Präfix eurer Wahl zu bilden. Genauso könnt ihr nun auch an Wettbewerben teilnehmen und wie gewohnt eure Rekorde in den öffentlichen Highscore-Listen einsehen.

In nahezu altbekannter Form

Obgleich 'Black Arrow' auf der Engine von 'Rainbow Six 3' basiert, sind im Vergleich einige visuelle Verbesserungen festzustellen, wie etwa das detailliertere Level-Design und die authentischeren Animationen, die einen Qualitätszuwachs verzeichnen. Einige der Schwächen verblieben jedoch und sorgen noch immer für Unbehagen, wie etwa das leichte Flimmern und das unschöne Ruckeln, das in den Online-Modi trotz angemessener Verbindungsqualität auftritt und den Spielfluss stört. Vieles wurde allerdings überwiegend im Originalzustand belassen und macht wie beispielsweise die Licht-, Schatten- und Explosionseffekte noch immer eine überzeugende Figur. An der Akustik wurde scheinbar am wenigsten gewerkelt und bis auf die neuen deutschen Synchronstimmen, die in Anbetracht der gewohnten Qualität recht gut gefallen, gibt es auch bezüglich der Soundeffekte keinen nennenswerten Fortschritt.

Fazit

von Sacha Röschard
Auch wenn es sich bei 'Black Arrow' nicht um einen üblichen Nachfolger handelt, hätte man dennoch im Hinblick auf die Neuerungen und Ausbesserungen noch etwas mehr erwartet. Der Titel kämpft mit einigen der altbekannten Probleme, wie etwa dem Ruckeln, Flimmern und dem Speicherproblem. Dennoch gefallen die neuen Features und die deutlich actionreicheren Missionen ausgezeichnet, wobei besonders der umfangreichere Online-Modus bei 'Rainbow Six 3'-Spielern ausgesprochen gut ankommen dürfte. Wer sich bei 'Rainbow Six 3' schon immer nach komplexeren Karten sehnte und neben dem hervorragenden Taktikgehalt auch einen gehörigen Actionanstieg forderte, kommt an 'Black Arrow' keinesfalls vorbei.

Überblick

Pro

  • actionreichere Missionen
  • umfangreichere und komplexere Levels
  • gelungener Online-Support mit Clan-Bildung
  • überarbeitete KI

Contra

  • nervige Ruckler in Online-Gefechten
  • keine neuen Waffen
  • hoher Schwierigkeitsgrad

Wertung

  • Xbox
    87
    %

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