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Thief

Garret ist zurück

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Lange Zeit haben wir nichts von Garret gesehen oder gehört – nun erweckt Eidos Montreal den Meisterdieb wieder zum Leben. Das neue Thief ist kein Prequel oder Nachfolger bestehender Teile der Serie. Vielmehr versteht es sich als Neuinterpretation, die den alten Tugenden der Vorgänger treu bleiben will. Wir konnten auf der gamescom einer Thief-Präsentation beiwohnen und uns einen ersten Eindruck vom alten neuen Garret verschaffen.

Seit dem letzten Abenteuer von Garret ist viel Zeit vergangen. In der Stadt herrscht mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft, die in die wohlhabenden Bewohner und die Mittelschicht aufgeteilt ist. Zwischen beiden Parteien herrscht eine angespannte Beziehung. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der wohlhabende Teil die Zukunft der Stadt bilden soll und der Mittelstand nach und nach vernachlässigt wird. Der Baron, der die Rolle des Antagonisten übernimmt, wollte zwischen beiden Parteien den Frieden sichern, ist von seinen Absichten jedoch abgekehrt. Es kam, wie es kommen musste: Eine Bürgerrevolte wurde angezettelt.

Thief (2014) Bild 1Thief (2014) Bild 2Thief (2014) Bild 3

Der Kopf hinter der Revolte nennt sich Orion, eine charismatische Leitfigur, welche die Massen durch geschickte Wortwahl auf seine Seite zieht. Unser Abschnitt beginnt an einem fortgeschrittenen Zeitpunkt im Spiel. Die Stadt befindet sich derzeit in Aufruhr. Garret nimmt die Umstände als Gelegenheit, um in das Anwesen des Barons einzubrechen und ein wertvolles Familienerbstück zu stehlen. Dabei handelt es sich um das „Heart of the Lion“, einen Diamanten von sehr hohem Wert. Schnell erkennt man die Wurzeln der Serie. Während des Schleichens zeigt euch ein Raucheffekt am Rand, ob ihr euch im Schatten und somit in Sicherheit befindet.

Zudem habt ihr eine Fokusanzeige, die euch in eine Art Supermodus versetzt. In diesem speziellen Zustand könnt ihr beispielsweise mehrere Dinge gleichzeitig stehlen, Schlösser schneller öffnen, Fallen entdecken oder Schritte wahrnehmen. Um den Fokus wieder aufzuladen, müsst ihr Mohnblumen zu euch nehmen. Euer Gemütszustand regeneriert sich ebenfalls nicht von selbst und muss mit Nahrungspaketen wiederhergestellt werden. Darüber hinaus könnt ihr mit der Umgebung interagieren, um die Aufmerksamkeit von euch abzuwenden.

Thief - gamescom 2013 Der Aufstand Trailer (dt.)

So wurde in der Präsentation eine Flasche aufgehoben und in eine andere Richtung geworfen, sodass der Lärm von unserem Dieb ablenkte. Während des weiteren Streifzuges durch das Anwesen des Barons finden wir eine Karte, die uns den Weg zu einer versteckten Tür offenbart. Um uns Zugang zum Raum zu verschaffen, müssen wir den Rahmen der Tür abtasten, um einen versteckten Schalter zu betätigen. Im Raum entdecken wir anschließend einen Sarg, der sich nach genauerer Betrachtung nur mit einem Schieberätsel öffnen lässt.

Nachdem der Mechanismus betätigt wurde, öffnen wir den Sarg und schnappen uns die Beute. Mit dem Diebesgut in der Tasche flüchtet Garret anschließend mittels Seilpfeil durch die Öffnung im Dach und beendet somit ein weiteres Kapitel seiner Diebeshistorie. Der ganze Spieldurchlauf hat den Eindruck gemacht, als wäre Dishonored eine große Inspiration für die Entwickler gewesen. So kann sich Garret zwar nicht teleportieren, jedoch schnell einen Satz nach vorne machen, um einige Meter zu überbrücken. Wie stark der Einschlag tatsächlich ausfällt, erfahren wir am 28. Februar 2014. Dann soll Thief für PlayStation 3, Xbox 360, PC und die Next Gen-Konsolen erscheinen.

Fazit

Leise und tödlich: Garret ist zurück!

Ich hatte ein wenig Angst, als es am Anfang der Präsentation hieß, dass eine actiongeladene Passage gezeigt wird. Umso schöner, dass Garret dann doch geschickt mit verschiedenen Pfeiltypen hantierte, Lichtquellen zerstörte und Wachen unbemerkt ausschaltete - all das verpackt in eine schicke Optik. Nur der dunkle Rauch am Bildschirmrand verwirrte etwas, allerdings zeigt er an, ob ihr euch im Schatten befindet und somit unsichtbar für die Feinde seid. Zwischenzeitlich erinnerte die Spielmechanik frappierend an Dishonored: Maske des Zorns. Das wäre aber nicht der schlimmste Vergleich. Momentan freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Garret.