Vorschau - The Surge : Dark Souls in der Zukunft?

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Ende Oktober 2014 gelang dem deutschen Entwicklerstudio Deck13 mit Lords of the Fallen eine kleine Überraschung. Mit vielen Mechaniken, die den Dark-Souls-Spielen entliehen wurden, schuf man mit einer eigenen Engine ein Action-Adventure. Anscheinend hat das Studio dabei Blut geleckt. Mit The Surge bleibt das Team seiner Erfolgsformel treu, will aber aus Fehlern lernen. Dazu verlegt man die Handlung aus der Fantasy-Umgebung in eine nahe Zukunft, in der das Leben von Technik dominiert wird.

Ihr schlüpft in die Rolle eines ganz normalen Typen, der auf der Suche nach einer Arbeitsstelle ist. Nach langer Zeit wird er bei einer Firma fündig, die Exoskelette herstellt. Mit diesen soll den Menschen das Leben erleichtert werden. Glücklich tritt er seinen ersten Arbeitstag an. Dann passiert ein Unfall, bei dem er bewusstlos wird. Als er wieder aufwacht, erkennt er seinen Arbeitsplatz nicht mehr wieder. Es scheint, als wollte alles und jeden ihn vernichten. Mithilfe mechanischer Erweiterungen zieht er in den Kampf und versucht, aus der Firma zu flüchten.

(Artwork)

Mehr Handlung braucht es nicht, um uns einen ersten Eindruck von The Surge zu geben. Bereits im ersten Kampf wird klar: Deck13 scheint die erfolgreiche Formel aus Lords of the Fallen weiterentwickeln zu wollen. Dementsprechend ist jeder Kampf wie ein kleiner Endkampf gestaltet. Schon die ersten Gegner im Spiel können euch arge Probleme bereiten, sofern ihr nicht genau wisst, wie ihr gegen sie vorzugehen habt.

Welche Gliedmaßen dürfen es sein?

Bereits nach dem ersten Kampf ist man im Dark-Souls-Modus. Dabei hinkt der Vergleich etwas. Zwar erinnern die Abläufe der Kämpfe sowie der Schwierigkeitsgrad weiterhin an den Genre-Primus, das deutsche Studio lässt aber viele eigene Ideen einfließen. Beispielsweise erhaltet ihr nicht nur die Möglichkeit, einzelne Gegner anzuvisieren, sondern könnt auch entscheiden, welchen Teil des Körpers ihr angreifen wollt. Dementsprechend müsst ihr die Schwachstellen des Gegners herausfinden und euch auf sie konzentrieren, um besonders viel Schaden zu verursachen.

Zudem bestimmt ihr durch einen neuen Endschlag, welchen Teil des Gegners ihr ausbeuten wollt. Schielt ihr auf die Waffe des Bösewichts, müsst ihr euren finalen Schlag dazu nutzen, die Waffenhand des Fieslings von seinem Körper zu trennen. Daraufhin erhaltet ihr seine Waffe. Ähnlich steht es mit Rüstungsteilen und anderen Gegenständen, die ihr euren Feinden abnehmen wollt.

(Artworks)

Maschinenteile statt Seelen

Sollte eure Spielfigur das Zeitliche segnen, verliert ihr eure Erfahrungspunkte, sogenannte Maschinenteile, an der Stelle eures Ablebens. Nach eurem Neustart werden diese immer weniger. Je schneller ihr daher wieder zum Ort eures Todes gelangt, desto mehr eurer erspielten Maschinenteile bekommt ihr zurück. Diese Mechanik ist bereits aus Lords of the Fallen bekannt. Die Teile nutzt ihr, um eure Waffen und das Exoskelett zu verbessern.

Neu dabei ist ein Crafting-System. Ihr könnt verschiedene Gegenstände kombinieren und dadurch neue Waffen und Gimmicks herstellen. Da sich The Surge jedoch noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet, konnten wir noch keine weiteren Details über das Herstellungssystem erfahren.

Keine Schlauchlevel

Ein besonderer Kniff sind Türen, die sich erst ab einem bestimmten Level eurer Spielfigur öffnen lassen. So besucht ihr immer wieder bereits erforschte Gebiete erneut, um zu schauen, ob sich eventuell ein neuer Zugang öffnen lässt. Es soll übrigens keine schlauchartigen Passagen geben. Wie ihr die Spielwelt abgrast, soll euch überlassen sein. Dadurch kann es jedoch passieren, dass ihr plötzlich auf feindliche Roboter trefft, die euch ordentlich das Fressbrett polieren.

Optisch machte The Surge bereits einen tollen Eindruck bei sehr flüssigem Spielablauf. Momentan plant man ein Erscheinen zu Beginn des kommenden Jahres für die PlayStation 4, die Xbox One und den PC. Weitere Details rund um das Exoskelett-Action-Adventure wurden uns noch nicht verraten.

Fazit

Robin Rottmann - Portraitvon Robin Rottmann
Was für ein Potenzial!

Deck13 scheint mit The Surge einen potenziellen Hit zu schmieden. Der bewährte Spielablauf aus Lords of the Fallen scheint dabei vom Studio als solide Basis genommen worden zu sein, um dieses Mal das Action-Adventure in einem Zukunftsszenario anzusiedeln. Der erste Eindruck hat mich bereits angefixt.

Die Mischung aus wuchtigen Schlägen mit dem eigenen Exoskelett gegen menschliche sowie mechanische Gegner hat schon beim Zuschauen großen Spaß bereitet. Ich bin gespannt, welche Ideen Deck13 noch aus dem Hut zaubern wird. Glücklicherweise wurde bestätigt, dass The Surge nicht nur in der gezeigten Fabrik spielen wird, sondern eine große Spielwelt bieten soll. Gespannt wie ein Flitzbogen warte ich auf die nächste große Ankündigung.