Preview - The Outfit : The Outfit

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Das Tolle an diesem Nachschubsystem ist, dass es euch reichlich Platz zum Experimentieren gibt. Für jedes Hindernis könnt ihr eine andere Taktik ausprobieren. Wollt ihr einen feindlichen Stützpunkt zum Beispiel mit einem langsamen Panzer attackieren oder einen Überraschungsangriff auf das Ziel wagen? Oder baut ihr euch selbst eine kleine Abwehrstellung und lockt die Feinde in die Reichweite eurer stationären Kanone? Oder versucht ihr einfach die klassische Rambo-Methode? Die Wahl liegt bei euch. Ebenfalls spaßig ist die Tatsache, dass ihr jedes Fahrzeug und sonstiges Gerät selbst bedienen dürft oder zumindest bei stationären Kanonen einen CPU-Kameraden ranlasst, der seiner Arbeit auch ganz passabel nachkommt. Leider ist die Fahrzeugsteuerung in unserer Preview-Fassung noch nicht so gelungen. Des Weiteren wirkt die eigentliche Ballerei im Vergleich zur Shooter-Konkurrenz etwas undynamisch. Das größte Manko ist aber das Balancing. Jeder der drei zur Verfügung stehenden Spielcharaktere pro Seite ist unterschiedlich bewaffnet, wobei einige Figuren deutlich besser ausgefallen sind als andere. Außerdem ärgert die viel zu treffsichere KI, die euch selbst aus kilometerweiter Distanz perfekt trifft. Hier sollten die Entwickler nochmals nachbessern.

Multiplayer-Gefecht

Einen richtig guten Eindruck macht auch schon der Multiplayer-Modus, auf den die Entwickler viel Wert gelegt haben. Bis zu acht Spieler können sich online in Teams duellieren, im Splitscreen sind es immerhin noch zwei User. Für den Splitscreen eignet sich besonders gut der Koop-Modus, der aber auch online verfügbar ist und uns schon in der Preview-Fassung viel Spaß machte. Einziger Wermutstropfen: Ihr müsst die Missionen im ’Koop’ nach und nach angehen – die in der Singleplayer-Kampagne bereits absolvierten Levels sind also nicht automatisch für den ’Koop’ freigeschaltet. Neben der Koop-Variante warten ein Domination-, ein Deathmatch- sowie ein Missions-Modus auf die Mehrspielerfans. Dank des auch hier verfügbaren Ordering-Systems und der zu erobernden Spezialgebäude geht es in den Multiplayer-Gefechten heiß her und man kämpft erbittert um jeden Stützpunkt.

Die gute Nachricht: Das Spiel sieht vor allem in High Definition ganz ordentlich aus, läuft sauber und bietet hübsche Zwischensequenzen. Die schlechte Nachricht: Bereits Launch-Titel wie ’Kameo’ oder ’Call of Duty 2’ haben gezeigt, dass man auf der Xbox 360 schon etwas mehr erwarten darf, als es zumindest in der Preview-Fassung von ’The Outfit’ der Fall ist. Es fehlt einfach sowohl bei den Texturen als auch den Leveldetails an Abwechslung, dieselben Grafikelemente werden sehr oft verwendet. Ganz ansehnlich sehen dagegen die Charaktere, das Schadensmodell an Gebäuden, Explosionen und einige witzige Animationen aus. Der Sound gefällt bereits mit typischer WWII-Musik, kernigen Effekten und einer gelungenen englischen Sprachausgabe sowie einigen fast schon satirisch überzogenen deutschen Sprachfetzen der Gegner.

Fazit

von David Stöckli
Ich muss gestehen, bereits die Preview-Fassung von ’The Outfit’ hat mich nach dem etwas langsam in Fahrt kommenden Tutorial-Level ziemlich gepackt. Der in dieser Form ungewöhnliche und gut durchdachte Mix aus Shooter-Action und Echtzeittaktik lässt euch viel Freiraum zum Experimentieren und bringt angenehme Frische in das WWII-Shooterszenario. Auch erwarten wir viel vom Online-Modus, den wir allerdings nur eingeschränkt ausprobieren konnten. Allerdings hapert es in der Preview-Fassung noch an einigen Ecken. So ist die technische Seite des Spiels nicht gerade spektakulär, außerdem sollten die Entwickler das Balancing und die Steuerung noch mal unter die Lupe nehmen. Wir sind auf jeden Fall auf die finale Version gespannt.

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