Preview - The Outfit : The Outfit

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Anstatt den Zweiten Weltkrieg möglichst realistisch und dramatisch zu vermitteln, steht in ’The Outfit’ auf Xbox 360 unkomplizierte Shooter-Action mit einigem Augenzwinkern im Vordergrund. Wir haben uns vorab an der Front umgesehen – lest im folgenden Preview von unseren Eindrücken.

Es ist ein Krieg da draußen

Den Strand rauf, einen feindlichen Bunker mit Granaten ausräuchern, durch ein französisches Dorf gekämpft, positionierte Geschützstellungen ausgeschaltet und weiter nach Berlin – dabei noch wahlweise einen Abstecher nach Russland oder Nordafrika, wo einem aber doch nur der übliche Balleralltag im Kampf gegen die Pixel-Nazis serviert wird. Wer von WWII-Shootern von der Stange, wie sie in den vergangenen Jahren nicht gerade mit Zurückhaltung glänzten, genug hat, der könnte sich beim ersten Blick verschreckt von ’The Outfit’ abwenden. Richtig, auch Relics Xbox-360-Debüt versetzt euch in die Gefechte des Zweiten Weltkriegs. Allerdings erkennt man spätestens auf den zweiten Blick, dass der Titel über genau diejenige Frische zu verfügen scheint, die man bei anderen WWII-Actionspielen schmerzlich vermisst. So erinnert bereits das hübsche Renderintro eher an eine Persiflage oder an eine überzogene Comicversion des Konflikts: Muskulöse US-Soldaten stürmen in bester Actionfilm-Manier ein feindliches Lager und nehmen es zu dritt gleich mit einer ganzen Truppe auf. In ’The Outfit’ geht es grundsätzlich nicht allzu ernst, dafür mit viel Augenzwinkern zu.

Kein Spaß ist dagegen die Hintergrundgeschichte: Ihr schlüpft in die Haut eines von drei Helden auf alliierter Seite, die zusammen mit verbündeten Soldaten zahlreiche gefährliche Missionen im Feindesland absolvieren müssen. Schon in der ersten Mission im besetzten Frankreich entdeckt ihr, dass der brutale Offizier Hans von Beck allerlei Gräueltaten in der Bevölkerung anrichtet: So sperrte er alle Dorfbewohner mit Frauen und Kinder in eine Kirche ein und brannte das Gotteshaus ab. Klar, dass unsere Helden den Kriegsverbrecher stoppen wollen. Dabei könnte es den Alliierten durchaus zugute kommen, dass die SS und die Wehrmacht nicht gerade engste Freunde sind und von Beck im eigenen Lager nicht nur Anhänger hat …

Feldpost

Auf den ersten Blick erinnert ’The Outfit’ an einen typischen Third-Person-Shooter und verfügt auch über die klassische Shooter-Steuerung. Allerdings geht es in dem Spiel weitaus taktischer zu, als man zunächst vermuten würde. Wer nämlich einfach drauflosballert, kommt nicht mal durch das erste, Tutorial-lastige Level. Das zentrale taktische Element des Spiels liegt auf der Y-Taste. Mit dieser könnt ihr ein Menü aufrufen, über das ihr Einheiten bestellen dürft. Per Luftpost erhaltet ihr dann das Gewünschte innerhalb weniger Sekunden. Das Angebot reicht von Soldaten, um euren Fünfer-Trupp aufzustocken, verschiedenen Panzern, Jeeps und stationären Kanonenstellungen bis zu Flugabwehrgeschützen und einigem mehr. Allerdings lässt sich nicht nach Lust und Laune bestellen: Zum einen habt ihr nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung, das ihr aber immerhin durch erlegte Gegner und erfolgreiche Missionspunkte auffüllen könnt. Zum anderen sind einige Extras im Militärkatalog nur verfügbar, wenn ihr ein entsprechendes Gebäude erobert habt: So lassen sich Panzer nur ordern, wenn ihr eine Panzergarage besetzt habt, und auch eine Bombardierung per Flugzeug funktioniert nur, wenn ihr einen Sendeturm erobert habt.

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