Test - The King of Fighters Collection: The Orochi Saga : Episodensammlung zum Kampfpreis

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Was wäre ein Spielejahr mittlerweile ohne ein obligatorisches King of Fighters? The King of Fighters Collection: The Orochi Saga ist aber kein neues Spiel, sondern eine Sammlung der Episoden von 1994 bis einschließlich 1998 - also fünf Spiele in einem zum fairen Kampfpreis. Ob sich die Prügelpackung nach über zehn Jahren immer noch lohnt?

Bei den fünf Spielen handelt es sich im Einzelnen um The King of Fighters 94, die so genannte Orochi-Saga-Trilogie aus den Jahren 1995 bis 1997 sowie The King of Fighters 98. Diese lassen sich bequem im Hauptmenü einzeln auswählen, zudem werden noch Challenges, also besondere Herausforderungen, geboten. Seit jeher steht die Serie, die auf dem Neo Geo groß wurde und aus einem Zusammenschluss der SNK-Klassiker Fatal Fury und Art of Fighting hervorging, im großen Schatten von Street Fighter, ohne jemals aus eben jenem herausgetreten zu sein. Ein Grund dafür sind sicherlich die fehlenden Neuerungen über die Jahre hinweg. Die Marke trat auf der Stelle und rannte sich trotz einiger kleiner hervorhebenswerter Eigenschaften tot. Oder wusstet ihr beispielsweise, dass es vorher in keinem anderen Spiel dieser Art die Möglichkeit des Ausweichens oder Abrollens gab? Unglaublich, aber wahr!

Massenschlägerei

Diese heute unverzichtbaren Gameplay-Elemente wurden dann natürlich auch von der Konkurrenz übernommen. Die Teamkämpfe drei gegen drei sind aber seit jeher das unumstrittene Markenzeichen. Das heißt aber leider nicht, dass sich ein halbes Dutzend Kämpfer auf dem Bildschirm kloppt. Der Reihe nach kommt es zu Zweikämpfen. Gewonnen hat derjenige, der alle Gegner zuerst besiegt hat. Da alle Teile trotz acht Schwierigkeitsgraden besonders für Einsteiger nicht gerade einfach sind, wird ein ordentlicher Trainingsmodus geboten. In diesem lassen sich Moves und Kombinationen ausprobieren und sogar vorführen. Die freie Steuerungskonfiguration ist vorbildlich.

Was der Serie allerdings schon immer fehlt, ist ein brauchbares Charakterdesign, das überhaupt kein Vergleich zum tollen Street Fighter ist. Die Auswahl ist zwar groß, aber auch recht blass, was man natürlich auch aufgrund des Alters von der Technik sagen muss. Das wird auf dem Handheld noch mal mehr als deutlich. Aber echte Fans haben ja sowieso einen Neo Geo mit allen Teilen zu Hause stehen, damit seid ihr auch sicherlich besser beraten als mit dieser Collection. Zwar bietet die PSP-Version ebenfalls einen Multiplayer-Modus für zwei Spieler, richtig Spaß macht das allerdings nur mit Freunden an einer Konsole.

Doch eines ist so sicher wie der Schlag auf die Nase im Beat'em-up-Genre: Das nächste King of Fighters kommt bestimmt. Wir gehen ganz stark davon aus, dass wir uns schon bald wieder lesen werden, vielleicht bei einem Review zur NESTS-Saga, die dann die Spiele von 1999 bis 2002 beinhalten wird.

Fazit

von Christian Schmitz
Eine Ansammlung technisch veralteter Beat’em-ups aus dem vorigen Jahrzehnt zu spielen, fällt mir in diesen Tagen nicht gerade leicht. Grund dafür ist nicht unbedingt die Qualität der Collection, sondern eher der kürzliche Release von Street Fighter IV. Der Tipp der Redaktion lautet wie bei so vielen Spielsammlungen: Lieber die alte Konsole vom Dachboden holen und die gute alte Zeit aufleben lassen.

Überblick

Pro

  • enthält 5 Spiele
  • viele Charaktere
  • freischaltbare Extras
  • frei konfigurierbare Steuerung

Contra

  • technisch und spielerisch veraltet
  • hässliche Menüs
  • schwaches Charakterdesign
  • nicht einsteigerfreundlich

Wertung

  • PSP
    59
    %

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