Vorschau

The Evil Within

Herr des Schreckens!

  • PC

Den Raum abdunkeln. Den Sommer aussperren. Licht aus. Kopfhörer aufsetzen. Der Survival-Horror kehrt in Form von The Evil Within zurück. Shinji Mikamis neuster Streich lehrt euch das Fürchten. Warum ihr euch auf allerlei Schreckmomente, ebenso wie auf jede Menge Schleim und einige hübsche Rätsel freuen dürft, erfahrt ihr in unserer Hands-On-Vorschau!

Shinji Mikami ist ein wahrer Tausendsassa. Der 1968 geborene Japaner mischte bei einigen der bedeutendsten Videospiele der letzten 20 Jahre mit. Sein Werdegang liest sich wie ein Who-is-Who der Spielegeschichte: Dino Crisis, Vanquish, Viewtiful Joe, God Hand und Phoenix Wright: Ace Attorney gehen auf sein Konto. Und doch schlägt in Shinji Mikamis Brust das dunkle Herz eines Horror-Fans. Kein Wunder, dass die Resident-Evil-Serie auch bis ins Jahr 2014 mit ihm verbunden wird.

Die Zombie-Saga gilt – neben Silent Hill – als Mitbegründer des Survival-Horror. Einem Genre, das heutzutage beinahe ausgestorben scheint. Wer sich heutzutage mächtig gruseln will, der muss sich auf dem PC in Indie-Games erschrecken lassen. Konsolenspieler gehen nahezu leer aus. Genau deshalb lautet Shinji Mikamis Ziel für The Evil Within auch: Rette den Schrecken und bring den Survival-Horror wieder zurück in die Wohnzimmer!

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Monsterjäger mit Streichholz und Shotgun

Mit einer Entwickler-Legende wie Shinji Mikami im Hintergrund ist es eigentlich auch kein Wunder, dass The Evil Within spielerisch stark an Resident Evil 4 erinnert. Ihr steuert den Polizisten Sebastian Castellano aus der Verfolgerperspektive. Im Halfter des Tatortermittlers finden eine Pistole, ein Messer und eine Armbrust Platz. Später kommt noch eine Schrotflinte hinzu. Mit einem Klick auf den rechten Analog-Stick gelangt ihr ins Waffenmenü und legt hier eure Favoriten auf die vier Tasten des Digitalkreuzes. Aber Achtung: Das Spiel pausiert nicht, nur weil ihr in den Optionen herumwühlt. Die Zeit läuft lediglich langsamer ab, das schützt Sebastian aber nicht vor Schaden.

Als er gemeinsam mit dem etwas konfus wirkenden Doktor Jeminez den Innenhof einer Nervenheilanstalt betritt, ahnt man bereits, dass hier nicht gerade der Osterhase mit einem Haufen Geschenke auf einen wartet. An einem Lagerfeuer im Hintergrund schlurfen seltsame Gestalten mit Sensen und Äxten entlang. Erinnerungen an das Dorf aus Resident Evil 4 kommen hoch. Schnell flüchten sich Jeminez und Castellano in eine nahe gelegene Hütte. Doch hier der erste Schockmoment. Doktor Valerio, ein alter Bekannter von Jeminez, schnippelt gerade an einem Patienten herum. Als sich Valerio umdreht, kommen tiefe Narben und eine verzerrte Fratze zum Vorschein. Panik steigt auf!

Schnell der Griff zur Pistole. Abhängig vom gewählten Schwierigkeitsgrad unterstützt euch das Spiel beim Zielen. Auf „Casual“ gibt es Auto-Aim und massig Munition. Auf „Survival“ und „Hardcore“ müsst ihr dagegen selbst euren Feind anvisieren. Außerdem ist die Munition rar und Erste-Hilfe-Spritzen in etwa so viel wert wie twitch.tv für Google.

Sebastian ist zwar Polizist, aber längst kein Supermann. Daher hält er maximal vier Attacken mit Valerios Fleischerbeil aus. Flinke Meidbewegungen gibt es in The Evil Within nicht. Wollt ihr euch Platz verschaffen, tretet ihr eurem Gegenüber saftig in den Magen oder nehmt einfach Reißaus. Das Survival-Horror-Game macht es einem schwer: Sebastian steuert sich langsamer und schwerfälliger als in anderen aktuellen Third-Person-Titeln. Insgesamt ist die Steuerung grober und kantiger. Aber das ist – ähnlich wie in Resident Evil 4 – sicher Gewöhnungssache.

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