Test - Skyrim VR : Test: Skyrim, wie ihr es noch nie erlebt habt

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Euch fehlt noch ein überzeugendes Argument für den Kauf von PlayStation VR? Ihr seid große Skyrim-Fans und sucht ein Spiel, das die Vorzüge der virtuellen Realität nicht nur für Techdemos und Minispielchen nutzt? Sucht nicht länger, sondern setzt die Datenbrille auf und reist nach Himmelsrand.

Ich zähle mich ja eigentlich zu denjenigen, die in VR großes Potenzial sehen. Leider konnten mich die meisten Titel für die unterschiedlichen Plattformen nicht allzu sehr beeindrucken; und falls doch, war es in der Regel ein sehr kurzes Vergnügen. Skyrim VR könnte aber ein echter Gamechanger sein – nicht nur für Fans. Bei der Größe der Spielwelt müsst ihr in der VR-Version keine Einbußen hinnehmen. Ganz Himmelsrand mit all seinen Städten, Landschaften und Dungeons wurde in die virtuelle Realität verfrachtet.

Was als Erstes auffällt und auch nach längerer Spielzeit beeindruckt, ist das neue Verständnis für die Dimensionen von Skyrim. Mit der VR-Brille auf dem Kopf fühlt ihr euch in der Welt plötzlich ganz klein, fast schon verloren. Sich einer der gewaltigen Ruinen zu nähern oder gigantische Höhlen zu erkunden, ruft ein Gefühl von Demut hervor. Orte, die ich durch meine vorherigen Besuche schon in- und auswendig kannte, ließen mich nicht selten staunend zurück. Es wird einem dadurch wieder richtig bewusst, was für eine phänomenale und abwechslungsreiche Welt Bethesda hier geschaffen hat.

Zu den Waffen!

Hat man sich von diesem Wow-Erlebnis erholt, treten leider auch ein paar Mankos zutage. Die Steuerung über die Move-Controller wirkt anfangs etwas hakelig und geht auch nach mehreren Stunden nicht richtig in Fleisch und Blut über. Vor allem das Manövrieren durch die Menüs dauert seine Zeit und nimmt dadurch etwas den Schwung aus dem Spiel. Dass man sich nur über die Tasten des Controllers drehen kann, ist da noch das kleinere Problem. Die Handhabung der Waffen fühlt sich dafür wirklich gut an. Zwar könnte das Trefferfeedback besser sein, aber nach kurzer Eingewöhnung fühlt ihr euch wirklich wie ein bärbeißiger Krieger, lautloser Meuchler oder mächtiger Magier.

Gerade der Umgang mit Pfeil und Bogen macht Spaß und findet einen guten Mittelweg zwischen Zugänglichkeit und Anspruch. Von Pfeilen getroffen zu werden, ist eigentlich eher weniger witzig, aber es sieht schon ziemlich cool aus, wenn eines der Projektile in eurem virtuellen Körper steckt und ihr damit eine Weile weiter durch die Gegend lauft.

The Elder Scrolls V: Skyrim VR - PSVR Tutorial Trailer
Der Tutorial-Trailer soll euch den Einstieg in die PSVR-Version The Elder Scrolls V: Skyrim VR erleichtern.

Apropos laufen: Wer sich nicht frei durch Tundra und Taiga bewegen will, kann auch auf die aus anderen VR-Titeln bekannte Teleportation zurückgreifen oder das Spiel komplett mit dem Gamepad zocken. Dann entgeht euch zwar die zusätzliche Immersion durch die Bewegungssteuerung, das neuartige Raumgefühl bleibt aber erhalten.

Grafisch ist die VR-Version von Skyrim durchaus zufriedenstellend, vor allem wenn man bedenkt, dass man es hier mit einem sechs Jahre alten Spiel zu tun hat. Einer Epoche also, in der VR-Plattformen lediglich in den Skizzenheften von Palmer Lucky existierten. Die Auflösung ist etwas niedriger und einzelne Objekte bauen sich manchmal zu spät vor euch auf.

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