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The Elder Scrolls Online

Solospiele online

  • PC

Ein Raunen ging durch die Spielerwelt, als The Elder Scrolls Online vor einigen Monaten angekündigt wurde. Freude auf der einen Seite bei den Spielern, die sich in den Weiten von Tamriel schon länger Gesellschaft gewünscht haben. Skepsis andererseits bei denjenigen, für die die Elder-Scrolls-Reihe ein typisches und unverrückbares Monument des Solorollenspiels darstellt. Wie wollen Bethesda und Zenimax Online beiden Seiten gerecht werden? Bei Zenimax Online in Hunt Valley konnten wir uns davon überzeugen, dass das Spiel sich auf einem richtig guten Weg befindet.

Gerade dieser Konflikt zwischen typischem Einzelspieler-Rollenspiel und Online-Titel bildet eigentlich die Basis von The Elder Scrolls Online, denn die Entwickler haben quasi die Vorzüge beider Arten von Spiel gegenübergestellt und versuchen, die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen. So kommen einige Grundsäulen zum Vorschein, auf denen das Spiel aufbaut: eine lebendige Spielwelt, ein dynamisches Kampfsystem ohne altbackene Skill-Rotation, eine umfangreiche Handlung und eine offene Charakterentwicklung - und natürlich die soziale Komponente des Gruppenspiels und des PvP. Und siehe da: Das alles klingt gar nicht mal so neu.

Sei's drum, worum geht es eigentlich? The Elder Scrolls Online spielt etwa 1000 Jahre vor den Solotiteln. Drei Fraktionen prügeln sich um die Vorherrschaft in Cyrodiil, nämlich Daggerfall Covenant, Aldmeri Dominion und Ebonheart Pakt, jeweils vertreten durch drei spielbare Rassen. In dieser zerstrittenen Zeit gibt es aber noch weiteren Ärger, denn Daedra-Prinz Molag Bal hat sich vorgenommen, den Kontinent Tamriel in seine eigene Domäne zu verfrachten. Um sich hierfür Helfer zu beschaffen, stiehlt er Bewohnern ihre Seele und verfrachtet sie in sein Reich Coldharbour. Ebendies geschieht auch dem Spieler. Abgesehen davon, dass ihr eine wesentliche Rolle im Kampf gegen Molag Bal spielt, versucht ihr natürlich auch, eure Seele wiederzuerlangen.

Erste Schritte in Tamriel

Der Auftakt unserer Anspielsitzung steckt uns in die Startgebiete des Daggerfall Covenant, wo wir uns zwischen den Rassen Bretone, Ork und Redguard entscheiden können, nebst einem ganzen Batzen visueller Anpassungen für unseren künftigen Streiter. Frisch aus dem ziemlich düsteren und abgefahrenen Coldharbour entkommen, dem Reich des Molag Bal, werden wir von einem Schiff aufgelesen und zur Insel Stros M'kai geschippert. Weil es sich gerade so schön anbietet, erledigen wir dort einige Aufgaben für Captain Kaleen, für die wir uns mit einigen Ganoven anlegen und Bhosek, dem selbst ernannten Oberhaupt der Insel, das Handwerk legen. Danach geht es weiter auf die Insel Betnikh, wo wir den Orks dabei helfen, den Nekromanten des Bloodthorn-Kults entgegenzutreten, die dort hinter mächtiger Magie her sind.

The Elder Scrolls Online - Die Allianzen Trailer

Was zunächst recht simpel klingt, entpuppt sich als ganze Reihe aufeinanderfolgender und zusammenhängender Quests plus Nebenaufgaben. So müssen wir Mitglieder für die Crew rekrutieren, was uns wiederum dazu bringt, Personen zu retten, einen Dieb aus einem Gefängnis zu befreien und alte Dwemer-Ruinen zu erkunden. Auf der Ork-Insel hingegen müssen wir erst mal herausfinden, was der Bloodthorn-Kult eigentlich im Schilde führt, das Vertrauen der Orks gewinnen und schlussendlich Mittel und Wege finden, wie der Kult gestoppt werden kann.

Mitunter werden uns Entscheidungen angeboten. Dabei muss sich allerdings erst noch zeigen, welche konkreten Auswirkungen diese haben. Bis dato waren nur Konsequenzen im Rahmen der einzelnen Quests zu entdecken. Dafür aber gibt es umfangreiche vertonte Dialogsequenzen, deren optionale Abschnitte immer wieder Hintergrundinformationen bieten. Positiv auffällig: Zumindest in der Anspielzeit waren so gut wie keine Quests der Marke „Töte X“ oder „Sammle Y“ zu entdecken.

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