Test - The Elder Scrolls IV: Oblivion : Die Tore von Oblivion sind wieder offen.

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Den eigentlichen Reiz von 'Oblivion' macht gar nicht so sehr die gut erzählte und spannende Hauptstory aus, sondern vielmehr die unzähligen Möglichkeiten in der glaubwürdigen und enorm umfangreichen Spielwelt. So erwarten euch einige größere Städte, in denen es immer wieder etwas zu tun gibt. Gespräche mit den dortigen NPCs lohnen sich, denn die Nebenquests sind immens abwechslungsreich und bieten jede für sich quasi eigene Mini-Storys, sei es die Aufklärung eines Mordes, die Suche nach einem verschwundenen Bild oder Hilfe für konkurrenzgeplagte Händler. Neben dem ursprünglichen Inhalt wurde auch das Pseudo-Add-on 'Knights of the Nine' mit integriert, welches mit einer Hand voll Quests und Plug-ins zwar nicht gerade der Überflieger ist, aber immerhin etwas Mehrwert gegenüber dem Original bietet. Das neue Zusatz-Abenteuer ’Shivering Island’ fehlt hingegen. Ein Mangel an Spielzeit ist aber ohnehin nicht das Problem dieses Spiels.

NPCs bis zum Abwinken

Die Spielwelt selbst zeigt sich dank weitgehend gelungener KI als recht glaubwürdig und lebendig. NPCs gehen ihren Tagesabläufen nach, sind morgens auf dem Weg zur Arbeit zu finden, trinken abends einen Schoppen in der örtlichen Taverne, plaudern mit anderen Bürgern oder liegen zu Hause brav im Bettchen. Eure Aktionen zeigen deutliche Auswirkungen auf die NPCs, vom Gesichtsausdruck im Gespräch bis hin zum Ruf nach der Stadtwache, wenn ihr beim Diebstahl erwischt werdet.

Einige NPCs geben euch Quests und Informationen erst dann, wenn sie euch vertrauen. Um die Stimmung eines NPCs euch gegenüber zu verbessern, erwartet euch ein Minispiel, in welchem ihr Aktionen wie Prahlen, Schmeicheln oder Einschüchtern möglichst geschickt nutzen müsst, um euren Ruf bei dem jeweiligen NPC zu steigern. Das wirkt sich natürlich auch mitunter positiv auf den Handel aus. Wohlgesonnene NPCs rücken beim Feilschen schon mal etwas mehr Geld raus oder überlassen euch Gegenstände zu einem günstigeren Preis.

Dieb, Kräutersammler oder Gladiator

Nebenher könnt ihr euch bei einer Gilde verdingen und für selbige diverse Aufträge unterschiedlichster Natur erledigen oder aber ihr ackert als Gladiator in der Arena der Kaiserstadt. Damit nicht genug: Wer sich die Mühe macht, die Spielwelt zu erkunden, findet zahllose Dungeons, Ruinen und Höhlen, in denen es immer wieder nette Sachen zu entdecken gibt. Clevererweise passt sich der Schwierigkeitsgrad der Gegner weitgehend eurem Charakterfortschritt an, sodass ihr eigentlich nie in Bereiche geratet, die unschaffbar sind, was das Gefühl der spielerischen Freiheit natürlich immens erhöht.

Neben Kampf und Erkundung könnt ihr euch auch dem Handwerk und anderen Tätigkeiten widmen. So könnt ihr mittels gesammelter Ingredienzien eigene Tränke basteln oder mit fleißigem Üben des Schmiedehandwerks unterwegs eure Ausrüstung selbst reparieren. Das immer wieder beliebte Schlösserknacken mittels Dietrichen gehört auch zu den einträglichen Nebenbeschäftigungen, wobei es euch überlassen bleibt, ob ihr das zugehörige Minispiel absolviert oder lieber auf Glück bei der automatischen Öffnung hofft. Und wer sich schon immer mal häuslich niederlassen wollte, der kann auch das tun, denn ihr könnt in den Städten eigene Häuser erwerben.

Ein großer Kritikpunkt beim Vorgänger 'Morrowind' war, dass der Spieler immer etwas verloren in der Botanik herumstapfte. Das wurde nun glücklicherweise deutlich verbessert. Die Storyeinbindung ist intensiver, zudem sorgen Questlog, Maps und Kompassmarker für vernünftige Orientierung. Auch die langen Wege sind Geschichte – wer will, kann sich via Landkarte zu bekannten Locations teleportieren und so die langen Reisewege gewaltig abkürzen. Auch Reittiere könnt ihr erwerben, um euch in der Landschaft schneller zu bewegen. Es lohnt sich aber durchaus, nicht immer nur den schnellen Weg zu nutzen, sondern einfach mal durch die Pampa zu reiten oder zu wandern, denn wie schon erwähnt gibt es etliche Dungeons und Locations zu entdecken.

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