Preview - The Chronicles of Spellborn : Erste Einblicke ins MMOG

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Crafting und andere Spielereien

Natürlich wird auch 'TCoS' über ein Handwerkssystem verfügen. Selbiges wird allerdings nicht auf levelbasiertem Herstellen sinnloser Gegenstände fußen. Findet ihr ein Rezept und könnt die nötigen Ressourcen beschaffen, so dürft ihr den Gegenstand auch herstellen oder reparieren – Punkt und Ende. Hergestellte Gegenstände können sowohl über ein simples und gut sortierbares Handelsinterface bei NPCs als auch via Auktionshaus oder Handel an Mitspieler verkauft werden. Übrigens können sämtliche Gegenstände eingefärbt werden für einen individuellen Look, egal ob gekauft, hergestellt oder Quest-Belohnung. Wie eingangs schon erwähnt, verfügen Ausrüstungen nicht oder zumindest nur sehr selten über Attribute. Dafür aber gibt es die Möglichkeit, in Waffen, Schmuck oder Ringe Siegel einzubauen. Insgesamt zehn Siegel könnt ihr eurer Ausrüstung verpassen – fünf in Waffen, zwei in Ringe und drei in Schmuck – und damit eure Fähigkeiten und Attribute etwas aufbessern.

Selbstverständlich ist auch Gildenunterstützung ein Thema. Gildenhallen gibt es an bestimmten Sammelplätzen, die vor allem auch zum Treff mit anderen Spielern dienen. Es gibt innerhalb der Gilden ein Rangsystem, welches unter anderem auch durch PvP-Ergebnisse in den Arena-Seasons und später auch durch PvE-Ereignisse beeinflusst werden kann. Gildenevents werden organisierbar sein und sogar Statuen hochrangiger Spieler tauchen vor der Gildenhalle auf. Eigene Gebäude sind (noch) nicht im Spiel, sollen aber später auch noch integriert werden im Rahmen der Gilden- und Faction-Features.

PvE, PvP und Gruppenarbeit

Von den Inhalten her will 'TCoS' möglichst viele Möglichkeiten ausschöpfen. Vieles dabei dreht sich um Quests und den Kampf gegen NPC-Kreaturen, aber auch PvP spielt eine Rolle, beispielsweise beim Kampf um Ressourcen in bestimmten Dungeons oder aber in den Arenen, in denen nicht nur Duellanten, sondern auch Teams von sechs bis acht (wird noch festgelegt) Spielern auf verschiedenen Maps in diversen Spielmodi gegeneinander antreten können. Massenkämpfe wie in 'Dark Age of Camelot' werdet ihr allerdings nicht erwarten können.

Im Gruppen-PvE sind bis zu vier Spieler in einer Party unterwegs. Etwa 20 Prozent der Spielwelt wird in individuellen Instanzen abgewickelt, speziell in Dungeons und einigen besonderen Questreihen, die euch sogar per Zeitreise in die Vergangenheit der Spielwelt führen. Diese so genannten Ancestral Quests sollen euch einen Einblick in die Geschichte der Welt geben und später im Rahmen von Gildenevents vielleicht auch sichtbare Auswirkungen auf die aktuelle Spielwelt haben. Um den Spielern genug Inhalte zu bieten, hat sich das Entwickler-Team einiges vorgenommen. So will man alle drei Monate durch herunterladbare Add-ons die Spielwelt und ihre Inhalte und Features erweitern. Zudem soll nach einem Jahr die erste vollständige Erweiterung folgen. Ob es dabei bleibt, ist natürlich noch Zukunftsmusik und sicherlich auch von dem Erfolg des Titels abhängig.

Auch visuell etwas anders

Bleibt noch die Grafik des Spiels. Selbige hat einen recht eigenen Look mit leicht comic-artigen Elementen und unterscheidet sich im Grunde wohltuend von der Masse. Die Umgebungen wirken sehr abwechslungsreich und farbenfroh, wobei vor allem die sanften Übergänge zwischen einzelnen Gebieten hervorstechen. Die gezeigten Umgebungen wissen zu gefallen, allerdings werden sich natürlich auch hier sicherlich ähnlich wie bei 'World of WarCraft' die Geister scheiden. Negativ fiel uns beim Anspielen das noch häufige Aufpoppen von Objekten und Gebäuden in Abhängigkeit der Sichtweite auf, was aber im Rahmen der Betaphase noch optimiert werden dürfte. Für den Soundtrack des Spiels ist Jesper Kyd verantwortlich, der bereits in Spielen wie 'Hitman' oder 'Freedom Fighters' sein Scherflein beigetragen hat.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Eins kann man 'Spellborn' sicherlich nicht vorwerfen, nämlich dass es bei den Genre-Größen abkupfert. Im Gegenteil, in vielen Bereichen geht das Spiel gänzlich andere Wege, sei es bei der Ausrüstung oder dem originellen Kampfsystem. Auch visuell weiß das Spiel mit seinem eigenen Look trotz nicht ganz frischer Version der 'Unreal'-Engine durchaus zu gefallen und der Versuch, Spielern lieber Story als nur stumpfes Grinding zu bieten, ist mehr als willkommen nach endlosen Stunden des Farmens in 'WoW' & Co. Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler Performance, Serverleistung und Netcode in den Griff bekommen, denn diese Aspekte können für das eher actionlastige Kampfsystem schnell den Tod bedeuten. Ob 'Spellborn' schlussendlich wirklich an der Krone der „Großen“ kratzen kann, bleibt zweifelhaft, aber zumindest solche Spieler, die mal etwas anderes wollen als simple Einsteiger-Kost, dürften an dem Titel ihre Freude haben.

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