Preview - The Chronicles of Spellborn : Erste Einblicke ins MMOG

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Mal etwas anderes – statt für einen Entwicklerbesuch immer über den großen Teich zu gondeln oder in Paris und London herumzutollen, verschlug es uns diesmal ins europäische Flachland, genauer gesagt nach Den Haag in den Niederlanden. Dort gibt es nicht nur Coffee-Shops, Windmühlen und blonde „Meisjes“, sondern auch das Entwicklerstudio, das derzeit am MMORPG 'The Chronicles of Spellborn' werkelt. Im stylischen Internet-Café The Game Syndicate verwöhnten uns die Entwickler nicht nur mit kühlen Getränken, sondern auch einer ausgiebigen Präsentation samt Anspiel-Gelegenheit.

Bevor wir ins eigentliche Spiel einsteigen, wollen wir erst mal ein paar Informationen loswerden. 'The Chronicles of Spellborn' ist nämlich schon recht weit fortgeschritten. Bereits am 21. März soll – wenn nichts dazwischenkommt – die Closed Beta starten, gefolgt von einer offenen Betaphase Ende April. Als Release ist derzeit der Juni 2007 angepeilt, zumindest in Europa und Asien. Ein Termin für die USA steht noch aus, dort sind noch Publisher-Verhandlungen im Gange. Spellborn NV hat sich jedenfalls einiges vorgenommen, denn im ersten Jahr will man in Europa 500.000 Spieler begeistern und in Asien gar zwei Millionen.

Fantasy im Trümmerhaufen

Bei der Welt von 'Spellborn' kommt eine Art postapokalyptisches Fantasy-Setting zum Einsatz. Die ursprüngliche alte Welt wurde im Rahmen eines deftigen Kataklysmus zerstört und besteht im Wesentlichen nunmehr aus schwebenden Scherben, die völlig unterschiedlich gestaltet sind. Bewohnt wird diese Welt von lediglich zwei Rassen, den Menschen und den Daevi, die sich in fünf Fraktionen, allesamt Bestandteil einer Enklave, organisiert haben. Was aber nicht heißt, dass sich diese Fraktionen immer so ganz grün sind, denn es kommt immer wieder zu Interessenkonflikten. Reisen zwischen den Scherben werden durch so genannte Shard-Ships ermöglicht, wobei ihr wahlweise wohlbehütet in der teuren Kabine schlummert oder aber an Deck auf Abenteuer hofft, welche die Reisen auflockern.

Als Spieler erwartet euch das übliche Prozedere beim Einstieg in ein MMORPG – nämlich einen Charakter bauen. Wie ihr schon ahnt, gibt es zunächst nur zwei Rassen in der Spielwelt, jeweils mit weiblichen und männlichen Vertretern. Schon die Charaktererstellung macht klar, dass Spellborn NV stark auf Individualisierung setzt. Nicht nur, dass ihr euren Charakteren eine unterschiedliche Statur verpassen könnt, es gibt zudem Optionen für Kopf, Haare, Tattoos und sogar Stimmen. Hinzu kommt eine wahre Unmenge an Kleidung, Rüstungen und Waffen, die bereits von vornherein auswählbar sind, nebst Farbvarianten. Damit zeigt sich, dass Spellborn schon mal einen Aspekt anders behandelt als die Konkurrenz: Attribute für Rüstungen, Waffen oder Kleidung gibt es nicht – zumindest nicht in der gewohnten Form mit +5 Stärke, +20 Ausdauer oder Ähnliches.

Drei mal drei macht neun

Drei Klassen habt ihr zu Beginn eurer Heldenkarriere zur Auswahl – Warrior, Spellcaster und Rogue, wobei später jeweils drei Unterklassen hinzukommen. Der Blood Warrior kann mit Freund oder Feind eine Verbindung eingehen, um Schaden zu reduzieren oder gar zu reflektieren. Der Wrathguard erlangt zusätzliche Kräfte durch Geister, die von ihm Besitz ergreifen und auch für eine ganze Gruppe wirken können. Der Furyhammer ist hingegen ein fixer Nahkampfkrieger, der schnell sehr viel Schaden austeilen kann. Bei der Spellcaster-Klasse erwartet euch zunächst einmal der Rune Mage. Dabei handelt es sich um einen offensiven Magier, der zudem Runen zur Stärkung seiner selbst und der Gruppe zeichnen kann. Der Ancestral Mage versteht sich darauf, unterschiedliche Wesen herbeizurufen, die an seiner Seite kämpfen. Der Void Seer beherrscht nicht nur einige Buffs, sondern kann vor allem gegnerische Magie unterbinden.

Bleibt noch die Rogue-Klasse: Der Trickster ist schnell und wendig und kann unterschiedliche Gadgets gegen seine Gegner einsetzen. Der Dead Hand hingegen setzt auf heftige Gifte und Tränke, welche dem Gegner über einen längeren Zeitraum Schaden zufügen. Schlussendlich haben wir noch den Skinshifter. Selbiger kann nicht nur seine Gestalt verändern, sondern auch hohen Schaden austeilen. Was dabei gleich ins Auge fällt, ist, dass es keine eigentliche Heilerklasse im Spiel gibt. Stattdessen verfügt jede Subklasse über Fähigkeiten, die dabei helfen können, die Gruppe am Leben zu halten, zum Beispiel durch entsprechende Runen, Geistwesen oder Apparaturen. Ein nicht ganz uninteressantes Konzept, denn gerade Spieler, die in die zumeist undankbaren Heilerklassen schlüpfen, sind in MMORPGs sehr rar, was hierdurch möglicherweise recht effektiv umgangen wird.

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