Test - Tesoro Spectrum Ascalon : Kostengünstiger Nager mit vielen Funktionen

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Der Hardware-Hersteller Tesoro kommt aus dem asiatischen Raum und bietet im Bereich von Tastaturen, Mäusen und Headsets oftmals günstigere Alternativen als die Konkurrenz an. Die Ersparnis beläuft sich zwar meist nur auf wenige Euro, aber wenn die Qualität stimmt, hat man mehr für das Sparschwein über. Ob Performance und Preis stimmen, testen wir anhand der Tesoro Spectrum Ascalon.

Beim ersten Ausprobieren der Maus setzte sich unweigerlich ein billiger Ersteindruck fest. Der Nager ist sehr leicht, was ihn theoretisch perfekt für schnelle Spiele macht. Doch das geringe Gewicht scheint vor allem an dem genutzten Material zu liegen: dünnes Plastik. Insbesondere die zusätzlichen Tasten erhärten diese Empfindung. Die normalen Maustasten machen ebenfalls keinen hochwertigen Eindruck. Sie lassen sich sehr leicht drücken und bieten keinen Widerstand.

Täuscht der erste Eindruck?

Als Nächstes fällt die Ergonomie auf. Tesoro hat sich anscheinend viele Gedanken zum Design und zur Anordnung gemacht. Glücklicherweise hinterlässt die Ergonomie einen positiven Eindruck. Die Hand schmiegt sich gut an die Maus an und größere Pranken können komplett auf ihr abgelegt werden. Links verfügt die Maus über eine kleine Aussparung für den Daumen, damit er anliegt und nicht mit über das Maus-Pad rutscht. Die Tasten sind zudem allesamt gut erreichbar und reagieren schnell.

Der verbaute Sensor erreicht bis zu 6.400 dpi und ist für den normalen Nutzer damit völlig ausreichend. Mehr als 2.500 dpi verwenden ohnehin die wenigsten Spieler, da der Zeiger ansonsten wild hin und her springt. Obwohl die Konkurrenz mittlerweile mit Werten wie 16.000 dpi wirbt, fällt dieser Unterschied im Alltag nicht auf.

Alle sieben Tasten sind mit der Software frei einstellbar. Wer möchte, kann also auch die Funktionen der linken und rechten Maustaste ändern. Darüber hinaus kann man Makros erstellen, die auf Knopfdruck abgespielt werden.

Des Weiteren sind in der Maus ein Prozessor sowie ein eigener Speicher verbaut, damit beispielsweise Klickgeschwindigkeit oder Beschleunigung eingestellt und auf der Maus gespeichert werden können. Dazu kommt die RGB-Beleuchtung, die mittlerweile schon Standard ist. Das Mausrad und das Logo auf der Oberseite des Nagers werden in verschiedenen Farben beleuchtet. Da aber bei Benutzung die eigene Hand fast immer draufliegt, sieht man die Leuchtspielerei selten.

Beim Spielen ist die Ascalon ein zuverlässiger Begleiter, insbesondere bei aktuellen Titeln wie Battlefield 1. Sie gleitet geschmeidig über das Maus-Pad und ist dank ihrer Leichtfüßigkeit und des punktgenauen Sensors für Shooter gut geeignet. Durch ihre Ergonomie kann sie außerdem im Alltag bequem eingesetzt werden, sie fühlt sich nicht wie eine typische Gamer-Maus an. Der Ersteindruck kann also täuschen!

Greift zu, wenn...

… ihr eine preiswerte Maus zum Zocken und Arbeiten sucht und euch nicht an der wenig berauschenden Optik stört.

Spart es euch, wenn...

… ihr bei einer Maus auf maximale Qualität in allen Belangen Wert legt.

Fazit

Julian Laschewski - Portraitvon Julian Laschewski
Der erste Eindruck täuscht

Obwohl die Maus zu Beginn einen billig verarbeiteten Eindruck hinterließ, überzeugt sie in Sachen Performance und Software. Sie reagiert flott und punktgenau in Spielen und ist dank der Ergonomie auch im Alltag überaus nützlich. Die Tasten sind durchdacht angeordnet und schnell erreichbar. Dank des eingebauten Speicher-Chips kann man zudem im Spiel die Profile wechseln, ohne die Software aufrufen oder aktiv haben zu müssen. Einzig das dünne Plastik und das kostengünstige Aussehen schmälern die Freude an dem Nager. Dafür stimmt der Preis. Derzeit kostet sie bei Amazon knapp 40 Euro.

Überblick

Pro

  • vielseitige Maus dank Speicher-Chip
  • sieben frei programmierbare Tasten
  • RGB-Beleuchtung
  • frei einstellbare Abtastrate
  • sehr guter Sensor

Contra

  • nur für Rechtshänder geeignet
  • macht einen billigen Eindruck

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