Test - TERA : Bildschöne Fließbandarbeit

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Das neue MMORPG der koreanischen Blue Hole Studios erregte bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit. Dafür sorgte vor allem die überaus sehenswerte Verwendung der Unreal-3-Technologie, gepaart mit den ersten Gehversuchen eines etwas ungewöhnlicheren Kampfsystems. Nun ist der Titel endlich erhältlich und natürlich stellt sich die Frage, ob TERA mit der üppig wuchernden MMO-Konkurrenz mithalten kann.

Nach einem netten Intro über die derzeitige Situation der Fantasy-Spielwelt Arborea landen wir da, wo wir immer landen, wenn wir ein MMORPG beginnen: bei der Charaktererstellung. Und schon fängt ein wenig das Bauchgrummeln beim westlichen Spieler an. Sieben Rassen werden uns vor die Nase gesetzt, darunter Menschen und die wuchtigen Amani, aber eben auch die dicken Popori, die ein bisschen wie überfressene Pandas wirken, die püppchenhaften Elin sowie die androgynen Hochelfen. Das ist schon etwas Geschmackssache, aber immerhin ist auch wirklich für fast jeden Geschmack etwas dabei.

Warum wir bei unseren Abenteuern in Arborea zu einem hohen Prozentteil weibliche Charaktere in der Spielwelt entdecken, wird ebenfalls schnell klar. Die Damenwelt der Rassen zeigt sich kurvenreich und leicht bekleidet und augenscheinlich glotzen nicht wenige Spieler lieber auf einen kurvigen und neckisch hüpfenden Popo als auf einen kugeligen Popori-Hintern. Immerhin, egal welche Rasse und egal ob männlich oder kurvenbetont – es gibt eine Menge Optionen, um das Aussehen der eigenen Spielfigur anzupassen. Acht Klassen stehen zur Auswahl, darunter drei Nahkampfklassen vom Lanzer als Tankklasse bis zum tödlichen Berserker. Drei Magieklassen leisten den Klingenträgern Gesellschaft, reine Zauberer, eine Hybridklasse und eine Heilerklasse. Den Abschluss bildet der Bogenschütze als Fernkämpfer.

Kunterbunt und wunderschön

Egal welche Rasse, es gibt nur ein Startgebiet, wobei ihr noch die Wahl habt, mit den Inseln der Dämmerung ein Quasi-Tutorial-Gebiet zu absolvieren, wo ihr die einzelnen Klassen auf Level 20 ausprobieren könnt. Dann geht es mit Level 1 in die eigentliche Spielwelt und die ersten Aufgaben warten auf uns. Die Spielwelt zeigt sich sogleich unerwartet farbenfroh und kunterbunt, aber auch mit ungemein viel Fantasie und Liebe zum Detail entworfen. Das zieht sich durch das ganze Spiel, das immer wieder mit bildschönen Umgebungen und beeindruckender Architektur überrascht. Ob lauschige Küsten, grünes Farmland oder eisige Gebirgsregionen – TERA hat definitiv etwas fürs Auge zu bieten und wir staunen, was die Koreaner alles aus der Unreal-3-Technologie herauskitzeln.

TERA - Video Review
TERA ist ganz klar eines der schönsten MMORPGS der letzten Jahre. Aber reicht eine schicke Optik heutzutage noch aus. Wie sieht es mit dem Kampfsystem und dem E

Diese Stärke des Spiels beschränkt sich nicht nur auf die Umgebungen, auch Charaktere, NPCs, Gegner und andere Lebewesen werden sehr detailverliebt in Szene gesetzt. Lediglich die Laufhaltung der Charaktere wirkt zuweilen etwas merkwürdig und wenn einem unterm wippenden Röckchen die Unterwäsche entgegenleuchtet, ist das schon etwas fragwürdig. Was die Gegner, Monster und Tiere der Spielwelt angeht, fragt man sich unwillkürlich, welche Pillen die Entwickler vor dem Zeichnen eingeworfen haben. Selten sah man derart abgefahrenes Viehzeug in einem MMORPG. Und selten so großes, denn immer wieder warten so genannte BAM (Big Ass Monster) auf euch. Dazu aber später mehr. Als Schwäche zeigt sich eigentlich nur das hässliche Aufpoppen von NPCs, Gegnern und Objekten in einem viel zu nahen Bereich.

Monotonie vor schöner Kulisse

Inhaltlich wirkt TERA auf den ersten Blick klassisch. In Siedlungen und Camps warten NPCs mit Ausrufezeichen über dem Kopf darauf, von uns angesprochen zu werden. Gelbe Symbole stehen für normale Aufgaben, orange für die Handlungsquests. Besagte Handlung zieht sich in mehreren Strängen durch das gesamte Spiel, geht aber zuweilen ein wenig unter, da mittels Textfenstern sehr unspektakulär erzählt. Sporadisch werden die Geschichten durch hübsche, aber schwach vertonte Zwischensequenzen etwas aufgepeppt. Das ist ein wenig schade, denn wenn man sich die Mühe macht, die Texte auch mal zu lesen, dann entdeckt man, dass die Geschichte an sich gar nicht so übel ist. Angenommene Quests wandern ins Journal, wo ihr per Klick auf Schlüsselbegriffe Markierungen auf den Karten aktiviert, was euch das Auffinden von NPCs, Gegnern und Objekten erleichtert.

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