Test - Team Fortress 2 : Klassiker im neuen Gewand

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Bekannte und neue Karten

Nicht nur an den Klassen wurde viel verbessert und balanciert, auch einige alten Karten haben modifiziert einen Weg in 'Team Fortress 2' gefunden. „2fort“ haben wir bereits angesprochen. Die Karte sieht jetzt verdammt gut aus und strotzt richtig vor Details. „Well“ gehört ebenso zu den Klassikern, allerdings wurde die Karte stark geändert. Anstatt Geheimdokumente im CTF-Stil zu klauen, kämpfen beide Seiten jetzt um Kontrollpunkte. Dann gibt es da noch Karten, in denen die Teams abwechselnd nur verteidigen oder nur Angreifer spielen dürfen. Sind die ersten beiden Punkte A und B eingenommen, so wird die finale Schlacht um Punkt C freigegeben. Als vierte Spielvariante mit bisher nur einer einzigen Karte ist uns das Duell unter die Augen gekommen. Die passende Karte ist allerdings viel zu simpel mit jeweils zwei Spawnpunkten und einer Kampfarena in der Mitte. Dort wird sich ordentlich gefetzt, es geht nur darum, wer die meisten Punkte macht. In unseren Augen der langweiligste Spielmodus. Zu der absoluten Anzahl an Karten können wir leider auch nur wenig sagen, weil in den letzten Tagen, auch während der Beta, immer wieder neue hinzugekommen sind. Insgesamt vermissen wir aber noch die eine oder andere wichtige Karte und leider sind auch nicht alle bisher verfügbaren Karten so detailverliebt umgesetzt wie „2fort“ oder „Well“.

Seine Faszination zieht 'Team Fortress 2' jedoch nicht nur aus dem durchdachten und motivierenden Spielprinzip, sondern auch aus dem ganz eigenen Grafik- und Animationsstil. Jede Klasse sieht anders aus, bewegt sich geschmeidig und der Comicstil passt perfekt zu dem selbstironischen Ganzen. Auch die Sprachausgabe zaubert das eine oder andere Grinsen ins Gesicht. Vom Pyro versteht man kein einziges Wort, weil die Gasmaske alles verschluckt. Medics sprechen Deutsch mit amerikanischem Akzent, Soldiers sind die aggressiven Amerikaner und Heavy-Weapons-Guys die grobschlächtigen Russen. Das alles passt so wunderbar zusammen, dass man 'Team Fortress 2' einfach lieb haben muss. Ein letztes Wort müssen wir allerdings über die entschärfte deutsche Version verlieren. Während der Rest der Welt Blut und Körperteile zu Gesicht bekommt, wenn es einen Spieler zerlegt, werden deutschen Spielern Ersatzteile und Spielzeuge vorgesetzt. Wenn man sich daran gewöhnt hat, dann entwickeln Zahnräder und Gummienten ihren ganz eigenen Charme und passen sogar viel besser zum Stil des Spiels.

Fazit

von Dennis Hartmann
Ich liebe es! Ich liebe es! Ich liebe es! Danke Valve, dass ihr einen meiner All-Time-Favourites wiederbelebt habt. Der Wegfall der Granaten ist verziehen, denn ich habe eingesehen, dass sie dem guten Balancing zum Opfer gefallen sind. Zwar fällt ein wenig Raffinesse raus, weil die Freaks nicht mehr mit perfekten Granatensprüngen protzen können, dafür ist das Spiel mehr denn je für jedermann gut spielbar. Etliche Stunden habe ich schon damit verbracht und es werden mit Sicherheit noch viele, viele mehr. Wer mit dem Grafikstil nichts anfangen kann, darf gerne fünf Fanboypunkte abziehen.

Überblick

Pro

  • Klassiker wiederbelegt
  • sinnvolle Änderungen
  • sehr gutes Balancing
  • liebevolle und komische Aufmachung
  • läuft auch auf älteren Rechnern

Contra

  • Auswahl der Karten noch ein wenig dürftig
  • Qualität der Karten schwankt

Wertung

  • PC
    89
    %

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