01.09.2012 - Andreas Ludwig
Der Markt dürstet nach Tablets, die sekundenschnell zum Notebook mutieren können. Einige Unternehmen verfolgen dieses Konzept bereits mit Android-Geräten, vor allem Asus gilt mit seiner Transformer-Serie als einer der Vorreiter. Zum Schreiben längerer Texte kann an die Transformer-Tablets eine Dockingstation angesteckt werden, in der sich neben einer Tastatur und dem Touchpad weitere Anschlüsse und ein Zusatzakku befinden.


Asus' Android-Flaggschiff Transformer Prime Infinity:
HD-Display (1.920 x 1.200), starke Leistung und Dockingstation
Zum Verkaufsstart von Windows 8 gibt es diese praktischen Hybriden in zwei Ausführungen. Auf der teuren Schiene fahren vollwertige Tablet-PCs mit Windows 8 und PC-Hardware als Ultrabook-Gegenstück, während die herkömmlichen Android- und iOS-Tablets von günstigeren Geräten mit Windows RT angegriffen werden sollen. Microsofts Surface erscheint sowohl als Tablet-PC als auch als Tablet, wird aber auf harte Konkurrenz stoßen.
Nahezu jeder große Tablet-Hersteller wird nämlich eine Windows-Ausführung bestehender und neuer Tablet-Serien veröffentlichen. Zwar zieren sich noch ein paar Hersteller, ihre Geräte auf der IFA zu zeigen, aber auch sie werden bis Ende Oktober noch folgen. Die Bildschirmdiagonale liegt meistens bei 10 Zoll, gelegentlich auch größer, aber selten kleiner. Die PC-Varianten mit PC-Hardware setzen fast durch die Bank auf eine Dockingstation. Bei den Windows-RT-Tablets tauchen neben Hybriden auch Geräte ohne optionale Anstecktastatur auf.
Echte Tablet-PCs mit Tastatur gibt es schon seit vielen Jahren, oft aber nur in sehr hohen Preislagen und dicker als Ultrabooks. Windows 8 und der Tablet-Trend sollen dem alten Konzept nun Beine machen, werden zunächst wohl aber über 1.000 Euro kosten. Gemeinsam haben sie einen Intel-Prozessor aus der Ivy-Bridge-Generation mit zwei Kernen, vier Threads und mindestens 1,8 GHz Takt. Topmodelle verfügen über einen Turbomodus, also über eine automatische Übertaktung auf bis zu 3 GHz.
Sonys 1,8 cm dickes und 1,3 kg schweres Vaio Duo 11 ähnelt optisch Microsofts Surface, legt das Konzept des Hybriden aber etwas anders aus. Der 11-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) wird über Scharniere fest mit der beleuchteten Tastatur verbunden, ein Abnehmen der einklappbaren Unterschale ist also nicht möglich, weshalb es näher an das Konzept eines Ultrabooks rückt. Trotzdem kann das Vaio Duo 11 aufgrund der Slider-Technik als Tablet genutzt werden, auch wenn es ein wenig dicker ist. Dafür lässt sich der Bildschirm über eine Schiene auf der Rückseite fahren, bis er flach mit seinem Rücken auf der Tastatur aufliegt. Auch eine Eingabe per mitgeliefertem Stift ist möglich.
Technisch setzt das Gerät auf die übliche Hardware für hochpreisige Versionen, außerdem befinden sich zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie ein VGA- und ein HDMI-Ausgang auf dem Gerät, genauso wie ein SD-Kartenleser, Bluetooth, Netzwerk, WLAN und zwei Kameras (vorne und hinten mit jeweils 2 MP und Full-HD). Herzstück ist ein für mobile Geräte optimierter Ivy-Bridge-Prozessor mit zwei Kernen, vier Threads, mindestens 1,8 GHz Takt und integrierter HD4000-Grafik. Unterstützt wird die Recheneinheit von 4 oder 8 GB DDR3-SDRAM mit 1.600 MHz Takt. Als Flash-Speicher werden 128 oder 256 GB eingepflanzt. Das günstigste Modell mit dem i3 3217U, 4 GB RAM und 128-GB-SSD kostet 1199 Euro, für die Version mit dem zweitschnellsten Prozessor i5 3317U, 4 GB RAM und 128 GB Speicher werden 1.399 Euro fällig. Beide sollen Ende Oktober verfügbar sein.
Das 2 cm dicke Satellite U920t nutzt die gleiche Slider-Technik wie Sonys Vaio Duo 11. Es kann also auch in ein dickeres Tablet verwandet werden, indem der Bildschirm auf die Tastatur geschoben wird. Toshiba verbaut einen 12,5 Zoll großen Bildschirm mit einem IPS-Panel, aber nur 1.366 x 768 Pixeln Auflösung. Hinter dem Multi-Touch-Panel verbergen sich wie beim Vaio Duo 11 ein moderner Intel-Prozessor mit HD4000-Grafik aus der Ivy-Bridge-Generation, bis zu 8 GB DDR3-Arbeitsspeicher und bis zu 256 GB Speicherplatz. Aufgrund des größeren Bildschirms fällt auch das Gewicht mit 1,45 kg höher aus, obwohl Toshiba auf ein leichtes Magnesiumgehäuse setzt.
Das Tablet kann schnell und wie üblich im laufenden Betrieb vom Tablet zum Notebook und umgekehrt umgewandelt werden. Insgesamt verfügt das U920t über zwei Kameras (1 Megapixel Front, 3 Megapixel Rückseite), zweimal USB 3.0, einen HDMI-Ausgang, einen Kartenleser (SD) sowie WLAN (b/g/n), Bluetooth und LAN. Für den Klang sollen Stereolautsprecher sorgen. Das Gerät wird im vierten Quartal mit Windows 8 64 Bit zu einem noch nicht genannten Preis erhältlich sein. weiter...
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Kommentare zu Windows-Tablets
Also ich bin was die Softwaretastatur(aka Touch) angeht bei meinem Acer recht zufrieden.Mußte zwar die Empfindlichkeit aufs höchste einstellen, vorher ging mein Pen den ich dazugekauft habe garnicht aber tippen mit den Griffeln ist schon super.Ich zocke auch mit dem Tablet, nie große Probs gehabt, selbst bei Physik/Puzzlegames wo es auf die Genauigkeit sehr ankommt.
@Evonics da geb ich dir Recht aber man bekommt auch mit beiden Geräten schon mal mit wenn das andere fehlt und wie gesagt mit dem Laptop war ich generell glücklicher aber das ist ohnehin imho, ich persönlich finde Hybrid sehr interessant aber es bleibt schon irgendwie eine Nische rein von meinem Gefühl.
@amigafreak Apple hat aber genau darum weil diese Hybrid Geräte nicht richtig passen eben kein Gerät vorgestellt, es gibt ein Dock fürs iPad und ein Ultrabook mit dem Air das müsste doch reichen, andererseits verschläft vlt gerade Apple den Trend und Hybrid wird der kommende Hit, who knows?
Aber bei einem geb ich dir Recht mehr als 3 Sätze am Touchbildschirm ist ein Horror egal was die Leute sich manchmal einreden, physikalische Haptik ftw!
Ich frage mich jetzt rein persönlich ob der Mainstream dieses Feature wirklich braucht oder will wenn selbst Nerds wie ich schon keinen echten Grund sehen.
Da du beides hast, sehe ich auch keinen Grund das DU die Hybriede vermissen solltest. Jedoch denke ich das viele Leute (unter anderem mein Vater plus einige Freunde) die über eine PC Neuanschaffung nachdenken sich für einen Hybrieden entscheiden würden.
Denke das sie die Tastatur schön zu Hause Nutzen werden aber wenn sie unterwegs sind um zum Beispiel jemanden nur Bilder oder ein aufgenommen Video zu zeigen es Ideal ist einfach den Bildschirm abnehmen und mitnehemen.
So muss man sich nicht ein reinen Tablet plus ein Notebook/PC kaufen.
naja...wenn Apple sowas auf den Markt gebracht hätte, dann hätten alle sofort "Revolution" geschrien. Im Endeffekt denke ich schon das sowas Massentauglich sein kann wenn man bedenkt wie viel sich zu ihrem iPad irgendeine klapprige Tastatur dazu kaufen weil sie merken das die Bildschirmtastatur eben doch nicht so prall ist wenn man wirklich mal was anderes machen will als nur surfen und spielen. Schon allein das schreiben einer E-Mail mit mehr als 3 Zeilen ist ein Murks mit diesen Bildschirmtastaturen.
Wollte mir das Asus Transformer Prime mit Android holen aber Asus war zu dumm für ordentliche Preise oder ausreichend Vorräte zu sorgen.Das Gerät war lange garnicht verfügbar und als es dann verfügbar war wollten die Händler einfach lächerliche Preise(habe mir dann ein Acer Iconia Tab A510 geholt).Das Feature des Transformer Prime mit der Dockingstation war schon verlockend aber wenn ich mal ganz ehrlich bin brauch ich sowas nicht und pflichte da meinem Vorredner bei.Ich glaube solchen Features wird letztlich mehr Zukunft zugeschrieben als sie wirklich haben, das braucht doch keiner wirklich dauerhaft.
Dokumente kann ich auch auf meinem Acer Tablet ohne Dockingstation oder Windowskram gut bearbeiten, wenns was größeres ist gehe ich sowieso an einen richtigen PC und schleppe nicht so ein Teil mit mir rum.
Obwohl ich dahiem ein iPad und Macbook habe bin ich nie in die Versuchung gekommen mein Laptop auseinander zureißen weil ich "gerade" nur das Display brauche.
Ich frage mich jetzt rein persönlich ob der Mainstream dieses Feature wirklich braucht oder will wenn selbst Nerds wie ich schon keinen echten Grund sehen.