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Supreme Ruler: Cold War - Review

Wer sich im Genre der Strategiespiele etwas besser auskennt, dem dürfte der Name Supreme Ruler ein Begriff sein. Es handelt sich dabei um eine Serie des Entwicklers Battlegoat Studios, von der bereits zwei Episoden erschienen sind. Mit dem neuesten Ableger Cold War wechselt zwar das Szenario, doch an der Spielmechanik ändert sich prinzipiell nicht viel. Nach wie vor bekommt ihr einen sehr komplexen Mix aus Strategie, Taktik und Simulation vorgesetzt, der einiges an Einarbeitungszeit benötigt.

Nichts für Grünschnäbel

Und gerade dieser Aspekt ist auch einer der größten Kritikpunkte bei Supreme Ruler: Cold War, auf den wir schon zu Beginn unseres Tests eingehen wollen. Das Spiel bietet unglaublich viel Tiefgang: Ihr könnt nahezu jede einzelne Komponente beeinflussen und bestimmen. Dabei agiert ihr in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel der Diplomatie, der Spionage und natürlich auch der Wirtschaft. Es ist einerseits überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Spiel komplex gestaltet ist – im Gegenteil.

Allerdings sollte ein gewisses Maß an Zugänglichkeit gewährleistet sein. Und genau das ist in diesem Fall nicht gegeben. Es gibt keine Tutorials und man weiß bei einem Großteil der verfügbaren Aktionen eigentlich nicht, was sie bewirken. Zwar werden euch einige Berater an die Seite gestellt, die euch Tipps geben oder sogar aktiv unter die Arme greifen. Doch das dürfte Einsteigern nicht sonderlich helfen, da sie von der schieren Menge an Daten und dem Mikromanagement erschlagen werden.

Supreme Ruler: Cold War - Tutorial Trailer #7: Commodities

Strategieprofis hingegen betreten mit jeder Partie von Supreme Ruler: Cold War ein kleines Schlaraffenland. Wer ausreichend viel Zeit – und wir meinen wirklich verdammt viel Zeit – mitbringt, kann sich wochenlang in den Menüs austoben. Die Aktionsmöglichkeiten sind ebenso interessant wie vielfältig. So könnt ihr beispielsweise mit diplomatischem Geschick mehrere Länder gegeneinander aufbringen, während ihr als lachender Dritter den Erfolg abstaubt. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab, die Balance zwischen den Einheiten funktioniert prima. Doch Vorsicht: Wer eine Großoffensive plant, sollte seine Wirtschaft stets im Auge behalten. Ansonsten steht man plötzlich mit einem dicken Loch in der Haushaltskasse und leeren Kornspeichern da.

Kalter Krieg oder bunte Mischung

Entscheidet ihr euch für den Kampagnenmodus des Spiels, übernehmt ihr wahlweise die Kontrolle über die Sowjetunion oder die USA. Ihr spielt dann die Epoche des Kalten Krieges mit allen wichtigen historischen Aspekten nach: Korea-Krieg, Wettrennen zum Weltraum, Atomwaffen etc. Zudem gibt es eine Art Sandkastenmodus, bei dem ihr euch auch für andere Nationen entscheiden könnt, es jedoch etwas am spannenden Rahmen der Kampagne mangelt.

Apropos Mangel: Von der Präsentation des Spiels dürft ihr nicht allzu viel erwarten. Okay, Strategiespiele dieser Art leben ohnehin nicht von einer tollen Grafik mit aufwendigen Effekten. Dennoch wirkt die Optik stellenweise arg altbacken und detailarm. Selbiges gilt für die Klangkulisse, die etwas mehr Abwechslung bieten könnte. weiter...

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Kommentare zu Supreme Ruler: Cold War

  • SR

    Hab den Teil leider noch nicht, aber den Vorgänger in der Gold Version. Also ich stimme dem Test zu - für einen Hardcorestrategen ist es genial, wenngleich ich im Vorgänger durch Diplomatie an einem bestimmten Punkt mit der ganzen Welt Frieden schliessen konnte *grübel* und dadurch einen Allianzsieg "erzwungen" habe! Na ja, den Teil lege ich mir auch noch zu.
    paradox veröffentlicht übrigens am Laufenden Band Grossstrategiegames wie den Supreme Ruler. Man denke nur an Hearts of iron oder das geniale Europa Universalis oder das wirklich kultverdächtige Crusader Kings 2. Also es gibt bei Paradox bzw. Gamersagte jede Menge von solchen Nicht-Casualgames, die auf eine kleine aber (man kann schon sagen) elitäre Spielergemeinschaft zielt. Ein andere Vertreter in der Branche ist Matrix Games. Sollte ein Hardcorestratege auch kennen, besonders, wenn er Wert auf das Referenzspiel im 4x-Genre ist: Distant Wolrds Legends. ;-) Ist zwar sehr teuer, dafür jeden Cent wert - und sieht aus, als würde es aus den 90ern stammen.

  • Entgegen deiner Äußerung hast du das Fazit sowie die Pro/Contra-Liste offenbar nicht gelesen. Nicht jeder Strategiespieler ist Hardcore-Spieler, eher ein sehr kleiner Anteil, und die werden mit dem Spiel vielleicht glücklich. Genau das steht ja auch im Fazit. Aber es gibt nun mal nur eine Wertung unter einem Test und damit kann man es nicht allen recht machen. Wir müssen uns da halt einigermaßen an einem "durchschnittlichen Spieler" orientieren, alles andere steht dann im Text.
    Ich möcht mal die Kommentare von Nicht-Hardcore-Spielern lesen, wenn wir ne 85 drunterschreiben, die sich das Teil freudestrahlend deswegen kaufen und dann nach ner halben Stunde frustriert in die Ecke werfen. Irgendwo muss man halt einen Mittelweg finden und die Kombination (!) Text-Pro/Contra-Fazit-Wertung sollte da eigentlich ausreichend sein, dass sich ein Leser ein eigenes Bild machen kann.

  • Wenn ich das Fazit lese und dann die Wertung, ja dann könnt ich kotzen...

    Ohh da kommt mal kein casual Titel....oh mein Gott, als Spieler muss ich am Ende ja noch das Handbuchlesen und verdammt, ich schaffe es nicht in 3 Std beim Abspann zu sein.

    Ey Leute ganz ehrlich, bei so Tests muss man sich nicht wundern wenn nur noch Casual-Mainstream-Scheiße auf den Markt kommt.

    Da kommt mal ein echter Strategietitel , der den Namen auch verdient mit ordentlich Tiefgang und Spielmechanik. Und der hat sich nach den 90ern nicht zu nem handlungsunfähigen Legasteniker mit schöner Verpackung (Grafik) entwickelt, sondern ganz im Gegenteil mal die Möglichkeiten des Spielers erweitert.

    So Titel wie den gibets kaum noch, lediglich Paradox als Publisher released mal ab und an was in der Richtung.

Informationen zu Supreme Ruler: Cold War

Titel:
Supreme Ruler: Cold War
System:
PC
Entwickler:
BattleGoat Studios
Publisher:
Paradox Interactive
Genre:
Strategie (Echtzeit)
USK/PEGI:
Ab 12 Jahren / 7+
Spieler:
Offline: 1-16 / Online: 2-16
Release:
22.07.2011
Off. Seite:
Watchlist:
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Systeminfos:

PC

  • Minimum:
  • Zweikern-Prozessor
  • 1 GB Ram (Win XP), 2 GB (Win Vista / 7)
  • Grafikkarte mit 32 MB Videospeicher
  • 1 GB freier Fesplattenspeicher
  • DirectX 9.0c

Features:

PC

  • Sowjetunion, USA und andere Nationen spielbar
  • Ratgeber für jedes Ressort
  • Epoche des Kalten Krieges als Szenario
  • Kampagnen- und Sandbox-Modus
  • Mehrspieler-Partien für bis zu 16 Teilnehmer

Titel aus der Serie:

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