Test - Super Smash Bros. Brawl : Kult-Gekloppe in Partylaune

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Ganz einfach, oder?

Der Reiz des Titels ist die clevere Kampf-Engine: Eigentlich sind die Kämpfe simpel, denn schon nach wenigen Sekunden fühlt man sich auch als Einsteiger pudelwohl: Mit einer Taste vollführt man Standardattacken wie Schläge, Tritte und Combos, eine weitere Taste ist für Special-Angriffe zuständig. Ebenfalls wichtig ist die Shield-Funktion, mit der man feindliche Hiebe abwehrt. Der Teufel liegt allerdings wie so oft im Detail: Jede Figur besitzt andere Angriffe, die sich wiederum in Distanz, Härte, Bewegung und sonstigen Eigenschaften unterscheiden. Aber auch die Duellanten unterscheiden sich - klar, dass ein Schwergewicht anders agiert als ein Leichtmatrose. Darüber hinaus lassen sich jeder Figur ein beachtliches Moves-Arsenal entlocken, wenn man die wenigen Angriffs-Buttons mit Richtungseingaben kombiniert - so vollführt ihr unter anderem besonders starke Angriffe. Des Weiteren lassen sich Attacken wiederum zu Combos kombinieren. Besonders wichtig sind die Smash-Moves: Diese Sonderangriffe zehren massiv an der Energie-Anzeige des Feindes und werfen ihn oft in die Luft.

Wie besiegt ihr überhaupt einen Feind? Meistens geht es darum, den Gegner über den Arena-Rand zu kloppen. Setzt ihr einen Angriff, steigt die feindliche Prozentanzeige - gleichzeitig wird der Feind stärker in die Luft schleudert, je höher der Wert ist. Entsprechend spannend können Duelle ausfallen, sobald beide Kontrahenten eine hohe Prozentzahl besitzen. Und ebenfalls logisch, dass die Smash-Moves nicht selten das Zünglein an der Waage sind. Es gibt aber auch Kämpfe, in denen es einfach darum geht, die gegnerische Prozentleiste per Attacken mehrmals auf Null herabzusetzen, ohne selbst ins Gras zu beissen. Darüber hinaus finden sich einige Modi und Stages, die besondere Zielvorgaben aufweisen.

Die Extras spielen in allen Gefechten eine wichtige Rolle. Per Zufallsgenerator fallen Extra-Items in die Stages, die es aufzuklauben gilt. Sie erhöhen beispielsweise die Energie oder verbessern sonst den Kämpfer. Andere Items sind Waffen, die ihr kurzzeitig in das Feld führen könnt. Ihr schlagt etwa mit einem Laserschwert zu, nutzt den Smash-Ball für besonders gravierende Smash-Attacken, lasst Excite-Bikes über den Bildschirm rasen, seid per 'Mario'-Stern unverwundbar, ballert mit einer Kanone rum, holt den 'Donkey Kong'-Hammer raus oder zaubert mit dem 'Kirby'-Stab. Auch bei den Item gilt, dass viel altbekanntes Zeugs um einige neue Gegenstände ergänzt wurden.

Gemeinsam, alleine, gegeneinander - aber wie?

Das Thema "Steuerung" ist auf Wii ja ein ganz heisses Eisen. Zum einen erwarten viele User eine bewungsintensive Kontrolle, andererseits macht das nicht bei allen Games wirklich Sinn und klappt oft nicht so toll. Das scheint auch den Entwicklern klar zu sein, denn 'Super Smash Bros. Brawl' kommt mit einer eher konservativen Steuerung daher. Anstatt wilde Wii-Experimente zu wagen, steuert sich das Party-Beat'em Up am besten auf die althergebrachte Weise: Ihr schliesst einfach einen Classic-Controller oder einen GameCube-Pad an die Konsole an und nutzt die Tastenbelegung, wie man sie aus dem Vorgänger her bestens kennt. Das funktioniert am besten und macht am meisten Spass. Trotzdem wurde dem Titel zwei Steuerungsvarianten mittels Wiimote spendiert. Entweder ihr schlagt euch nur mit der seitlich gehaltenen Wiimote durch die Gefechte und müsst Smash-Attacken per Controller-Rütteln auslösen, oder aber ihr verwendet Wiimote plus Nunchuk und habt so etwas mehr Buttons zur Verfügung. Beide Wiimote-Versionen sind brauchbar, wenn auch sehr gewöhnungsbedürftig.

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