Test - Super Princess Peach : Super Princess Peach

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Frauen-Power: Im neuesten DS-Abenteuer ist nicht etwa der weibliche Hochadel der ’Mario World’ dem gierigen Bowser in die Fänge geraten, sondern Vorzeige-Springinsfeld Mario persönlich. Also muss sich diesmal Princess Peach zu einer Rettungsaktion aufmachen – mit Erfolg?

Prinzessinnen-Retter?

Verkehrte Welt! Diesmal ist nicht etwa der weibliche Hochadel der ’Mario World’ dem gierigen Bowser in die Fänge geraten, sondern Vorzeige-Springinsfeld Mario persönlich. Zusammen mit Luigi wird der schnauzbärtige Klempner nun auf der Vibe-Insel gefangen gehalten.

Retter-Prinzessin!

Für Prinzessin Peach ist nun die Zeit gekommen, sich bei Mario für vergangene Rettungsakte zu revanchieren. Zusammen mit ihrem sprechenden Regenschirm Parry macht sie sich nach Art eines klassischen 2D-Jump'n'Runs auf die royalen Socken, um die acht Landstriche der Vibe-Insel nach verschleppten Toads zu durchforsten und schließlich Mario und Luigi zur Flucht aus Bowsers Villa zu verhelfen. In dem auf Anhieb als verkappte ’Super Mario’-Episode erkennbaren Hauptteil des Spiels dirigiert ihr das aufbrausende Blaublut also traditionell per Tasten und Steuerkreuz durch kunterbunte Levels.

Mit den Waffen einer Frau

Witzigerweise gerät das ausgeprägte Temperament der verwöhnten Prinzessin hierbei zum wesentlichen Spielelement: Auf dem Touchscreen sind vier Gemütszustände eingeblendet, die durch Druck auf das entsprechende Symbol wie Naturgewalten über Gegner hereinbrechen oder zur Lösung simpler Rätsel hilfreich sind: Ein feuriger Wutausbruch schmilzt Eis oder brennt hölzerne Hindernisse nieder, bei einem Traueranfall animieren Sturzbäche an Tränen Pflanzenkeimlinge zum Wachsen oder lassen stillgelegte Wasserräder rotieren, während ein Freudentaumel einen Wirbelwind erzeugt, auf dem die Prinzessin in höhere Level-Sphären vorstoßen kann. Die vierte Stimmungslage – Sanftmut – dient lediglich zur Regeneration verloren gegangener Herzteile, die die Lebensenergie der Protagonistin darstellen.

Knirps und Co.

Überhaupt gibt sich ihre Majestät ein wenig stilvoller als ihr männliches Gegenstück und macht sich selbst nur selten die Finger schmutzig. Die niedlichen Gegner laden zwar eher zum Knuddeln als zum Prügeln ein, bekommen aber dennoch beherzt ihren Kopf besprungen oder einen Schwinger mit dem Schirm verpasst. Außerdem ist es möglich, Koopa, Gumba und Co. mittels des verzauberten Schattenspenders aufzuheben und zu werfen. Strebt eure Temperamentsanzeige hingegen gen null, lasst ihr Parry aufgenommene Widersacher einfach verspeisen – jeder vertilgte Gegner füllt die Leiste wieder ein wenig auf.

Zwischen den einzelnen Spielstufen dürft ihr gefundene Taler in einem Laden gegen zusätzliche Energie eintauschen oder in neue Moves ummünzen, um anschließend beispielsweise Parry zum Gleiten zu benutzen oder einen beherzten Bodenstampfer ausüben zu können, der nahe Gegner aus dem Konzept bringt. Witzige Endgegner, gut versteckte Puzzleteile und die eingestreuten Stylus-Minispiele runden die Suche nach den je drei Toads pro Level gelungen ab.

Fazit

von Alexander Bohn
Nicht nur für Mädels: Trotz des milden Schwierigkeitsgrades und der plüschrosa Aufmachung dürfen auch die Herren der Schöpfung gern Hand an dieses durchdachte und größtenteils unterhaltsame Jump'n'Run alter Schule legen.

Überblick

Pro

  • hübsche Animationen
  • witziges Emotionsfeature
  • gut bemessener Umfang
  • größtenteils tolles Leveldesign …

Contra

  • … das ab und an aber auch langweilt
  • zu einfach
  • DS-Features nur bei Dreingaben wirklich genutzt

Wertung

  • DS(i)
    82
    %

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