Preview - Super Mario Odyssey - E3 Vorschau : Da fliegt die Mütze vor Freude

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Mario ist ja DAS Aushängeschild von Nintendo. Das Maskottchen ist wohl die bekannteste Videospielfigur aller Zeiten und sorgt mit jedem seiner Auftritte für spaßige Stunden vor der Konsole. Doch dass Mario in einem richtig großen Jump'n'Run à la Super Mario Galaxy einen Einsatz hatte, ist schon ein Weilchen her. Das wird sich im Oktober ändern, wenn Super Mario Odyssey erscheint. Auf der E3 in Los Angeles konnte ich Marios Switch-Abenteuer anspielen.

Zwei Level konnte ich bei Nintendo auf der E3 anzocken. Zum einen durfte ich das Sand-Königreich erkunden, zum anderen einen Ausflug in das urbane Setting einer New-York-ähnlichen Stadt wagen. Hier trifft der klassische Mario auf eine ganz neue Welt, die man selber als Spieler auch noch nie so in einem Mario-Spiel sah.

Als allererstes sah ich mir das Sand-Königreich an. Dieses Areal dürfte den Fans des Trailers zu Super Mario Odyssey durchaus bekannt vorkommen. Die Wüstengegend ist durchzogen mit Eisblöcken, die den Bewohnern Sorgen machen. Wir als Mario müssen dem natürlich auf den Grund gehen. Doch als ich mich in einem kleinen Dorf am Anfang dieses Abschnitts umschaue, finde ich erst mal einen Laden. Hier kann ich mit meinen verdienten Münzen einkaufen. Gleich fällt auf, dass es in Mario nun zwei Währungen gibt. Schlägt auch hier der Microtransactions-Teufel zu? Zum Glück nicht.

Bei Super Mario Odyssey gibt es die üblichen, goldenen Münzen, die ihr einsammelt. Mit diesen könnt ihr euch in Läden zum Beispiel ein neues Outfit kaufen. Oder eine Vergrößerung eures Lebensbalkens, den Mario in diesem Spiel hat. Aber es gibt auch Münzen, die nur in dem Königreich, in dem sie gefunden werden, ausgegeben werden können. Hiermit könnt ihr dann ebenfalls neue Outfits oder Items kaufen.

Doch genug aus dem Reich des Shoppings. Ich will euch vor allem erzählen, was sich grundlegend am Spielprinzip von Mario ändert. Und da gibt es durchaus große Eingriffe. Das größte Feature ist natürlich eine Mütze, die Mario nun Frisbee-mäßig durch die Gegend werfen kann. Mit dieser könnt ihr Feinde erledigen. Tatsächlich erwischte ich mich dabei, dass ich so gut wie keinen einzigen Gegner mit einem Sprung auf den Kopf platt machte, sondern lieber meine Mütze wild in der Gegend rumwarf.

Doch die Mütze ist nicht nur dazu da, Gegner wie die Goombas zu erledigen, bei manchen Feinden übernehmt ihr diese automatisch. Als ein Kugel-Willy auf mich zuflog, warf ich ihm meine Mütze entgegen und plötzlich war ich eben jener Kugel-Willy und flog durch die Luft. Das mag anfänglich etwas ungewöhnlich wirken, hat aber ein unglaubliches Potenzial. Als Kugel-Willy ist es mir nämlich möglich plötzlich, Orte zu erreichen, die mein normaler Mario nie gesehen hätte. Und genau hier kommt ein weiterer Pluspunkt ins Spiel: Die Level von Mario sind groß.

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Natürlich wird es auch in den Leveln von Super Mario Odyssey offensichtliche als auch weniger offensichtliche Ziele geben. Ein Blick auf eine neu eingeführte Minikarte zeigt mir dass die Areale groß und durchaus weitläufig sind. Und sie laden zum Erkunden ein. Ihr könnt euch sicher sein dass es hier jede Menge Dinge abseits des offensichtlichen Pfades zu entdecken gibt. Und genau hier kommt eben auch Marios Mütze ins Spiel. Dadurch, dass ihr immer wieder Gegner und Gegenstände übernehmen könnt, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Als ich in New Donk City eine Rakete entdeckte, konnte ich diese dank der Mütze übernehmen und landete in einem komplett neuen Abschnitt des Levels.

Doch die Mütze kann noch mehr. Wenn ihr sie von euch schleudert, könnt ihr diese durch das Halten der Wurftaste vor euch auf der Stelle schweben lassen. Dann könnt ihr die Mütze als temporäre Plattform benutzen und so ebenfalls an Stellen kommen, die mit einem einfachen Sprung nicht erreichbar wären. Allerdings muss man den Sprungknopf dann mit dem gleichen Daumen drücken, der auch schon die Wurfknopftaste drückt. Daran muss man sich erst mal gewöhnen.

Super Mario Odyssey - Fazit von Felix von der E3 2017
Felix konnte sich auf der E3 2017 in L.A. bereits Super Mario Odyssey ansehen. Hier sein Fazit zum Spiel.

Das neue Mario-Spiel spielt aber tatsächlich auch ein wenig mit der Vergangenheit der Serie. Wie bei The Legend of Zelda: A Link between Worlds konnte ich Mario von einer 3D-Figur zum klassischen 8-Bit-Mario verwandeln, indem ich durch eine grüne Röhre lief, die an der Seite eines Turmes angebracht war. Nun lief ich in 2D an den Wänden entlang und erlebte richtiges Retro-Feeling. Selbst das gekaufte Outfit wurde in die zweite Dimension übertragen.

Kommen wir aber nun zu den Sachen, die mich leider weniger begeistert haben: Das Stadt-Level und die technische Seite des Spiels. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dieses reale Stadt-Szenario und Mario nicht zusammenpassen. Es wirkt für mich wie ein krasser Stilbruch - auch wenn das Level schon durchaus versucht charmant zu sein. Pauline ist hier die Bürgermeisterin und auch dieses Level ist vielfältig und lädt zum Erkunden ein. Leider fällt hier aber auch die etwas schwache Technik des Spiels auf. Super Mario Odyssey läuft leider nur in 720p. Gerade das Kantenflimmern sticht besonders ins Auge und sorgt für ein sehr unruhiges Bild.

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