Test - Super Mario Maker : Baumeister gesucht!

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Die Idee eines Editors für Mario-Level ist nicht neu. Seit mehreren Jahren gibt es bereits Programme, mit denen ihr ROMs von nahezu allen Mario-Spielen modifizieren und so eure Träume ausleben könnt. Bisher waren jene aber immer nur von Drittentwicklern verfügbar. Zudem ist das Thema ROMs und Emulation eine rechtliche Grauzone. Nun nimmt Nintendo jedoch das Zepter selbst in die Hand und liefert mit dem Super Mario Maker ein eigenes Werkzeug für die Wii U. Die Möglichkeiten scheinen unendlich.

Der Super Mario Maker besteht aus zwei Teilen. Zum einen erhaltet ihr einen riesigen Editor, mit dem ihr aus verschiedenen Mario-Epochen eigene Level erstellen könnt. Zum anderen dürft ihr Kreationen anderer Spieler spielen und bewerten. Beim ersten Start kommt ein Tutorial, in dem das Level 1-1 aus Super Mario Bros. nachgebaut werden muss. Es ist erstaunlich, wie schnell und intuitiv der erste Bauprozess von der Hand geht.

Hallo, Mario Paint!

Der Editor kann komplett mit Stylus oder Finger bedient werden. Mithilfe eines Rasters messt ihr beim Erschaffen eures Levels die Abstände zwischen Objekten oder Plattformen. Die Menüführung erinnert stark an Mario Paint für das Super Nintendo. In einer Leiste oberhalb des Bildschirms findet ihr all eure Blöcke und Gegenstände, die ihr in eure Kreation einbauen könnt. Unter dem Ausschnitt eurer Stage befindet sich eine Fortschrittsleiste, mit der ihr das Level länger oder kürzer zieht. Eine Rakete löscht auf Knopfdruck eure bisherige Landschaft, durch einen Druck auf das Hundesymbol macht ihr eure letzte Aktion rückgängig. Selbstverständlich lassen sich Dinge per Knopfdruck kopieren und beliebig oft einfügen.

Es dauert nur ein paar Minuten, bis das Bausystem komplett in Fleisch und Blut übergegangen ist. Während des Platzierens von Gegenständen begleiten euch immer wieder typische Super-Mario-Geräusche. Insgesamt stehen euch fünf Pakete mit jemals zwölf verschiedenen Gegenständen zur Verfügung. Dazu gehören Gegnertypen wie die Koopas, Goombas oder Bowser, aber auch Power-ups wie der Pilz, der Stern oder die Feder.

Meist beginnt ihr damit, ein Grundgerüst für euer Level zu bauen. Danach platziert ihr verschiedene Feinde. Wollt ihr, dass ein Fragezeichenblock einen Pilz enthält, setzt ihr zunächst den Block. Dann nehmt ihr euch einen Pilz und zieht ihn in den Block hinein. Nun erhält der Spieler beim Auslösen des Blocks einen Pilz. Mit einem Tippen auf beliebige Objekte zieht ihr sie größer oder kleiner.

Super Mario Maker - Spielen oder Bauen TV-Spot
Hier könnt ihr euch einen neuen Werbespot zum kommenden Wii-U-Titel Super Mario Maker ansehen.

Durch diese Drag-&-Drop-Funktion entstehen ganz neue Möglichkeiten. Ihr könnt etwa sämtliche Gegnertypen in Blöcken verstecken. Ein Gegner ist euch zu klein? Füttert ihn einfach mit einem Pilz im Editor und er wird größer. Selbst nach mehreren Stunden des Bauens und Ausprobierens entdeckt man noch neue Möglichkeiten oder hat eine neue, unfassbar abwegige Idee. Nur in seltenen Fällen ist dieser Einfall dann nicht umsetzbar.

Welche Epoche darf es sein?

Insgesamt habt ihr vier verschiedene Stile zur Auswahl: Super Mario Bros. und Super Mario Bros. 3 vom NES, Super Mario World vom SNES und New Super Mario Bros. U von der Wii U. Je nach Spiel verändert sich beim Spielen des Levels das Verhalten von Mario. Am deutlichsten wird dieser Unterschied durch die Flugmöglichkeit. Während ihr mit dem Blatt aus dem dritten Teil nur kurze Zeit durch die Luft fliegt, schwebt Mario in Super Mario World mit der Feder längere Zeit empor. Die Dynamik eines erstellten Levels kann sich so durch einen Klick komplett ändern.

Aus jedem Spiel werden euch sechs verschiedene Hintergründe angeboten. So könnt ihr beispielsweise aus Oberwelt, Unterwelt und Bowsers Schloss wählen. Während des Bauprozesses lässt sich jederzeit auf "Spielen" drücken. Dadurch bekommt ihr die Möglichkeit, eure bisherige Kreation auszuprobieren. Auf Wunsch ruft ihr euch einen Bewegungsverlauf eurer Spielfigur auf, um eventuelle Fehler im Bauprozess auszubessern.

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