Test - Super-Bikes Riding Challenge : Super-Bikes Riding Challenge

  • PC
Von Kommentieren

Der Name Milestone steht für jahrelange Erfahrung im Rennspiel-Genre. Nun servieren uns die Italiener mit 'Super-Bikes Riding Challenge" einen weiteren Titel für den PC, der euch auf den Sattel mehrerer Höllenmaschinen setzt. Taugt das Spiel wirklich was?

Wo Milestone draufsteht, steckt meist auch einiges an Fahrspaß drin. Nicht zuletzt mit Spielen wie 'Evolution GT' haben sie in der Vergangenheit bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Bei 'Super-Bikes Riding Challenge' brettert ihr allerdings mit nur zwei statt vier Rädern über den Asphalt. Rund 40 verschiedene PS-Schleudern stehen während des Spiels zur Verfügung. Von der spritzigen Hornet aus dem Hause Honda bis hin zur mächtigen Suzuki GSXR 1000 ist nahezu alles an Straßenmaschinen vorhanden, was Rang und Namen hat. Wie schon in anderen Titeln der Vergangenheit steht auch bei 'Super-Bikes Riding Challenge' ein hohes Maß an Realismus im Vordergrund. Wer bisher noch nie ein Motorradspiel zu Gesicht bekommen hat oder sich wenig mit den Zweirädern auskennt, sollte sich zunächst im Tutorial mit den Grundlagen vertraut machen. Dazu gehört u. a. auch der gezielte Umgang mit Vorder- und Hinterradbremse, was speziell kurz vor Kurven viel Fingerspitzengefühl erfordert. Der Simulationsgrad lässt sich zwar im Optionsmenü ein wenig runterschrauben, doch gerade Anfänger sollten sich darauf einstellen, dass ihr Bike zumindest anfangs öfter im Kiesbett liegt als ruhig auf der Straße. Ein Gamepad ist für die Steuerung die optimale Lösung, da die Tastatur-Variante nicht immer sonderlich exakt arbeitet.

Der letzte Kick fehlt

Die Fahrschule einmal hinter euch gebracht, entscheidet ihr euch entweder für die Trophy-Meisterschaft oder den Karrieremodus. Erstere versetzt euch in eine Art Superliga, die mit zahlreichen Fahrern gefüllt ist. In Letzterem dürft ihr einen Akteur mit individuellen Talenten ausstatten und euch somit quasi einen Fahrer maßschneidern – zumindest ansatzweise. Das alles klingt nicht mal schlecht und ist vor allem für Profis ebenso herausfordernd wie spaßig. Allerdings gibt es einige Kritikpunkte, die den Gesamteindruck sichtlich trüben. Die Gegner-KI ist alles andere als vielseitig: Sie zu überholen ist nicht sonderlich schwer, Abschüttelmanöver gelingen hingegen nicht mehr so einfach. Das Niveau schwankt einfach zu stark. Das gilt übrigens auch für die Präsentation der zahlreichen Strecken, die euch u.a. nach Berlin oder über den Assen-Kurs führen. Abgesehen von euren Rivalen bewegt sich nichts auf dem Bildschirm, sodass ihr euch mehr oder weniger durch sterile Asphaltschlangen quält – Atmosphäre kommt nur spärlich auf.

Nett anzuschauen

Grafisch läuft das Spiel auf einem ordentlichen Niveau. Die Motorräder wurden mit viel Liebe zum Detail erstellt und sehen ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Zwar ist die Auflösung im Vergleich zur PS2-Version höher, doch spürbar hübscher wird das Spiel davon nicht – da wäre etwas mehr drin gewesen. Etwas mager ausgefallen ist der Motorensound der eigentlich mächtigen Maschinen.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Wer auf Motorräder steht und sich mit dem anspruchsvollen Handling anfreunden kann, darf gerne einen Blick riskieren. Insgesamt wirkt die Präsentation jedoch zu steril, was vor allem der Rennatmosphäre sichtlich schadet.

Überblick

Pro

  • realistisches Fahrverhalten
  • umfangreicher Fuhrpark
  • detaillierte Modelle

Contra

  • sterile Strecken
  • schwankende Gegner-KI
  • Handling sehr anspruchsvoll
  • magere Motorensounds

Wertung

  • PC
    68
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel