Test - Summoner 2 : Summoner 2

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Nach dem durchaus positiven Echo auf 'Summoner' für PS2 und PC überrascht es nicht, dass nun bereits ein zweiter Teil um die Gunst der Rollenspieler buhlt. Dabei haben die Entwickler das Spielprinzip komplett umgekrempelt und deutlich actionlastiger werden lassen. Ob diese Neuerungen 'Summoner 2' zu einem richtigen Tophit machen und ob PS2-Fans mit RPG-Faible zugreifen sollten, erfahrt ihr hier.

Summoner 2
Das mystische Intro.

Eine Prophezeiung
Bereits das Intro von 'Summoner 2' beginnt mystisch: eine weite dürre Wüste, durchschritten von einer in einen Kutte gehüllten Gestalt. Diese hebt eine unscheinbar wirkende Kugel auf, belebt diese mittels Zauber und setzt sie in den Sand – sofort wächst ein magischer Baum, dessen Früchte die riesige Wüste sogleich in ein herrliches fruchtbares Land verwandeln. Doch die paradiesische Atmosphäre dauert nur wenige Sekunden, denn plötzlich zieht ein großer Sturm auf, der den magischen Baum zerstört. Ein Traum, eine Vision oder eine Vorausdeutung? Auf jeden Fall setzt die Handlung mitten auf dem stürmischen Meer ein, wo ein königliches Schiff von Piraten geentert wird. An Bord ist Maia, die Königin von Halassar. Sie ist auf der Suche nach einem wichtigen Buch, das ihr von einer Bediensteten gestohlen wurde. Zunächst muss sie sich allerdings mit den Piraten herumschlagen, was in Form eines kleinen Tutorials abläuft.

Summoner 2
Der Gefängniskomplex mit Foltermaschinen.

Wie unschwer zu erraten ist, nimmt Maia die Position des Hauptcharakters in 'Summoner 2' ein. Wer den ersten Teil dieser Rollenspielreihe gespielt hat, dürfte zunächst seinen Augen nicht trauen. Denn die Handlung des neuen Spiels ist nicht nur 20 Jahre nach 'Summoner' angesiedelt, sondern bietet auch eine komplett neue Story mit neuen Charakteren, so dass ihr wohl oder übel auf bekannte Gesichter – zumindest was die Hauptcharaktere angeht – verzichten müsst und auch gänzlich andere Gebiete bereist, die nun weitaus farbenprächtiger und orientalischer wirken als noch beim mittelalterlich tristen Fantasy-Szenario des Vorgängers. Eine weitere Neuerung ist, dass die Summon-Monster zwar noch vorhanden sind, aber nun direkt vom Spieler gesteuert werden können. Der Grund hierzu liegt bei Königin Maia, die auf den Spuren einer mysteriösen Prophezeiung ist: Sie ist die Reikarnation einer Gottheit, die für Frieden sorgen soll. Doch was die Heldin genau machen muss, um ihre Pflicht zu erfüllen, bleibt zunächst unklar, wobei sich ihre Suche nach Hinweisen wie ein roter Faden durch die Story von 'Sumoner 2' zieht. Ein wichtiger Anhaltspunkt scheinen große Runensteine zu sein, die zu einer seltsamen Veränderung bei Maia führen, wenn sie sich auf diese stellt. Sie erhält die Gabe, sich auf Knopfdruck in ein mächtiges Monster zu verwandeln, welche mit den zahlreichen Gegnern deutlich weniger Mühe haben als Maia in ihrer menschlichen Gestalt.

Summoner 2
Stealth-Mission mit Sangaril.

Taktisches Hau-Drauf
Doch nicht nur in punkto Story und Aufmachung hat sich einiges geändert, sondern auch beim Kampfsystem. Denn hier erwarten euch actionlastige Echtzeit-Kämpfe, die zunächst reichlich simpel erscheinen: ihr braucht bloß die Viereck-Taste zu triggern und schon schlägt Maia mit ihrem Schwert zu. Drückt ihr genügend schnell, setzt sie dem Feind mit einem Combo zu, der allerdings dem Gegner kurz die Möglichkeit gibt, selber zuzulangen. Was sich sehr simpel anhört und sich zunächst auch so spielt, ist aber in Wahrheit doch deutlich komplexer ausgefallen, was vor allem am Schwierigkeitsgrad liegt – schon die ersten Gegner können euch hart zusetzen, euch auf den Boden werfen und mit einer harten Attacke gleich einen Grossteil der Energie klauen. Besonders fies ist aber, dass die Gegner oftmals gleich im Multipack auftauchen – nicht selten müsst ihr euch mit einem halben Dutzend Feinden gleichzeitig anlegen. Klar, dass da schnell Chaos entsteht, aber immerhin könnt ihr mittels Gedrückthalten des L2-Buttons einen einzelnen Widersacher anvisieren. Um gegen die schwierigen Feinde anzukommen, empfiehlt es sich außerdem, einen Angriff ganz genau zu timen, zu versuchen, dem Gegner in den Rücken zu fallen, im richtigen Moment per Tastendruck zu decken oder mittels Knopfkombinationen spezielle Angriffe auszuführen.

 

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