Test - Stronghold: Crusader : Stronghold: Crusader

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Letztes Jahr im September brachten die FireFly Studios ihr Erstlingswerk 'Stronghold' auf den Markt und feierten damit einen Riesenerfolg. Ähnlich komplex wie 'Anno 1602' oder 'Age of Empires 2', jedoch mit einer Mischung aus beiden Spielprinzipien, konnte die muntere Burgenbauerei samt Eroberung eine Vielzahl an Zockern überzeugen. Nun erscheint mit 'Stronghold: Crusader' nicht ganz ein Add-on aber auch kein wirkliches Sequel zum erfolgreichen Vorgänger.

Stronghold: Crusader
Unsere Burg hat inzwischen alle wichtigen Gebäude.

Da der Titel auch ohne 'Stronghold' spielbar ist, stellt sich die Frage, ob man das Spiel als Nachfolger ansehen soll. Jedenfalls basiert die Grafik immer noch auf der alten Engine und auch bei der Bedienung blieb alles beim Alten. Im Gegensatz dazu hat sich Gameplay jedoch stark gewandelt: Setzten die Entwickler beim Vorgänger noch auf eine durchdachte und umfangreiche Kampagne, sind nun aneinander gereihte Missionen angesagt, die durch ein bisschen Story-Gedöns zu vier kleinen Kampagnen mit jeweils fünf Aufträgen zusammengestrickt wurden. Des Weiteren gibt es einen Kreuzzug zu bestreiten, in dem ihr 50 Aufträge hintereinander erledigen müsst und dann euer spielerisches Geschick anhand der gebrauchten Zeit für die Missionen mit anderen Spielern vergleichen könnt. Natürlich dürft ihr einzelne Missionen noch einmal spielen, um die Gesamtzeit zu verbessern.

Stronghold: Crusader
Mauern bis zum Umfallen, lautet anscheinend die Devise des Kalifen.

KI-Spieler mit Charakter
Das eigentliche Prunkstück des Spiels ist jedoch eine Art 'Skirmish'-Modus, wie er bei fast allen neueren Strategiespielen ja schon üblich ist. Bis zu sieben computergesteuerte Opponenten dürft ihr auf die mitgelieferten Karten verteilen. Auch alte Bekannte aus 'Stronghold' sind wieder vertreten, wie zum Beispiel die Schlange, das Schwein oder der Wolf. Jeder Charakter hat dabei seine eigene Spielweise, die sich konsequent durch alle Missionen zieht. Richard Löwenherz baut zum Beispiel sehr koordiniert und schnell, so dass es keinen verwundert, dass dessen Burg schon nach kurzer Zeit einer längeren Belagerung standhält. Andere Gegner sind dagegen eher aggressiv und greifen euch schon nach wenigen Minuten an. Falls ihr damit Probleme habt, könnt ihr euch durch Erhöhung eures Startguthabens gegenüber euren Widersachern leichte Anfangsvorteile verschaffen. Ihr könnt aber auch Teams bilden und mit mehreren KI-Verbündeten gegen die besonders schweren Gegner in den Kampf ziehen oder vernichtet umgekehrt im Alleingang eine Vielzahl an Feinden. Für die entsprechenden Karten ist schon gesorgt, so dass sich für fast jede erdenkliche Kombination auch eine entsprechende Karte mit den richtigen Startpunkten findet.

Stronghold: Crusader
Zu fast allem könnt ihr euch eine Erklärung anzeigen lassen.

Schaffe, schaffe, Karten bauen!
Wem die Karten jedoch trotz aller Vielfalt nicht genügen, der kann sich im Editor selbst seine Welten zusammenbauen. Wie schon im Vorgänger bastelt ihr euch Landschaften, in denen ihr später sogar im Internet gegen andere spielen könnt. Hier setzen die FireFly Studios wie gewohnt auf den Gamespy-Spielebrowser. Hier gelten dieselben Regeln wie im 'Skirmish'-Modus gegen den Computer. Die neuen Einheiten werden dabei das besondere Zünglein an der Wage spielen. Wer die neuen Truppen geschickt einzusetzen weiß, wird am Anfang sicherlich kleine Vorteile haben. Der Meuchelmörder zum Beispiel ist für den Gegner bis zu dem Zeitpunkt unsichtbar, in dem er schon angreift. Des Weiteren kann er Burgmauern hinaufklettern und den eigenen Einheiten das Tor öffnen und euch somit einen großen taktischen Vorteil verschaffen.

 

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