Test - Stronghold Crusader: Extreme : Burgenbau mit Retro-Faktor

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Vor sechs Jahren erschien mit 'Stronghold Crusader' die Fortsetzung des im Jahr zuvor erschienenen Burgbauklassikers 'Stronghold'. Schon damals wurden die nicht zeitgemäße Grafik und die Ausrichtung weg vom Burgenbau hin zum Kampf bemängelt, und so konnte das Spiel auch nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Nun steht 'Stronghold Crusader: Extreme' in den Läden. Ob es sich dabei um eine Neuauflage oder einen Nachfolger handelt und was denn nun so „extrem“ daran ist, könnt ihr in unserem Review nachlesen.

Alles beim Alten

'Stronghold Crusader: Extreme' besteht eigentlich aus zwei Spielen. Zum einen bekommt ihr das Original aus dem Jahre 2002 inklusive der hier zu Lande nicht erschienenen Erweiterung 'War Chest'. Zum anderen den getrennt startenden 'Extreme'-Part mit einer zwanzigteiligen Kampagne und eigenständigen Szenarien. Neu im 'Extreme'-Teil sind vor allem die Möglichkeit, bis zu 10.000 Einheiten im Spiel zu haben, und Spezialfähigkeiten, die während des Kampfes eingesetzt werden können. Doch da das Originalspiel auch dazugepackt ist, hier erst einmal eine Zusammenfassung, was denn alles beim Alten geblieben ist.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Echtzeitstrategiespielen drehte sich die 'Stronghold'-Reihe weniger um große Schlachten, starke Offensiven und ausgeklügelte Feldtaktiken, sondern setzte den Schwerpunkt mehr in Richtung Aufbau und Verteidigung einer Burg, komplexe Wirtschaftssysteme und Belagerungen. Zwar spielten in 'Stronghold Crusader' die Kämpfe eine größere Rolle, doch im Großen und Ganzen wart ihr in erster Linie immer noch Burgenbauer.

Für einen Echtzeitstrategietitel erstaunlich komplex waren und sind die Wirtschaftskreisläufe. So müsst ihr zum Beispiel nicht nur auf grünem Land (im Heiligen Land eher selten) Weizenfelder anlegen, ihr benötigt auch noch eine Mühle und einen Bäcker, um eure Untertanen mit Brot zu versorgen. Aus Untertanen macht ihr dann Krieger, die eure Burg verteidigen, so ihr denn die Rohstoffe habt, um diese aufzubauen. Das Spielprinzip ist einfach, aber trotzdem komplex und dank der eher defensiven Ausrichtung weniger hektisch als in anderen Strategietiteln.

Extrem heftig!

Doch spätestens in der 'Extreme'-Kampagne ist Schluss mit der Gemütlichkeit. Schon im ersten Szenario habt ihr nur wenige Minuten Zeit, Truppen auszuheben oder die Burg zu befestigen, bis ein übermächtiger Gegner diese einfach dem Erdboden gleichmacht. Hier wird klar, dass der Name Programm ist. Der Schwierigkeitsgrad ist tatsächlich so extrem hoch, dass selbst die erfahrensten 'Stronghold'-Veteranen mehrere Anläufe benötigen, um das Szenario zu gewinnen.

In späteren Szenarien stehen euch dann zum Glück einige Hilfsmittel zur Verfügung, die euch zumindest eine halbwegs reelle Chance lassen, den Gegner, der unglaublich schnell und stark angreift, zu besiegen. Der automatische Truppengenerator und vor allem die Spezialfähigkeiten können eine Schlacht doch noch zu euren Gunsten entscheiden. So wenig realistisch dies im Gegensatz zu den bisherigen 'Stronghold'-Titeln auch sein mag, bringen diese doch eine neue taktische Tiefe ins Spiel.

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