Test - Strange Brigade : Uncharted und Indiana Jones im witzigen Koop-Spaß

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Actionreiche Kämpfe gegen Untote, Mumien und andere Kreaturen: Darum geht es im Third-Person-Shooter Strange Brigade. Der entführt euch ins Ägypten der 30er Jahre und garniert seine Gefechte mit einer gehörigen Portion Humor sowie Rätseleinlagen. Ob das ausreicht, um langfristig an den Bildschirm zu fesseln?

Wer den Namen des Entwicklerstudios Rebellion hört, denkt sicherlich sofort an die Shooter-Reihe Sniper Elite. Doch das Team aus dem englischen Oxford hatte allem Anschein nach mal Lust auf etwas anderes: Heraus kam der Third-Person-Shooter Strange Brigade. Statt bierernst geht es diesmal deutlich unterhaltsamer zur Sache. Mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Koop-Gefechte und jede Menge abgedrehter Fähigkeiten stehen die Vorzeichen für eine wahre Actiongranate gar nicht schlecht. Das mussten wir uns einfach genauer ansehen.

Spezialtrupp meldet sich zum Dienst

Das Szenario von Strange Brigade macht schnell klar, dass sich Rebellion so weit wie möglich von der mitunter sehr düsteren Atmosphäre der Sniper-Elite-Spiele entfernen wollte. Stattdessen verschlägt es uns ins Ägypten der 30er Jahre. Dort erwacht nach mehr als 4000 Jahren die mächtige Hexenkönigin Seteki wieder zum Leben – und lässt gemeinsam mit ihrer Armee von Untoten keinen Stein auf dem anderen. Um die Bedrohung in den Griff zu bekommen, soll eine Gruppe von extravaganten Abenteurern und Helden vor Ort für Ordnung sorgen: die titelgebende Strange Brigade. Ein Hauch „Indiana Jones“, eine Prise „Die Mumie“ sowie abgedrehte Gefechte gegen Horden einbalsamierter Untoter und anderer Kreaturen – damit ist die Schlachtplatte für ein abenteuerliches Spektakel angerichtet.

Im Zentrum der insgesamt neun Levels umfassenden Kampagne stehen die vier höchst unterschiedlichen Mitglieder der Strange Brigade. Da wäre beispielsweise der Scharfschütze Frank Fairburne, der am liebsten mit seiner Westminster in den Kampf zieht. Deutlich weniger robust geht Professor Archimedes de Quincey zu Werke, der zwar ein Repetiergewehr mit sich trägt, aber auch gute Manieren vorweisen kann. Hinzu kommen die zähe Gracie Braithwaite sowie die Afrikanerin Nalangu Rushida. Letztere ist besonders flink unterwegs, kann ihren Gegnern Lebenskraft entziehen. Trotz ihrer Eigenheiten spielen sich die Charaktere in Grundzügen doch recht ähnlich. Das ändert sich erst durch Einsatz des magischen Amuletts.

Mit jedem besiegten Gegner lädt sich das verzauberte Kleinod ein Stückchen auf, bis ihr auf diese Weise eine von insgesamt vier Spezialfähigkeiten entfesseln könnt. So beschwört Nalangu beispielsweise einen verheerenden Feuerstrahl herauf während Frank Fairburne unter anderem auf eine Sturmattacke setzt, die sämtliche Gegner in die Höhe schleudert und für kleinere Explosionen sorgt. Diese Fähigkeiten sind meist effektvoll in Szene gesetzt und ziemlich durchschlagskräftig. Allerdings erweisen sich einige deutlich nützlicher als andere, was sich letztendlich im Balancing der Charaktere bemerkbar macht.

Strange Brigade - Launch Trailer
Wer sich Strange Brigade binnen 30 Tage nach dem Release am 28.08.18 holt, bekommt einen kostenlosen fünften Charakter im Koop-Shooter.

Graue Zellen statt glühender Läufe

Damit ihr nicht die gesamte Zeit über nur mit Ballern, Kämpfen und Zaubern beschäftigt seid, haben die Entwickler vereinzelte Rätseleinlagen eingestreut. Meist geht es dabei um verschlossene Türen, Gräber oder andere Hindernisse, die ihr eben nicht mit roher (Waffen-) Gewalt überwinden könnt. Stattdessen werden die grauen Zellen beansprucht: Die Rätsel reichen von simplen Schalteraufgaben bis hin zu Puzzles in Form von kleinen Memory-Partien oder Verschiebe-Tüfteleien (hat hier einer Pipe Mania gesagt?). Sonderlich herausfordernd sind die Passagen zwar nicht, bilden aber eine willkommene Abwechslung zur sonstigen Dauer-Action – insbesondere im Koop-Modus bereiten sie durchaus Spaß.

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Apropos Koop-Modus: Dieser ist der Star von Strange Brigade: Ihr könnt den Shooter zwar auch komplett solo durchzocken, doch der Unterhaltungswert steigt rapide an, wenn ihr gemeinsam mit bis zu drei Freunden gegen die Untoten-Armeen antretet. Sogar einige der Rätsel ändern sich, sobald mehrere Spieler aktiv sind. So wird aus einem ansonsten recht linearen Pfad plötzlich ein sich verzweigender Weg, bei dem Teamwork gefragt ist. Auch die Kämpfe erhalten im Koop-Modus mehr Tiefgang, da ihr eure Fähigkeiten aufeinander abstimmen und somit die zunehmend schwieriger werdenden Gegner besser in Schach halten könnt. Zwar wird es mitunter ziemlich unübersichtlich, wenn vier Spieler zeitgleich unzählige Untote ins Visier nehmen, doch der Spaßfaktor ist dabei trotzdem enorm hoch.

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