Test - Starfox Assault : Starfox Assault

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Nervige Lauferei

Bisher hört sich das alles noch sehr gut an, nicht wahr? Stimmt auch soweit, denn bis auf die bereits erwähnten Macken machen die Weltraumeinsätze durchaus Spaß. Ganz anders sieht es jedoch aus, sobald ihr auch nur einen Fuß auf den Erdboden setzt. Immer wieder steuert ihr Fox McCloud aus der Verfolgerperspektive durch Bodenmissionen. Das Waffenarsenal, das teilweise erst ausgebaut werden muss, ist dabei sehr reichhaltig. Vom Standardblaster über den Raketenwerfer bis hin zur Sniper Rifle ist eigentlich alles dabei, was das Kämpferherz begehrt. Ihr nehmt zahlreiche Feinde aufs Korn, weicht deren Angriffen mit geschickten Seitwärtsrollen aus und sucht meist nach irgendwelchen Maschinen oder Containern, die es zu zerstören gilt. Aufgrund des unübersichtlichen und eintönigen Leveldesigns kommt dabei allerdings nur kurzzeitig Spaß auf. Bereits nach wenigen Minuten stapft ihr mehr oder weniger lustlos durch die Areale und regt euch über nervige Feinde und missglückte Geschicklichkeitspassagen auf. Auch der Einsatz von Fahrzeugen und die an sich coolen Abschnitte auf der Tragfläche eines Jägers reißen da nichts mehr raus. Das Geschehen wirkt einfach zu uninspiriert und lustlos, als dass es über längere Zeit fesseln könnte. Das Potenzial für schmackhaftere Kost ist da, wird aber nicht mal ansatzweise genutzt. Wirklich schade, wenn man die Klasse der Vorgänger bedenkt. Auch die Multiplayer-Matches für bis zu vier Spieler scheitern gnadenlos an dem lahmen Arenendesign und der Unübersichtlichkeit, welche durch das Splitscreenverfahren nur noch weiter verstärkt wird. Nur Hartgesottene haben da noch Spaß, obwohl die Gefechte vom Prinzip her ganz nett gedacht sind.

Grafischer Rückschritt

Fast drei Jahre nach 'Starfox Adventures' konnte man sich natürlich vor allem grafisch den einen oder anderen Sprung nach vorne erwarten – Pustekuchen. Einzig die Weltraumgefechte sind recht ansehnlich in Szene gesetzt und trumpfen mit ein paar schicken Effekten auf. Aber auch hier trüben grobkantige Modelle und detailarme Texturen die anfängliche Euphorie. Noch schlimmer wird es dann bei den verkorksten Bodeneinsätzen. Fox und seine Kollegen sehen aus wie beim direkten Vorgänger, was so ohne weiteres eigentlich nicht zu erklären ist. Die Animationen gehen noch in Ordnung, doch mangelt es im Detail. Teilweise richtig übel wirken die lustlos zusammengeschusterten Gebäude und die Innenlevels. Verwaschene Texturen, schwachbrüstige Explosionen und aufpixelnde Gegner. Was haben sich die Jungs von Namco dabei nur gedacht? Soundtechnisch sieht es glücklicherweise etwas besser aus. Die Musikstücke sind zwar keine Meisterwerke, gehen aber gut ins Ohr und auch die Kampfeffekte klingen recht gut. Die Sprachausgabe gibt bis auf ein paar Ausnahmen ebenfalls kaum Grund zur Beanstandung.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Huch, das ging aber ziemlich daneben! Die Vorfreude auf ein neues ’Starfox’ war groß; umso größer war dann die Ernüchterung. Trotz der gefälligen Raumschlachten und den herausfordernden Bosskämpfen erreicht 'Starfox Assault' nur für kurze Zeit das Niveau der Vorgänger. Eine unübersichtliche Kameraführung, uninspirierte Bodenmissionen und die durchschnittliche Grafik sorgen dafür, dass Fox McCloud und seine Crew eine halbe Bruchlandung hinlegen. Die spielerischen Ansätze sind zwar gar nicht mal schlecht, doch es hapert bei der Ausführung – teilweise gehörig. Echte ’Starfox’-Fans dürfen ruhig einen Blick riskieren, aber alle anderen sollten lieber zur besseren Action-Konkurrenz greifen. Schade.

Überblick

Pro

  • spaßige Weltraumgefechte
  • herausfordernde Bosskämpfe
  • ansatzweise altes 'Starfox'-Flair

Contra

  • unübersichtliche Kamera
  • uninspirierte Bodenmissionen
  • lustloses Leveldesign
  • grafisch kaum über dem Durchschnitt

Wertung

  • GCN
    70
    %

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