Test - StarCraft II: Wings of Liberty : Strategie vom andern Stern

  • PC
Von Kommentieren

So ermittelt das System, welche Gegner ihr in Zukunft zugewiesen bekommt. Wem das Ranglistensystem egal ist, der trifft sich lieber mit Freunden zum Kräftemessen oder zockt gegen die Computergegner. Dank des eingebauten (Sprach-)Chatsystems findet ihr eure Freunde sehr leicht und chattet mit ihnen, egal in welchem Modus ihr gerade seid. Chat- und Spielgruppen lassen sich ebenfalls bilden. Wer will, kann sogar dank integrierter Facebook-Anbindung dort nach Mitspielern suchen.

Neues für die Protoss und Zerg

Im Mehrspielermodus zieht ihr wahlweise auch mit den Protoss und den Zerg in die Schlacht. Diese beiden Fraktionen haben einige neue Einheiten und Technologien hinzubekommen. So erzeugen Protoss-Drohnen jetzt Kraftfelder, die Bodeneinheiten aufhalten. Die Zerg-Schaben heilen sich nun in eingegrabenem Zustand und können so wieder schnell an Stärke gewinnen.

Es gibt noch viele weitere Verbesserungen, die alle drei Fraktionen betreffen. Insgesamt hat Blizzard das Verwalten der Basis und der Einheiten verbessert. Ihr wählt jetzt mehrere Gebäude gleichzeitig an, um übergreifend verschiedene Einheitenproduktionen zu starten, oder freut euch über Arbeiter, die automatisch mit dem Abbauen von Rohstoffen beginnen, sofern sie nahe genug dranstehen.

Was für eine Aussicht!

Nicht zuletzt hat sich auch etwas beim Terrain getan. Höher positionierte Einheiten haben nun einen deutlichen Reichweitenvorteil. So verteidigt ihr eure Basis viel leichter, wenn sie auf einem Plateau liegt. Allerdings gibt es jetzt auch Bodeneinheiten, die solche Höhen überwinden und die Basen leichter angreifen können.

Weitere Änderungen umfassen die Architektur der Mehrspielerkarten. An manchen Stellen ist das Terrain so angelegt, dass ihr Einheiten dahinter verstecken könnt. So fällt es dem Gegner schwerer, eure Truppenstärke einzuschätzen. Zudem hat Blizzard noch Überwachungstürme platziert, die euch mehr Übersicht über das Terrain geben, wenn ihr eure Einheiten daneben platziert.

Wem die vorgefertigten Karten nicht gefallen, der bastelt sich einfach selbst welche. Den mächtigen Karteneditor, der jedoch eine gewisse Einarbeitungszeit erfordert, startet ihr als separates Programm. Blizzard hat sogar ein eigenes Wiki angelegt, in dem ihr online alle Fähigkeiten des Editors nachschlagen könnt. Eure Werke dürft ihr selbstverständlich mit anderen online teilen. Auch in diesem Bereich ist also für jede Menge Material gesorgt, das euch endlos viele Stunden mit dem Spiel verbringen lässt.

Fazit

von Simon Biedermann
Zugegeben: Im Vorfeld war ich im Hinblick auf die Kampagne skeptisch. Schließlich gibt es nur die Terraner als spielbare Fraktion, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Doch schon nach den ersten Spielminuten waren meine Bedenken verflogen. StarCraft II entfaltet dasselbe Suchtgefühl, wie man es vom Erstling kennt. Fieberhaft optimiert ihr eure Produktionsprozesse, reagiert flexibel auf neue Ereignisse und versucht, den Gegner ein ums andere Mal zu übertrumpfen. Zudem sind die Missionen extrem abwechslungsreich, fast keine Aufgabe gleicht der anderen. Dank der glaubwürdigen Hintergrundgeschichte entfaltet sich eine geniale Atmosphäre, die durch die vielen liebevollen Details inner- und außerhalb der Missionen gestützt wird. Eure Motivation steigt in höchste Höhen und hält sich bis zum Ende der letzten Mission. Selten hat klassische Echtzeitstrategie so viel Spaß gemacht. Im Mehrspielermodus lassen sich ebenfalls zahllose Stunden verbringen, da die Spielbalance trotz neuer Einheiten erhalten geblieben ist. Blizzard hat ein echtes Meisterwerk abgeliefert.

Überblick

Pro

  • geniale Kampagne
  • kreativ gestaltete, extrem abwechslungsreiche Missionen
  • zahlreiche sinnvolle Neuerungen
  • glaubwürdige Charaktere und Geschichte
  • knapp 30 Stunden Spielzeit
  • mächtiger Karteneditor

Contra

  • kein LAN-Modus
  • teils schwache deutsche Synchronisation

Wertung

  • PC
    92
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel