Test - Starcraft: Ghost : Starcraft: Ghost

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  • Xbox
  • GCN
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Neben den Menschen mischen natürlich auch die Zerg mit. Hier halten die Aliens aber einige Überraschungen bereit und es ist nicht ganz so einfach, mal eben an einem Zerg vorbeizuschleichen. Die fiesen Monster nehmen nämlich euren Geruch wahr und folgen dieser Duftspur. Beim Kampf mit einem Hydralisken konnten wir uns zudem von ganz vielen weiteren Fähigkeiten überzeugen. So bringt es zum Beispiel nichts, mal eben eine Plattform hinaufzuklettern und die Aliens von oben anzugreifen. Ein Hydralisk denkt mit und klettert so mal eben die Leiter hinauf, um euch anschließend weiter zu jagen. Damit werden die Kämpfe besonders haarig, aber mit dem Vorteil der Slowdowns könnt ihr hier meist die nötigen Sekunden gewinnen, um hinter euren Gegner zu geraten. Mit dieser Funktion verlangsamt sich nämlich die Zeit und ihr könnt, ganz im Stile von 'Matrix', Kugeln ausweichen oder euch extrem schnell bewegen.

Zur Einzelspieler-Kampagne mit über 20 Missionen und einer angepeilten Spielzeit von rund 20 Stunden gesellt sich noch der Multiplayer-Modus. Bei diesem konnten wir uns bereits von dem starken Potential überzeugen und haben uns die CTF-Variante näher angeschaut. Anstatt normale Flaggen zu klauen, werden nämlich fliegende Fabriken entführt. Der wirklich interessante Part beginnt aber, wenn man einmal all die Möglichkeiten ausprobiert hat, die hier zur Verfügung stehen. Steigt zum Beispiel ein Gegner ins Cockpit der eigenen Basis ein, die im Übrigen selbst ein großes Indoor-Level darstellt, kann er mit dem Gerät davonfliegen und ihr schaut anschließend als Team dumm aus der Wäsche. Jedoch ist das Spiel dann noch lange nicht verloren. Hier schnappt man sich einen Flieger, steigt mit paar Mann ein, fliegt hinauf und landet kurzerhand wieder auf der fliegende Plattform, um diese zurückzuerobern. Andererseits lässt sich diese auch als eine Art Dropship oder fliegender Flugzeugträger verwenden. So ist es etwa möglich, alle Fahrzeuge in dem Gebäude zu parken und mit der vollbesetzten Station davonzufliegen. Am Zielpunkt rollt man dann einfach aus der Basis hinaus und sorgt für einen Tank-Rush auf den gegnerischen Stützpunkt.

Die Vehikel bei ’Starcraft: Ghost’ halten sich außerdem an die RTS-Vorlage und so gibt es bei den Panzern einen Belagerungsmodus und Waffentürme beziehungsweise Flaks lassen sich ebenso bauen. An diesem Punkt fließen sehr viele Aspekte des Echtzeit-Strategiespiels in den Multiplayer-Modus mit ein. So sind mit den Terranern, Zerg und Protoss alle drei Rassen des Originalspiels verfügbar. In 'Starcraft: Ghost' könnt ihr euch mit derzeit 8 Spielern sowohl im LAN als auch online messen. Während man auf der Xbox den Live-Onlinedienst nutzt, bekommen PS2-Spieler ein Battle.net-Interface. GameCube-Spieler gehen derzeit leider leer aus. Den Entwicklern zufolge prüft man derzeit noch die Verbreitung des GameCube-Netzwerkadapters und hat sich noch nicht entschieden, ob es auch einen Multiplayer-Modus für den Würfel geben wird.

Technisch gibt es zu guter Letzt auch nichts zu bemängeln, der Titel sieht auf allen drei Plattformen recht schick aus. Die Effekte und die Animationen sind gut in Szene gesetzt, wobei es bei den Außenarealen leider noch etwas am Detailgrad hapert. Dafür ist die Grafik flüssig und wir sind guter Dinge, dass man sich hier keinen Patzer erlauben wird.

Fazit

von R Kwiecin
’Starcraft: Ghost’ ist nach wie vor ein heißes Eisen und verblüffte uns mit den vielen kreativen Ideen und besonders mit dem genialen Multiplayer-Modus. Während die durchdachte Einzelspieler-Kampagne Blizzard-typische Story-Dichte bietet, dürften die Online- und LAN-Duelle für eine gute Langzeitmotivation sorgen. Wir sind jedenfalls schon aufs nächste Jahr gespannt, wenn der Titel endlich erscheinen soll. ’Starcraft: Ghost’ hat wirkliche eine Menge Potential und dürfte sicherlich für Furore sorgen. Zudem stellt der Titel auch eines der besten Konsolen-Games der diesjährigen E3 dar.

Wertung

  • PS2
    95
    %
  • Xbox
    95
    %
  • GCN
    95
    %

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