Preview - StarCraft: Ghost : StarCraft: Ghost

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StarCraft: Ghost
Nova hangelt sich an der Gefahr vorbei.
Und weiter geht es mit den Spezialfähigkeiten. Dank ihres 'Hostile Environment Suit' hat Nova auch noch weitere Möglichkeiten. Am wohl wichtigsten ist die 'Cloak'-Fähigkeit, mit der sich Nova zeitweise komplett unsichtbar machen kann. Ganz ohne Manko ist die Sache allerdings nicht, denn wenn die Energievorräte alle sind, ist Sense mit unsichtbar. Auch bei unvorsichtigen Bewegungen reagieren die Gegner auf ihre Geräusche. Dargestellt wird die Unsichtbarkeit mit einem schicken Transparenz-Effekt, ähnlich wie im Film 'Predator'. Weiterhin verfügt Nova über eine Thermalsicht und eine 'Speed'-Fähigkeit. Bei letzterer agiert Nova um einiges schneller als normal, was im Spiel so umgesetzt wird, dass sich die Gegner in Zeitlupe bewegen. Auch ihre Psi-Fähigkeiten kommen zum Tragen, denn Nova kann Gegner nicht nur sehen, sondern verdeckte Gegner und Objekte auch spüren, was durch Symbole dargestellt wird.

Einmal quer durch das 'StarCraft'-Universum
Innerhalb der Levels kann sich Nova mehr oder minder frei bewegen, weswegen es durchaus verschiedene Wege zu ein und demselben Ziel gibt. Oft gilt es, möglichst leise und verdeckt an Gegnern vorbeizuschleichen, alternative Möglichkeiten sind jedoch immer vorhanden. Eine Anzeige, ähnlich wie in 'Splinter Cell', informiert den Spieler darüber, ob und wie leicht Nova gesehen werden kann. Natürlich gilt es auch, hier und dort verschlossene Türen zu öffnen oder Codes zu knacken. Dies geschieht in Form von Minispielen: So müssen verschiedenfarbige Lichtbögen kombiniert oder bestimmte Ziffern schnell laufender Bit-Reihen markiert werden - eine erfreuliche Abwechslung gegenüber der drögen Keycard-Sammelei. Das Speichersystem für Spielstände besteht aus verschiedenen Checkpoints, die Nova erreichen muss.

StarCraft: Ghost
Zerg-Attacke auf Mar Sara.

Die Levels des Spiels selbst führen euch durch alle Ecken des 'StarCraft'-Universums. Entsprechend unterschiedlich sind sie dann auch gestaltet. So findet ihr in der Heimatwelt der Protoss lauschige Wälder, Dschungel und grüne Wiesen. Auf einem Zerg-Planeten hingegen entdeckt ihr eine geheime Terraner-Anlage in einem Höhlensystem. Wieder in einem anderen Level erlebt ihr die Attacke der Zerg auf die Basis Mar Sara. Ergänzt werden die Levels durch versteckte Zonen, in denen oft das eine oder andere Extra auf euch wartet.

Wer sich auf fremden Planeten tummelt, bekommt es natürlich auch mit deren Bewohnern zu tun, wobei viele der bekannten Einheiten und Gebäude aus 'StarCraft' vorhanden sind, aber auch ein paar neue hinzukommen. So gibt es Overlords und Hydralisken, Photonen-Kanonen, Protoss Observer oder den erstmals vorgestellten neuen Protoss Vindicator - allesamt auch optisch sehr schön dargestellt. Jede der Einheiten soll laut Blizzard dabei über eine eigene KI verfügen und ein individuelles Verhalten an den Tag legen. Natürlich soll die KI auch passend zu Novas Verhalten agieren. Verursacht sie ein Geräusch, muss sie damit rechnen, dass einer der Gegner sich aufmacht, um dessen Quelle zu finden.

Multiplayer, Multiplattform und die Grafik
Wenig Verbindliches gibt es bisher zum Multiplayer-Modus, da er nicht die oberste Priorität des Spiels ist. Xbox-Live-Unterstützung ist im Falle eines Falles ebenso geplant wie die Unterstützung von PS2 Online. Im Hinblick auf die Spielmodi wurde auch ein möglicher Kooperativ-Modus in Aussicht gestellt. Fest steht hingegen, dass es via Xbox Live Content-Upgrades in Form neuer Levels und Missionen geben soll.

StarCraft: Ghost
Nicht modisch, aber nützlich: der 'Hostile Environment Suit'.

Die optische Umsetzung des Spieles weiß ebenfalls zu beeindrucken, wobei allerdings nicht Realismus im Vordergrund steht, sondern eher der 'StarCraft'-Grafikstil. Wie schon bei neueren Blizzard-Titeln wie 'WarCraft III' oder 'World of WarCraft' wird eine leicht comic-ähnliche Darstellung geboten, bei der auch die schönen und flüssigen Animationen leicht übertrieben werden. Die Models von Nova und den verschiedenen Kreaturen sehen sehr ansprechend und detailliert aus, auch die Umgebungstexturen machen bereits einen sehr guten Eindruck. Abgerundet wird das Ganze durch schöne Schattenwürfe und Effekte wie Rauch, Regen, Feuer oder Nebel. Natürlich fehlen auch nicht die Blizzard-typischen grandiosen Render-Filme nebst einiger Ingame-Zwischensequenzen.

Ende diesen Jahres soll 'StarCraft: Ghost' für die Xbox erscheinen, aber auch Versionen für PS2 und GameCube sind geplant, wobei für die GameCube-Version ebenfalls Nihilistic verantwortlich ist. Die PS2-Version hingegen wird von Mass Media realisiert. Es handelt sich jeweils um echte Entwicklungen und nicht nur um laue Portierungen. Vom Inhalt her sollen aber alle Versionen identisch werden. Eine PC-Version des Spiels ist jedoch weiterhin nicht geplant, da Gameplay und Steuerung ohnehin stark auf die Konsole ausgelegt sind und Blizzard sich so Zugeständnisse ans PC-Gameplay spart.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Klar, schaut man sich das Gameplay an, werden sofort Assoziationen zu anderen bekannten taktischen Actionspielen wach, doch irgendwie ist 'StarCraft: Ghost' anders. Zum einen wäre da die Abkehr vom Realismus hin zur Science-Fiction mit einem ordentlichen Schuss Arcade-Feeling. Dank Überzeichnung der Bewegungen und einem leicht comichaften Grafikstil eröffnen sich einige Gameplay-Möglichkeiten. Zum anderen ist da natürlich das 'StarCraft'-Universum, welches in den Köpfen der Entwickler bereits zu einem Konzept geworden ist und dementsprechend etliche Möglichkeiten bietet - und dazu noch, dank des Strategie-Spiels, für viele Spieler einen Wiedererkennungswert. So wie sich das Ganze zusammenfügt, wird Blizzard wohl problemlos in einem mit wenigen, aber dafür sehr guten Spielen belegten Genre einen hohen Stellenwert erreichen und auch durch Originalität glänzen können.  

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