Test

StarCraft 2: Heart of the Swarm

Ein Herz für Zerg

  • PC

Die herbeigesehnte erste Erweiterung Heart of the Swarm hatte zwar ihre Anlaufschwierigkeiten, aber im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen wurden diese relativ schnell behoben. Daher konzentrieren wir uns nachfolgend auf das, was die Betaphase schon orakelte: ein weiteres strategisches Echtzeitabenteuer im StarCraft-Universum. Wie sich bei unserem Ansturm auf die Schlachtfelder herausstellte, werden Einzelspieler ebenso gefordert wie die Horden an Mehrspielern. Ob die hohen Erwartungen an die zweite Episode Heart Of The Swarm von StarCraft II: Wings of Liberty letztendlich komplett erfüllt wurden, verraten wir euch in unserem Test.

Für alle Neueinsteiger: Heart of the Swarm funktioniert nur mit dem Hauptspiel StarCraft II. Außerdem ist es ratsam, die Geschichte von Wings of Liberty durchzuspielen, denn der neue Feldzug knüpft direkt da an, wo Wings of Liberty endete. Außerdem ist ein vorhandener und aktiver Battle.net-Account Pflicht.

Kerrigans Zerg-Armee

Die Solokampagne erzählt eine durchdachte und spannende Geschichte, die ähnlich spektakulär und toll inszeniert wurde wie das vorangegangene Geschehen um Jim Raynor und dessen Terraner. In Heart of the Swarm schlüpft ihr in die Haut der Zerg-Königin Sarah Kerrigan und befehligt die Armeen der wohl unseligsten Biester, die aus der Schöpfermaschine StarCrafts hervorgequollen sind. Doch bevor ihr so weit seid, eine mächtige Zerg-Armee über die interstellaren Schlachtfelder zu treiben, steht euch ein langer Weg bevor, der mit einem gut gemachten Tutorial beginnt. In den folgenden 20 Hauptmissionen inklusive sieben Evolutionsmissionen müsst ihr Stück für Stück Sarahs mächtige Fähigkeiten wiedererlangen, die verstreuten Zerg vereinigen und die Kontrolle über die Tierchen wiedererlangen.

Kerrigans Hauptziel ist jedoch die Rache an Arcturus Mengsk, dem Imperator der Terranischen Liga. An dieser Stelle exzessiv die Geschichte auszuplaudern, halten wir nicht für richtig, denn das eigene Erleben ist weit mehr als die halbe Miete in dieser Erweiterung. Die Erzählung von der Königin und dem Werdegang der Zerg ist jedenfalls sehr wendungsreich, spannend und mit teils beeindruckenden Zwischensequenzen gespickt. Blizzard versteht es nach wie vor, dramaturgische Glanzleistungen zu vollbringen.

Ich bin eure Königin

Zu Beginn seid ihr mit Sarah unterwegs, um in kleinen Missionen die Heldenfertigkeiten und den fehlerfreien Umgang mit der Königin zu erlernen. Sie ist quasi als machtvolle Einheit anzusehen, die als Kommandantin die Armee anführt. Ihre speziellen Fähigkeiten baut ihr mit steigendem Level immer weiter aus. Durch das Sammeln von sogenannten Machtpunkten, die ihr während der Missionen und durch Zusatzaufgaben ergattert, erhöhen sich zum einen Basisattribute um jeweils einen Punkt, zum anderen steigt die Charakterstufe. Ab dem zehnten Level euerer Königin erhaltet ihr die erste neue Heldenfähigkeit. Diese Fähigkeiten sind in passive und offensive aufgeteilt, die ihr vor jeder Mission immer neu auswählen könnt. Sollte eure Heroine einmal ins Elysium geschossen werden, wird sie übrigens nach kurzer Zeit wieder putzmunter an euerer Basis erscheinen. So ist das mit übermächtigen Heldinnen, was natürlich nicht für euer Fußvolk gilt.

StarCraft II: Heart of the Swarm - Video Review

Zerg-Liebe

Nach den ersten Missionen werden die Gefechte mehr und mehr zu dem, was man erwartet, nämlich fesselnden Echtzeitschlachten, die beängstigend schnell an der Uhr drehen, sodass man immer wieder länger im Spiel gehalten wird, als man es vorhatte. Mit Fortschreiten des Spiels wird von Mission zu Mission und Aufgabe zu Aufgabe der Zerg-Kosmos immer mehr offenbart. Nicht nur die Geschichte der Zerg wird euch nähergebracht, ihr erhaltet auch regelmäßig Zugriff auf neue Einheiten und Gebäude des Alien-Stamms. Dass einem dabei die einstigen StarCraft-Fieslinge ans Herz wachsen, ist von Blizzard grandios arrangiert worden.

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