Test - StarBlood Arena : Knallig, tödlich, schwindelerregend

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Greift zu, wenn...

… ihr einen stabilen Magen habt und schnelle VR-Deatmatches sucht.

Spart es euch, wenn...

…ihr schon beim Anblick einer Achterbahn nach der Kotztüte sucht

Fazit

Denis  Brown - Portraitvon Denis Brown
Der stabilste Magen gewinnt

Ein Jammer, dass ich Starblood Arena bisher nur im Einzelspieler-Modus testen konnte. Leider kam kein einziges Online-Match zustande. Ich kann mir zumindest vorstellen, dass Duelle gegen menschliche Kontrahenten noch nervenaufreibender ablaufen als Scharmützel gegen die CPU. An Spielmodi und Aufrüstmöglichkeiten mangelt es jedenfalls nicht und die Steuerung stellt sich nach einigen Übungsrunden als sehr eingängig und logisch heraus.

Man braucht einen stabilen Magen und einen guten Orientierungssinn im dreidimensionalen Raum, um in den oft sehr hektischen Gefechten die Oberhand zu behalten. Manchmal bekommt man den Feind, der einen über den Haufen ballert, nicht einmal zu Gesicht, so schnell ist der Schutzschild abgetragen. Eine ganz schön hitzige Angelegenheit.

Allerdings kann ich die Einschätzung einiger Branchenkollegen nicht nachvollziehen. Der ein oder andere meint, Starblood Arena könne ein VR-Äquivalent zu Overwatch sein. Vom Charme und Einfallsreichtum eines Overwatch ist das Arenengeballer jedoch meilenweit entfernt. Allein schon, weil die durchaus nett gestalteten Alien-Piloten während des Kampfes hinter unförmigen Cockpits stecken und somit ihren Charakter nur im Auswahlmenü preisgeben.

Auch gibt es keine erkenntliche Aufgabenteilung oder bemerkenswerte Attribut-Entwicklung, die Einfluss auf das Geschehen nehmen könnte. Zwar verfügt jeder der neun Piloten über ein anderes Kampfprofil mit eigenen Stärken und Schwächen, aber die Arenen sind zu klein und zu eng, während die Schilde der Raumer grundsätzlich zu schwach sind, um aus den Eigenschaften längerfristig taktische Vorteile ziehen zu können. Sei es drum: Wer ein neues VR-Schlachtfeld sucht, wird mit Starblood Arena sicherlich einige spaßige Stunden verbringen, sobald die Matchmaking-Probleme aus der Welt geschafft wurden.

Überblick

Pro

  • Spannende Gefechte für bis zu acht Spieler
  • massig Upgrades für 9 Raumer
  • präzise und intuitive Steuerung
  • fetziger Pop-Metal-Soundtrack
  • witzige Präsentation

Contra

  • derzeit kein funktionierendes Matchmaking
  • Zweitranginges Persönlichkeitsprofil der Piloten
  • keine echte Singleplayer-Kampagne

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