27.08.2009 - Andreas Philipp
Star Wars: The Old Republic widmet sich der früheren Zeit des Universums, circa 300 Jahre nach den Ereignissen in Knights of the Old Republic und mehr als 3500 Jahre vor dem Aufstieg des uns allen bestens bekannten Herrn Darth Vader. Der Krieg zwischen den Sith und der Alten Republik droht trotz eines Friedensvertrages wieder auszubrechen und ihr steckt mittendrin. Wahlweise auf einer der beiden Seiten und mit verschiedenen Charakterklassen, bei denen Sith und Jedi natürlich nicht fehlen dürfen, ebenso wie Bounty Hunter oder Trooper.
Beim Anspielen hinterließ The Old Republic einen guten Eindruck. Faszinierend war auf jeden Fall, dass wir Entscheidungen treffen konnten, was es in der Form bisher kaum in einem MMO gab. Töten wir den Kapitän des Schiffes oder nicht? Und was passiert dann? In der Tat eröffnen sich mit diesen Entscheidungen unterschiedliche Verläufe der Quests. Wie auch immer, wir durften als Sith kräftig schnetzeln.
Die Steuerung orientiert sich im Grunde an gängigen MMORPGs, allerdings gibt es keinen automatischen Kampf, sondern ihr müsst eure Fähigkeiten aktiv nutzen. Also nichts mit eben mal auf die Eins semmeln und ein Bier aus dem Kühlschrank holen. Bei unserer munteren Lichtschwertprügelei gegen Soldaten, Padawans und Jedi ging jedenfalls die Post ab. Aber leider nur solo. Jedi-Sprung, Macht-Würgegriff, Druckwelle und etliche Lichtschwertmanöver machten richtig Laune. Die Fähigkeiten waren relativ schnell wieder nutzbar, abhängig von Energie und Cooldowns.
Natürlich gibt es etwas zu erbeuten. Erlegte Gegner können flugs geplündert werden. Dabei war festzustellen, dass die Steuerung auch hier gut von der Hand geht. Nahezu jegliche Interaktion ließ sich mit einem Druck auf die rechte Maustaste bewerkstelligen. Danach ging jedenfalls die Post richtig ab, denn mit zwei Lichtsäbeln ausgestattet fielen die Gegner wie die Fliegen. Leider war die Anspielsession verdammt kurz: ganze zehn Minuten und nur eine Soloquest. Die aber hinterließ einen vielversprechenden Eindruck und eine Menge Hoffnung.
Auf was man sich allerdings freuen kann, ist die Tatsache, dass SWTOR komplett auf Deutsch veröffentlicht werden soll. Das betrifft nicht nur die Texte, sondern auch die umfangreiche Sprachausgabe. Jeder (!) Dialog im Spiel soll nach Angaben der Entwickler vertont werden. Wir sind gespannt.
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Kommentare zu Star Wars: The Old Republic
Vielleicht das erste MMO was ich mir genauer ansehen werde.
Also das hängt auch immer stark von den Mitspielern ab. In Guild Wars hat das eigentlich immer recht gut funktioniert. Da waren die Zwischensequenzen auch teilweise recht lang, aber es gab eigentlich nie Probleme. Man kann sich ja vorher absprechen, mit wem man spielt und sucht sich eben bei Bedarf eine Gruppe, die die Mission noch nicht kennt. Und wenn man sowieso immer mit der gleichen Gruppe spielt, sollte es auch nicht das Thema sein, dass die anderen mal ein paar Minuten warten.
Außerdem muss ja nicht alles in Zwischensequenzen erzählt werden. Das Spiel kann ja auch weiterlaufen und es gibt trotzdem nebenbei Dialoge und Aktionen von NPCs.
Soweit ich das gelesen habe, basiert die Dialogtechnik auf einer Weiterentwicklung der Mass Effect Dialoge. Also man kann mitten im Gespräch auch eingreifen und seine Meinung laut vertretten. Ich habe aber ehrlich gesagt auch kein Plan wie das dann im Spiel letztendlich aussieht. Bin selber gespannt und hoffe, dass das Spiel nicht all zu instanziert wird.
Interessant wäre wenn man als Gruppenmitglied derweil sich frei bewegen könnte und per Bild in Bild die Unterhaltung mitverfolgen kann.
WIe das aber mit den entscheidungen in einer Gruppe aussieht ist mir ein rätsel kann ich meine Meinung überhaupt kundtun wenn ich nicht der Anführer bin?
Gut das ist jetzt Deine persönliche Meinung / Einsetllung und diese will ich natürlich nicht anprangern. Jedem halt das seine.
Die Möglichkeit ist mir mir bekannt. Sie ändert nichts daran, dass ich den (gut vertonten) Dialog verpasse.
Gleiches Problem wie oben.
Ist für mich eine Sache des Anstands. Wenn jemand seine Ausrüstung reparieren muss, oder in der Zeit was anderes zu tun hat, ist das OK. Ich rede aber konkret vom "Warten". Ich fühle mich unwohl dabei, wenn ich andere warten lassen muss. Vielleicht bin ich da anders gestrickt als andere. Voodjin, bitte jetzt nicht als persönliche Unterstellung verstehen.
Was wahrscheinlich der Grund ist, warum ich keine MMOs mehr zocke. Ich kann mich dabei einfach nicht enspannen, zu oft kommt bei mir was dazwischen, dass ich mal für 10 Minuten vom PC weg muss. Ist doof, wenn man z.B. gerade in einer Instanz ist. Ich für meinen Teil fühle mich dann unwohl, wenn andere auf mich warten müssen (auch hier die Wartenproblematik, ist aber ein anderer Fall, hat mit dem Thema ansich auch nix zu tun).
Naja, vielleicht übertrage ich mein Problem auf zu viele andere. Ich für meinen Teil habe nicht viel davon, wenn ein MMO so wie SWTOR konzipiert ist, so (ich wiederhole mich) lobenswert der Ansatz auch ist.
Oder innerhalb von 2 Sekunden auch von den Mitstreitern geteilt bekommen, wie in jedem xbeliebigen MMO auch.
Die Alternative: Dialoge und Video (soweit möglich) abbrechen und sofort aufbrechen; was wiederum nicht im Sinne des Erfinders ist, der sich beim schreiben und vertonen der Gespräche so viel Mühe gegeben hat.
Ich bin mir sicher, dass Du es auch im Nachhinein in Deinem Logbuch nachlesen können wirst. Das ist seit WoW eigentlich Standard. Und selbst wenn Deine Spieler auf Dich die 10 Minuten warten müssen ist es kein Beinbruch. Wenn ich in WoW gerade eine interessante Quest annehme, dann lese ich mir diese durch. Vertont oder nicht. Und da ist es kein Weltuntergang, wenn die Kollegen einwenig warten müssen. Da kann der Eine oder Andere noch den Gang zum Klo antretten oder sich einen Kaffe machen bzw seine Ausrüstung reparieren.
Ob Du Dich selbst stressen- und davon abhalten lässt, Deine Quests in Ruhe duchzulesen hängt ganz allein von Dir ab.
Entschuldige bitte, aber das ist nicht Dein ernst. Wenn ich ein MMO genieße, dann nehme ich mir die dafür nötige Zeit. Wenn ich keine Zeit habe, fange ich garnicht erst an. Und wenn einer, der nur für eine Stunde eingeloggt ist mich beim lesen (oder zuhören) von Qeusts rumstresst, weil er ja bald zum Frisör muss, dann suche ich mir einen anderen, der mehr Zeit hat. Zum Glück sind wir da in einer großen und (hoffentlich) gut bevölkerten Welt unterwegs.
So lobenswert der Ansatz der Entwickler ist, so schlecht fürchte ich ist er für ein MMOG geeignet. Folgendes Szenario: Ich spiele mit ein paar Freunden zusammen und wir wollen einige Quests erledigen. Zuerst kommt der Questlogabgleich und die Feststellung: "Oha, da fehlen mir noch 2 Quests, die meine Mitstreiter haben, ich aber noch nicht." Also flugs die beiden Quests geholt. Natürlich erklärt dir der Questgeber lang und breit, warum du die Quest machen musst, vollvertont und als Sahnehäubchen wird noch ein Video eingespielt. Alles in allem müssen meine Freunde dann 10 Minuten auf mich warten. Ist natürlich doof.
Die Alternative: Dialoge und Video (soweit möglich) abbrechen und sofort aufbrechen; was wiederum nicht im Sinne des Erfinders ist, der sich beim schreiben und vertonen der Gespräche so viel Mühe gegeben hat.
Schon in WoW, insbesondere aber auch bei LotRO (was ja sehr schön eine zusammenhängende Geeschichte erzählt) bin ich in oft durch solche Situationen davon abgehalten worden, mir die Hintergründe der Quests anzueignen.
Fazit: Der Ansatz den BioWare fährt, ist zwar gut, aber für MMOs nicht geeignet. Im Gegensatz zu einem SP-SPiel nimmt man sich meist einfach nicht die Zeit für eine Hintergrundgeschichte, sei sie auch noch so gut. Ausnahmmen sind natürlich die Quests, die man komplett alleine löst - was aber wiederum nicht der Sinn eines MMOs ist.
Interessant. Bin zwar in keinster Weise Star Wars Fan, aber was man so erfährt könnte es ein tolles Spiel werden. Und vielleicht hängt mir bis zum Erscheinen ja auch DHdRO zum Hals raus.