Test

Star Wars: The Clone Wars - Lichtschwert-Duelle

Möge die Wiimote mit dir sein

  • Wii

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft hält LucasArts noch einmal den Klingelbeutel auf und will euch ans Geld. Mit Star Wars: The Clone Wars für die Wii soll euer Weihnachtsbudget gezielt eingesetzt werden. Ob es sich lohnt? Wir haben das Spiel unter die Lupe genommen!

Lichtschwerter und Wii - in der Theorie klingt das nach einer traumhaften Kombination. Mit der Wiimote werden die coolsten Schwertbewegungen imitiert, die dann auf dem Bildschirm noch grandioser aussehen. Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Das böse Erwachen folgt, sobald ihr anfangt zu spielen. Erst einmal ist so eine Wiimote kein Zweihänder, wobei das an sich noch kein Problem ist.

Wenn ihr allerdings versucht, ein paar coole Moves abzuziehen, dann werdet ihr schnell feststellen müssen, dass das Spiel nicht das macht, was ihr versucht, sondern eigentlich nur das, was es selbst will. Ein kleines bisschen sind wir allerdings schon gewohnt, dass man keine allzu stark ausholenden Bewegungen ausführen sollte, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Also versucht man, die Schwünge etwas kleiner zu halten, was zwar nicht mehr so beeindruckend aussieht, aber trotzdem noch einen gewissen Effekt erzielen sollte.

Mit dem Staubwedel durch die Galaxis

Und es kommt doch anders, als man denkt, weil alles irgendwie leicht chaotisch ist. Ihr könnt die Positionen mit dem Duellpartner tauschen, was besonders im Falle von geklonten Gegnern sehr verwirrend ist. Mit der Zeit verliert man leicht den Überblick darüber, wer wo ist. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Anstatt zu schneiden, zu ziehen und Hiebe auszuteilen, bewegt ihr euch wie mit einem Staubwedel in der Hand und hofft, dass euch keiner sieht.

Dann gibt es noch den lokalen Mehrspielermodus, dabei sitzen quasi alle im gleichen Boot. Das Leiden wird dadurch zwar verringert, bleibt aber trotzdem bestehen. Auch wenn so manch einer seine Bestimmung in der Hausarbeit sehen mag, die Assoziation mit Jedi-Rittern passt hier einfach nicht. Und ein klischeehaftes Hausmädchenkostüm hatte auch keiner der Charaktere an.

Wie ihr sicherlich schon ahnen konntet, spielt ihr in Clone Wars Lichtschwert-Duelle. Und zwar ausschließlich. Ob alleine oder zu zweit, das Spielprinzip bleibt das gleiche und bietet nicht einmal eine passend gestrickte Story dazu. Immerhin gibt es vier Schwierigkeitsgrade, die euch zu zehn neuen Charakteren und weiteren Szenarios führen. Dazu müsst ihr aber auch alle Modi beenden.

Aus Film werde Spiel - leider kein gutes

Die Grafik ist recht simpel gehalten. Hier und da liegen Objekte rum, die ihr durch die Gegend feuern könnt (was eher schlecht als recht funktioniert), und ihr hüpft mit leuchtenden Schwertern durch die Gegend. Nichts, was wirklich mitreißt. Gleiches gilt für die Musik und die auf Dauer recht nervigen Kommentare. Hier handelt es sich um ein weiteres Exemplar aus der Reihe „schnell zusammengeschusterte Filmversoftung, um möglichst viel Kohle für wenig Aufwand einzuheimsen". Finger weg! Es sei denn, ihr wollt unbedingt das Staubwedel-Gefühl erleben.

Fazit

Anstatt Lichtschwerter zu schwingen, kommt man sich vor wie mit einem Staubwedel in der Hand.Was die Wii-Variante von Star Wars: The Clone Wars betrifft, hätte es ein so viel versprechender Titel nicht schlimmer treffen können. Man fühlt sich auf den Boden geworfen und wiederholt in die Magengrube getreten. Anstatt Lichtschwerter zu schwingen, kommt man sich vor wie mit einem Staubwedel in der Hand. Eigentlich fehlt nur noch das entsprechende Outfit. Zugegebenermaßen sorgte der Multiplayer-Modus für viel Gelächter, weil es einfach so lächerlich aussah. Davon abgesehen, dass die Steuerung unglaublich ungenau ist. Finger weg!

Überblick

Pro

  • Laserschwert schwingen auf der Wii
  • Kommentare per Sprachausgabe
  • coole Moves auf dem Schirm

Contra

  • ungenaue Steuerung
  • Staubwedel-Action
  • langweilige Kommentare
  • langweiliges Gameplay
  • unspektakuläre Optik

Wertung

  • Wii
    50
    %
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