Test - Star Wars: Empire at War : Star Wars: Empire at War

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Wenn eine Lizenz stets für gute Verkäufe und großes Interesse der Spielergemeinde gesorgt hat, dann die des 'Star Wars'-Universums. Es ist daher nicht verwunderlich, dass LucasArts und Petroglyph Games euch jetzt wieder in eine weit, weit entfernte Galaxis schicken, um dort zahlreiche Gefechte zu bestehen. Wie gut 'Star Wars: Empire at War' wirklich ist, erfahrt ihr in unserem Review.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Nirgends wurde er so eindrucksvoll und facettenreich präsentiert wie in der allseits bekannten 'Star Wars'-Saga. Damit ihr jedoch nicht nur untätig vor dem heimischen TV-Gerät sitzt, servieren euch die Entwickler von Petroglyph Games mit 'Star Wars: Empire at War' ein klassisches Echtzeit-Strategiespiel, das ihr sowohl aufseiten der Allianz als auch des finsteren Imperiums in Angriff nehmen könnt. Zwei große Kampagnen inklusive einiger aus der Filmvorlage bekannter Schlachten warten auf euch – sowohl auf dem Boden als auch im Weltraum.

Mittendrin statt nur dabei

Eine kleine Gruppe von Fußsoldaten hechtet hinter eine schützende Mauer und versucht, den gleißenden Blitzen aus den Laserkanonen der imperialen Sturmtruppen zu entgehen. Der letzte Hoffnungsschimmer zerplatzt wie eine Seifenblase, als plötzlich vier Kampfläufer an der rechten Flanke auftauchen. Die Mündungen ihrer Bordkanonen richten sich langsam aus und die Männer schließen innerlich bereits mit dem Leben ab. Doch was ist das? Mehrere Explosionen lassen den Erdboden erzittern, sodass die Soldaten sich kaum auf den Beinen halten können. Kurze Zeit später lichtet sich der Rauch und gibt den Blick auf die zerfetzten Kampfläufer frei. Wenig später richtet sich der Blick nach oben: Eine Bomberstaffel der Rebellen rettete den Männern in letzter Sekunde das Leben. Szenen wie diese gehören bei 'Star Wars: Empire at War' zur Tagesordnung, denn auf den Schlachtfeldern ist eigentlich immer etwas los. Was sich im ersten Moment viel versprechend anhört, gestaltet sich in der Praxis jedoch etwas holprig. Darauf gehen wir gleich noch etwas näher ein.

Das Prinzip des Spiels geht über den Standard sonstiger Echtzeit-Strategiespiele hinaus. Dies liegt vor allem an der Galaxiskarte, die ihr zwischen zwei Missionen zu Gesicht bekommt. Sie erfüllt gleich mehrere Zwecke: Zum einen dient sie als Übersicht über die von euch kontrollierten Gebiete und zeigt somit auch gleichzeitig den Kampagnenfortschritt an. Des Weiteren findet auf ihr der gesamte Planungs- und Organisationspart des Spiels statt. Ihr produziert Einheiten, errichtet Gebäude und verschiebt die Truppen zu ihren Bestimmungsorten. Die Produktion aktiviert ihr in der jeweiligen Planetenansicht, zu der ihr vorher stets umschalten müsst. Das macht zwar von der Logik her durchaus Sinn und ist bei großen Truppenverbänden übersichtlicher. Andererseits nervt die Klickerei gerade im späteren Verlauf etwas, wenn ihr diese Prozedur bei rund einem Dutzend Planeten durchführen müsst. Eine Lösung via allgemeines Produktionsmenü wäre etwas eleganter gewesen.

Von Schmugglern und Spionage

Doch zurück zur Karte. Neben dem reinen Ausbau eurer Kolonien und der Truppenrekrutierung stehen euch noch andere Betätigungsfelder offen. Wie wäre es beispielsweise mit einem raffinierten Schmuggler, den ihr auf den Planeten der Gegenseite schickt, um eure arg gebeutelte Kriegskasse aufzufrischen? Oder ein Spionageroboter, der die Stärke der feindlichen Armee auslotet? All das ist möglich – inklusive Kontermöglichkeit. Ein Kopfgeldjäger macht beispielsweise einen Schmuggler innerhalb weniger Augenblicke unschädlich. Einen großen Haken hat die ganze Sache mit der Karte allerdings. Im Hintergrund tickt die Uhr und mit jedem neuen Tag wird euer Konto mit weiteren Credits aufgestockt – entsprechende Ressourcen, wie beispielsweise Minen, vorausgesetzt. Da euch der Gegner während der Kampagne allerdings nie aktiv angreift, habt ihr vor jeder Mission alle Zeit der Welt, um eure Armee bis zum vorgegebenen Limit auszurüsten und in aller Ruhe den Zielplaneten anzufliegen. Das nimmt der ganzen Eroberungsmechanik viel an Reiz.

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