Preview - Star Wars: Battlefront 2 : Star Wars zum Selberspielen: Die ersten 2 Stunden der Story-Kampagne

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Kapitel 1: Schlacht von Endor

Der erste Level nach dem Tutorial wirft uns mitten hinein in die Schlacht von Endor, die das große Finale der klassischen Trilogie bildete. Iden Versio und ihr Inferno Squad nehmen den Kampf gegen die Rebellen auf, noch in dem festen Glauben, dass die vom Imperator vorbereitete Falle zu ihrer endgültigen Auslöschung führen wird. Idens Trupp eilt zum Schutzschildgenerator, wo sie bekanntlich Han Solo und seine Mannen eingesperrt glauben, doch kommen sie ein paar Minuten zu spät.

Denn dann geschieht das Unfassbare: Iden und ihr Team müssen mitansehen, wie der zweite Todesstern direkt am Himmel über ihren Köpfen explodiert. Und auf einmal ist alles anders. Aus den Jägern werden Gejagte, aus den sicher geglaubten Siegern werden Flüchtlinge. Von nun an heißt die Parole: irgendwie den Weg freikämpfen und zu den TIE-Jägern vorstoßen, die die Evakuierung vom Waldmond ermöglichen.

Battlefront 2 ist Star Wars durch und durch. Die Grafik gehört zum Besten, was derzeit technisch machbar ist. Der Wald von Endor strotzt nur so vor Details: wehende Palmwedel, Laub auf dem Boden, brennendes Holz. Die Inszenierung ist beispielhaft. Zwischen Sturmtruppen und Rebelleneinheiten entbrennen heiße Kämpfe um die rettenden Bunkeranlagen, ein AT-ST stapft zwischen den Bäumen auf uns zu und eröffnet das Feuer, Transportraumschiffe donnern über unsere Köpfe und fliegen Verstärkung ein. Nur Ewoks sind weit und breit keine zu sehen.

Auch spielerisch nutzen die Entwickler die zahlreichen Facetten, die sie primär für den Mehrspieler-Modus entworfen haben. Nach und nach spielen wir neue Perks frei, die zusätzliche Fähigkeiten ermöglichen: einen temporären Schutzschild, einen mobilen Geschützturm, eine Aufklärungsdrohne, die uns die Position sämtlicher Gegner in der Umgebung aufdeckt. Wahlweise lassen sich die Rebellenlager heimlich, still und leise durch Anschleichen ausräumen, im Hinterhalt mit einem Scharfschützengewehr oder auf die brachiale Tour mit einem Granatwerfer.

Kapitel 2: The Dauntless

Schließlich gelingt die Flucht von Endor in einem TIE-Jäger, und schon wieder zeigt DICE, wie abwechslungsreich sie die Story-Kampagne von Star Wars: Battlefront 2 anlegen. Denn nun geht es direkt in den Raumkampf. Aus der Atmosphäre des Mondes entkommen, geht es hinein in die riesigen Trümmerhaufen des Todessterns, die zudem von X-Flüglern der Rebellen patrouilliert werden.

Spielerisch tiefgehend sind die Raumkämpfe nicht. Abgesehen von ein paar Spezialmanövern wie Protonen-Torpedos, Lasersalven oder Nachbrennern stehen nur grundlegende Funktionen zur Verfügung: steuern, rollen, beschleunigen, abbremsen. Arcadiger geht kaum. Spaß macht es trotzdem, und als Abwechslung zwischendurch funktioniert es blendend, zumal der Flug im TIE-Fighter trotz aller Simplizität einiges an Konzentration verlangt. Denn allzu schnell übersieht man im Eifer des Gefechts und bei der verbissenen Verfolgung eines feindlichen Jägers das eine oder andere Hindernis im Weg – einen Raumkreuzer, ein Trümmerstück oder einen Geschützturm. Keiner der anwesenden Journalisten absolvierte die Raumschlacht-Sequenz, ohne nicht mindestens ein paar Mal zu sterben, weil man dann doch ein wenig zu tollkühn aufs Gaspedal drückt und das Geschehen unmittelbar um einen herum aus den Augen verliert.

Auch hier zeigt sich wieder das geschickte Gespür von EA Motive für Inszenierung: Häufig fliegen die Gegner ganz dicht an gigantischen Sternzerstörern oder Raumstationen vorbei oder sogar in einem Schacht durch sie hindurch – nicht nur, um euch zu einem Pilotenfehler zu verführen, sondern auch, weil es ein spektakuläres Geschwindigkeits- und Fluggefühl vermittelt, so, als fliege man als Luke Skywalker persönlich durch den Graben des Todessterns.

Auch nach der Flucht von Endor lässt uns Star Wars: Battlefront 2 keine Luft zum Atmen. Die Imperialen sammeln sich in der Nähe des Planeten Fondor und planen ihre Gegenoffensive. Diesmal müssen wir mit unserem TIE-Jager ins Innere einer Raumstation vordringen, um diese zu entern und ihre Ionenkanone zu zerstören. Hier wechselt das Spiel wieder in die Ego-Ansicht und schickt uns mitten in eine hektische Schlacht durch die Korridore des Rebellenstützpunktes.

Nach dieser Mission geht das Spiel erst richtig los. Aber das erleben wir leider erst in ungefähr einem Monat.

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