Test - Star Trek: Armada 2 : Star Trek: Armada 2

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'Sternzeit 54500,3. Es liegt sechs Monate zurück, dass die Föderation und ihre Verbündeten den Vorstoß der Borg in den Alpha-Quadranten abgewendet haben. Sie retteten damals das Omega-Partikel aus den Fängen des Kollektivs und vertrieben die Borg aus dem Föderationsraum. Während sich der Quadrant noch von der Verwüstung durch die Invasion erholte, wurde die Sternenflotte auf einer Krisensitzung des Föderationsrats damit beauftragt herauszufinden, wie es den Borg gelingen konnte, in den Alpha-Quadranten vorzudringen.' Nach dem Vorstoß gegen die Borg im Delta-Quadranten, hielten diverse Mächte im Alpha-Quadranten den Zeitpunkt für günstig, die Herrschaft über diesen wieder zu übernehmen. Dabei ringen insbesondere die Klingonen und Romulaner um die Vorherrschaft, während im Delta-Quadranten eine völlig neue Bedrohung aufersteht: Die Spezies 8472, welche aus dem Flüssigraum versucht, den Borg ebenfalls den Garaus zu machen. Soviel zur Vorgeschichte von Activisions neuestem Lizenzverwertungsprodukt 'Star Trek Armada II'. Seid ihr stark genug, den vielfältigen Bedrohungen entgegenzuhalten?

Star Trek: Armada 2
Wie alles beginnt.

Homeworld lässt grüßen
Activision lässt nicht locker und verwurstet seine 'Star Trek'-Lizenz in einem weiteren Spiel. Mit 'Star Trek Armada II' lies der bekannte Publisher die Mannen von Mad Doc Software ein reinrassiges Echtzeit-Strategiespiel programmieren, welches an den bekannten Vorgänger anknüpft, ihn erweitern und natürlich verbessern soll. Nicht wenige Anleihen wurden dabei beim so erfolgreichen Online-Weltraum-Strategiespiel 'Homeworld' aufgenommen. Vor allem im Interface und der Schiffssteuerung lassen sich diverse Gemeinsamkeiten erkennen. Kein negativer Kritikpunkt, spielt sich das Konkurrenzprodukt doch durchaus flüssig und spaßig.

Gleich beim Starten des Spiels fällt einem die Stimme des Sprechers positiv auf, denn passend zur Thematik des Sequels tönt Captain Picards deutsche Stimme höchstpersönlich aus den Lautsprechern und stimmt euch so effektvoll in die abwechslungsreichen Missionen ein. Zuvor solltet ihr aber das wirklich gut gemachte Tutorial durcharbeiten, welches euch mit den wichtigsten Bedienschritten der einzelnen Rassen vertraut macht, darunter natürlich die humanoide Föderation der Planeten, die bösartigen und hinterlistigen Romulaner und die ehrenvollen und kampfeslustigen Klingonen. Als Gegner haben sich die Amerikaner, den Filmen treu bleibend, die alles assimilierenden Borg auserkoren. Doch zurück zum Spiel selbst. War der erste Teil noch im planen 2D gehalten, kommt 'Star Trek Armada II' nun im schicken dreidimensionalen Gewand daher. Schön anzusehen allemal, vor allem in den höheren Auflösungen, welche mannigfaltig, je nach Rechnerkonfiguration, zur Verfügung stehen. Bis zu 1600 x 1200 Bildpunkte sind möglich. Diese hohe Auflösung ist auch nötig, denn wie alle modernen 3D-Echtzeitstrategiespiele fehlt es in 'Armada II' vor allem an einem: Übersicht. Der stufenlose Zoom, der auch ein recht weites Herauszoomen ermöglicht, schafft hier Gott sei Dank einiges an Milderung.

Star Trek: Armada 2
Die Nebel sehen klasse aus.

Alles 3D?
Drei Dimensionen bedingen neben der Übersicht natürlich auch andere Probleme, so kommt zu den bekannten zwei Achsen noch eine dritte hinzu, die Höhe. Dank zweier Ansichten ist dies aber in 'Armada II' ebenfalls recht gut gelungen. Mittels der Shift-Lock-Taste könnt ihr von einer recht planaren Sicht, welche vor allem zur Steuerung eurer Schiffe gut geeignet ist, in die 3D-Ansicht wechseln, in der ihr filmreife Schlachten zu sehen bekommt, falls der Kampf mit den Borg unausweichlich ist. Natürlich geht in dieser Ansicht die Übersicht ziemlich verloren und ihr findet euch schnell orientierungslos im All herumscrollend wieder, doch mit einem kurzen Druck auf besagte Taste und ohne jede Verzögerung schaltet ihr in die etwas übersichtlichere Gitter-Ansicht zurück. Dort könnt ihr euren Schiffen auch am besten Höhenveränderungen mittels gedrückter Shift-Taste befehlen.

Wie in Strategiespielen üblich, lassen sich diverse Schiffe bauen, welche alle Arten von Angriffen beherrschen. Die einen taugen mehr als Abfangjäger und Kurzstreckenkämpfer, andere wiederum sind für den Fernkampf und Bombardierungen zuständig. Insgesamt hält sich die Abwechslung in Grenzen, zumal ihr ziemlich lang brauchen werdet, die einzelnen Schiffstypen gut unterscheiden zu können. Da hilft auch das überdimensionale Benutzerinterface herzlich wenig. In der Regel werdet ihr euch dabei ertappen, wie ihr einfach der gesamten Gruppe - natürlich lassen sich mehrere Schiffe in eine solche zusammenfassen und mittels Nummerntasten aufrufen - den Angriffsbefehl erteilt und nicht so sehr auf die einzelnen Schiffstypen achten werdet.

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Die Flotte in der 3D-Ansicht.

Einen echten strategischen Leckerbissen haben sich jedoch die Entwickler mit den vielfach vorhandenen Nebeln einfallen lassen. Diese haben sehr unterschiedliche Eigenschaften, können eure Schilde beeinträchtigen, eure Schiffe 'erblinden' lassen oder die Steuerung beziehungsweise den Warpantrieb ausser Gefecht setzen. Auch verhindern die Nebel jeweils das Benutzen der unterschiedlichen Spezialfähigkeiten. Wohl dem, der vorausschauend jene Schiffe in den Nebeln platziert, deren Spezialfähigkeit dort funktioniert.

Eben diese Fähigkeiten sind eine weitere Spezialität in 'Star Trek Armada II', denn sie helfen euch - wohl dosiert und überlegt angewendet - siegreich aus der Schlacht hervorzugehen. Darunter sind natürlich die bekannten Fähigkeiten der Galaxy-Klasse, aus welcher die Enterprise hervorgeht, ihre Untertassen-Sektion abzutrennen, oder auch die Tarnfähigkeit der Defiant. Doch nicht nur passive Fähigkeiten, auch unterschiedlichste Sonderwaffen und Torpedos warten auf ihren Einsatz. Hier hat Mad Doc wirklich für Abwechslung gesorgt: Das Timen und Ausprobieren der einzelnen Waffen gepaart mit der Koordination in den Nebeln ist eine echte Herausforderung und sorgt so für mächtig Motivation.

 

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