Test - Spider-Man 3 : Spidey zum Dritten

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Er ist der ungekrönte König an den Kinokassen. Auch der dritte Teil von 'Spider-Man' hat einen fulminanten Start hingelegt. Activision beschert uns das Spiel zum Film für fast alle Konsolen. Wir haben uns die Xbox-360-Version ganz genau angeschaut und sagen euch, ob uns ein ähnliches Desaster wie bei ’Superman’ erwartet oder ob der dritte Teil qualitativ an den guten Vorgänger anknüpfen kann.

Bewährtes wurde zum Glück nicht von Grund auf geändert. Als verkleideter Peter Parker, freier Fotograf des 'Daily Bugle', schwingen wir uns an Spinnenseilen durch New York und legen somit im Laufe der etwa 15 Stunden, die man zum Durchspielen der 42 Missionen benötigt, beachtliche Strecken zurück. Dabei geht die Steuerung sehr einfach von der Hand und mit ein wenig Übung sieht das Ergebnis sogar fast so flüssig und athletisch aus wie im Kinofilm. Ob dicht über dem Boden oder hoch oben zwischen den Wolkenkratzern, es macht richtig Spaß, mit dem Spinnenmann einfach mal so auf Erkundungstour zu gehen, weil die Stadt selbst sehr schön umgesetzt wurde. Die Bewohner bekommen zudem sehr oft ihren Helden und freundlichen Nachbarn zu Gesicht, weil die Missionen meist ein paar Meilen auseinander liegen. Eine richtig zusammenhängende Geschichte, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel zieht, gibt es leider nicht. Stattdessen werden dem Spieler kleinere, in vier Missionen unterteilte Happen vorgesetzt, durch die man sich nach Belieben ackern darf.

Attraktives Kampfsystem

Als Gegner stellen sich euch nicht nur der neue Kobold und der Sandman in den Weg, sondern auch Reptile und drei verschiedene Gangs, die sich zum Beispiel als Bombenleger oder gewalttätige Fashion-Queens betätigen. Das Kampfsystem wurde komplett überarbeitet und weiß mit vielen Kombinationsmöglichkeiten zu gefallen. Opfer werden kräftig mit leichten oder harten Schlägen und Tritten bearbeitet, in die Luft geschleudert und mit Spinnenseide beschossen. Besonders effektiv ist zum Beispiel auch die Möglichkeit, Gegner in die Luft zu ziehen, dort ein bisschen zu verprügeln und mit Karacho auf den Boden zu schleudern. Dummerweise scheinen alle Bossgegner Wege und Mittel gefunden zu haben, die Spinnenfäden abzuwehren, und lassen sich partout nicht in die Luft ziehen, sodass man meist dazu gezwungen ist, sie auf dem Boden zu besiegen. Dabei sehr hilfreich sind die Spinnensinne, durch die eine Art Zeitlupe aktiviert wird und Spidey jedem Angriff automatisch ausweicht und selbst zum Konter ansetzen kann. Zwar können eigene Konter nicht geblockt werden, dies gilt aber in den meisten Fällen nur für einen Schlag. Die Folge ist, dass wir ständig in die Defensive gezwungen werden, den Spinnensinn einsetzen und auf die Konterchance warten.

Puh, ist das schwer

Am Schwierigkeitsgrad wurde ordentlich geschraubt, und zwar nach oben! Erste Einsätze sind noch relativ einfach zu bestehen. Sobald man jedoch auf Jugendfreund Harry aka der neue Goblin trifft, hat der Spaß ein Ende. Was der Bursche austeilen und im Gegenzug einstecken kann, das ist schon gewaltig. Ständig wird Peter Parker, der in dem Kampf nicht in sein Kostüm schlüpfen konnte, mit Klingen beharkt und Bomben beworfen. Zudem hat der Goblin die Lufthoheit, sodass man ständig damit beschäftigt ist, den anhaltenden Attacken auszuweichen. Aber auch die zeitkritischen Missionen haben es mit fortlaufender Spieldauer in sich. Selbst Mary Jane, die gerne ab und zu mitgenommen werden möchte, hat hohe Ansprüche an ihren Freund, die uns den Schweiß auf die Stirn treiben. Nicht selten muss eine Mission mehrfach neu gestartet werden, weil der Schwierigkeitsgrad ziemlich hoch angesetzt wurde. Wer auf ein Spiel für Weicheier gehofft hat, der wird sich wundern. Echte Kerle sind gefragt!

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