Test - Spider-Man 2 : Spiel der Woche 29/04

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'Spider-Man 2' stürmt zur Zeit die Kinokassen wie kein anderer Film. Klar, dass da ein Spiel nicht fehlen darf, welches uns Treyarch und Activision prompt liefern. Doch kann die Umsetzung des Megahits mit selbigem in Sachen Qualität wetteifern? Bei Film-Umsetzung dreht sich dem geneigten Tester im Normalfall relativ schnell der Magen um, doch wir können euch beruhigen: 'Spider-Man 2' entpuppt sich im Endeffekt als erfreulich runde Sache.

Die Story des Spiels hält sich im Wesentlichen eng an den Film. Rund zwei Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Film schlüpft der Student und Fotograf Peter Parker in seiner Freizeit in ein Kostüm und tritt gegen das Verbrechen an - insbesondere gegen Doc Ock, einen ehemaligen Forscher, der sich nach einem mysteriösen Unfall nun eher dem Verbrechen widmet. Nebenher gilt es für Peter, auch private Probleme zu meistern, sei es die kaputte Beziehung zu Mary-Jane zu kitten oder sich mit seinem besten Freund herumzuschlagen, der Peter wohl flugs ins Jenseits schicken würde, wenn er wüsste, dass dieser im Kostüm des Spinnenmannes steckt.

Quer durch Manhattan

Doch 'Spider-Man 2' ist kein komplett lineares Spiel, sondern geht ähnliche Wege wie 'True Crime' oder 'GTA'. Das beginnt schon damit, dass euch Treyarch eine komplette Nachbildung von Manhattan auf den Bildschirm zaubert, in der ihr euch völlig frei bewegen könnt. Ihr wollt auf die höchsten Wolkenkratzer kraxeln? Kein Problem. Ihr wollt euch einmal quer durch die ganze Stadt schwingen? Auch kein Problem. Doch nicht nur das: Abseits der Aufgaben, die euch im Verlauf der Story erwarten, gibt es fast an jeder Ecke kleinere Nebenmissionen, die ihr bewältigen könnt. So könnt ihr Autodiebe dingfest machen, in Schießereien eingreifen, Überfälle verhindern oder Muttis geklaute Handtasche zurückbringen - nicht ohne natürlich vorher den dreisten Dieb ordentlich zu vermöbeln. Oder aber ihr klettert im Affenzahn an einem Gebäude empor, um einen Bauarbeiter vor dem Absturz zu retten.

Ganz ohne Probleme ist das allerdings nicht. Die Nebenaufgaben sind nicht ganz optional, denn ihr benötigt sie, um Heldenpunkte zu erlangen (mehr dazu später). Da ihr davon aber reichlich braucht, um Spider-Mans spezielle Fähigkeiten zu aktivieren, werdet ihr schnell feststellen, dass die Missionen sich zu oft wiederholen und es schlicht an der Vielfalt fehlt. Da kann es schnell passieren, dass ihr drei oder viermal hintereinander ein Autoklau-Szenario absolviert, in welchen der einzige Unterschied die Farbe des Autos ist. Hier wurde einiges an Potential verschenkt; vielleicht um den Release-Termin parallel zum Film zu halten.

Ansonsten gibt es einiges zu entdecken in Manhattan. So gibt es Zufallsereignisse, auf die ihr bei euren Ausflügen durch die Stadt stoßt, Passanten winken euch heran und bitten um Hilfe, es gibt tonnenweise Tipps und versteckte Medaillen zu entdecken aber auch kleinere Wettbewerbe, wie schnellstmöglich von A nach B zu kommen oder im Eiltempo Pizza auszuliefern - natürlich mittels Gebrauch der Spinnenfähigkeiten. Die vielen Nebenaufgaben und Goodies sorgen dafür, dass ihr neben der etwas kurzen Hauptstory immer noch reichlich Grund habt, die Stadt zu erkunden. Eine hervorragende Karte unterstützt euch, so dass ihr euch in Manhattan nicht verlauft: Wichtige Orte werden dort und auch als Richtungssymbol im Spiel selbst dargestellt.

Der Held und seine Fähigkeiten

Für all diese Aufgaben gibt es als Belohung Heldenpunkte. Selbige stellen einen wichtigen Bestandteil des Spiels dar, denn mit diesen Punkten könnt ihr euch im Spidey-Shop neue Fähigkeiten und Moves kaufen, was für die späteren Missionen der Story und die Bosskämpfe durchaus von Vorteil ist. Fähigkeiten gibt es reichlich, begonnen von speziellen Kampf-Moves und –Attacken bis hin zu besonderen Schwüngen und Sprüngen. Überhaupt hat Spidey ein ordentliches Bewegungspotential, welches im Hinblick auf die dank gutem Tutorial und zahlreichen Tipps leicht zu erlernende Steuerung sehr gut umgesetzt wurde.

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