27.06.2012 - Florian Merz
Zu Beginn weiß man absolut nicht, was in Spellforce 2: Faith in Destiny tatsächlich Sache ist. Zwar erstellt man seinen ganz persönlichen Charakter beim Starten der Kampagne, doch wartet man verzweifelt darauf, irgendwas in Form einer Vorgeschichte präsentiert zu bekommen. Einzig ein Video, das im Grunde nur aus einer Aneinanderreihung von diversen Artworks besteht, erzählt von einem uralten Bösen, das zunächst die Welt terrorisierte, dann besiegt wurde und schlussendlich irgendwann wieder auferstehen wird, nur um dann wieder, dieses Mal aber von euch, besiegt zu werden. Klingt wie eine Geschichte aus der Rollenspielszenario-Schnellimbissbude zum Mitnehmen. Anfangs findet ihr euch auf einer Lichtung in Begleitung einer jungen Dame wieder. Diese stellt sich als Antara heraus und weicht euch fortan nicht mehr von der Seite.
In den ersten Minuten des Spiels könnt ihr auf Wunsch ein Tutorial absolvieren, das von einem offenbar ganz und gar nicht motivierten Synchronsprecher vertont wurde. Obacht! Akute Gähn- und Schnarchgefahr. Nichtsdestotrotz erklärt die einschläfernde Stimme aus dem Off die wichtigsten Funktionen von Spellforce 2: Faith in Destiny. Dabei wird auf den ersten virtuellen Spielmetern auf Dinge wie die optimale Kameraeinstellung und Ähnliches eingegangen. Für jeden ambitionierten Strategen ein alter Hut, doch könnte es dem einen oder anderen Rollenspieler ein wenig beim Einstieg helfen.
Nach wenigen Metern muss sich unser selbst erstellter Held bereits in seinem ersten Gefecht bewähren. Komische, lilafarbene Wesen tauchen aus dem Nichts auf und beginnen sofort damit, wie wild auf unser heldenhaftes Zweiergespann einzudreschen. Während unsere Partnerin bereits nach wenigen Treffern zum Sterben verdammt zu Boden geht, teilen wir kräftig aus und erledigen die Viecher mühelos mit einigen Hieben. Doch, o weh, zu welchem Preis. Noch ehe ihr euch aber, nach Taschentüchern greifend, dazu in der Lage seht, um eure treue Gefährtin zu trauern, ertönt aus dem Off die Entwarnung. Unser Held kann nämlich niedergestreckte Heldenkollegen mit einem Klick auf eine bestimmte Fähigkeit wiederbeleben. Sehr praktisch, nur muss man dabei auch berücksichtigen, dass keinerlei Monster in der Nähe sein dürfen.
Von da an nimmt die Geschichte ihren unheilvollen Lauf. Wir erfahren, dass unser Held nicht irgendein kleiner, kümmerlicher Mensch, sondern vom Blute der Shaikan ist und sich somit einem unheilvollen Schicksal gegenübersieht. Wie im Artwork-Intro angesprochen, ist das Böse aus dem uralten Graben der Erde wieder auferstanden. Uns wird die Aufgabe zuteil, eben dieses Böse in Form von Dämonen und Monstern wieder dorthin zurückzuschicken. Doch sind wir dabei nicht auf uns alleine gestellt. Im weiteren Spielverlauf treffen wir immer wieder auf verschiedene Charaktere, die sich uns anschließen, oder bilden Truppen aus, um bedrohte Gebiete aus den Klauen des namenlosen Bösen zu befreien. Tatsächlich werden die dämonischen Invasoren im Spielverlauf als „Die Namenlosen“ bezeichnet:
„Wir fanden nur einen passenden Namen. Wir nennen sie ‘Die Namenlosen‘, weil sie unbeschreiblich Schreckliches anrichten“. Trash pur, herrlich!
Wie im Urspiel von vor sechs Jahren bietet Spellforce 2 einen gelungenen Spagat zwischen Strategie- und Rollenspiel. Da man im weiteren Spielverlauf mehrere Truppen und Helden auf einmal steuert und ihnen Befehle erteilt, seht ihr das Ganze aus der für Strategiespiele klassischen Vogelperspektive. Wer das Spiel wie in einem RPG erleben möchte, kann per Druck auf das Mausrad die Kamera direkt hinter der Spielfigur positionieren und seinen Recken anschließend mit den WASD-Tasten durch die Gegend steuern. Jedoch ist anzumerken, dass diese Perspektive nicht sonderlich geeignet ist, wenn größere Truppenverbände sich in Begleitung eures Helden befinden. Um diese überhaupt anzufordern, sprich zu produzieren, benötigt ihr Bauern. weiter...
SpellForce 2: Faith in Destiny
Dritter Zusatzinhalt steht zur Verfügung
SpellForce 2: Faith in Destiny
Zweiter DLC ab sofort erhältlich
SpellForce 2: Faith in Destiny
Season Pass beinhaltet drei DLCs
SpellForce 2: Faith in Destiny - Domination Mode Trailer
Der Domination-Modus im Video
SpellForce 2: Faith in Destiny - Cheat
Cheats [2]
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Kommentare zu SpellForce 2: Faith in Destiny
Mal ne Frage zu der Auflösung.
Spellforce 2 ging ja auf vielen Systemen nur bis 1600*1200 und hat kein 16:9/10 offiziell unterstützt. Ist dies nun möglich? (also 1920*1080) Und wirkt sich das auch auf das Originalspiel, sowie die erste Erweiterung aus? Im Originalspiel konnte man umständlich die Auflösung in der ini ändern, allerdings hat es sämtliche Buttons dann total verzogen. Wie ist da der aktuelle Stand?
Spellforce 2 war seinerzeit grafik-referenz im RTS genere und hat sich mMn bis heute recht gut gehalten! aktuelle RPGs sehen natürlich zwei generationen besser aus, aber im RTS genere hat sich seit damals kaum etwas bis gar nichts verbessert!
als Spellforce fan der ersten stunde hab ich mir diese erweiterung natürlich auch geholt und insgesamt macht es genauso viel spaß SF2 und addon...nur die story präsentation und die miesen dialoge fallen qualitativ deutlich ab!
80% sind ne sehr gute wertung!
Ich fand den Artikel sehr gut geschrieben - etwas mit humor nehmen sollte man manche Dinge eben doch

Spellforce ist immerhin kein game was auch nur auf einem HighEnd Computer funktionieren soll, sondern eben auch als Abwechslung zu diesen ganzen "ey ich brauch schon wieder ne neue grafik-karte" games Dienen - finde ich jedenfalls