21.06.2010 - Simon Biedermann
In den ersten Spielszenen, die auf der E3 zu sehen waren, seid ihr zwischen sandigen Hochhausschluchten unterwegs. Das Gelände ist unübersichtlich. Überall könnte der Feind lauern. Captain Walker, seines Zeichens Held des Spiels, schaut ihr bei seinem Wüstenabenteuer über die Schulter. Seine beiden Kollegen sind immer an seiner Seite. Die werden von der KI gesteuert, Befehle müsst ihr keine geben. Eure Mission ist klar: Ihr sollt die verschollene Einheit um Colonel John Konrad finden und aus der Stadt herausbringen.
Konrad und seine Mannen waren während der verheerenden Sandstürme zurückgeblieben, um die Bevölkerung zu beschützen. Scheinbar sind sie aber selbst zu Opfern geworden. Die letzten Funkmeldungen sind bereits Tage her. So wisst ihr nicht, was euch in der gesetzesfreien Zone erwartet. Entwickler Yager hat auf der E3 durchscheinen lassen, dass man sich bei der Geschichte an dem Filmklassiker Apocalypse Now orientiert hat. Macht euch also auf einige psychisch belastende Szenen gefasst.
Die Entwickler versprechen, dass euch Spec Ops: The Line vor viele schwierige Entscheidungen stellt. Die Hintergrundgeschichte wird eher die dunklen Seiten des Krieges beleuchten. Daher gibt es keine einfachen, sondern nur schwierige Entscheidungen. So ist es in einer Szene euch überlassen, ob ihr eine Geisel rettet oder weiter zuseht, wie sich alles entwickelt, und ihr so vielleicht mehr über die Vorgänge in der Stadt herausfindet.
Abseits von der düsteren Geschichte erwarten euch vor allem taktisch geprägte Scharmützel in einem vom Sand überhäuften Dubai. Das unverbrauchte Szenario sah auf der E3 schon richtig gut aus - auch dank Unreal-Engine. Ihr werdet viele Häuserkomplexe betreten und diese zu eurem Vorteil gegenüber auftauchenden Feinden nutzen. Der Sand um euch herum spielt eine besondere taktische Rolle.
In dem vorgestellten Level waren erste Möglichkeiten zur Nutzung des Sandes zu sehen: Walker nimmt mit seinen KI-Kollegen in einem von Sand eingeschlossenen Hochhaus Deckung. Als er auf die Fensterscheiben schießt, fließt der Sand herein und neue Wege ergeben sich. In einer anderen Szene erledigt Walker durch eine ähnliche Aktion Feinde, die sich hinter einer Wand verschanzen.
Die Sandstürme, welche die Stadt ursprünglich zerstört haben, sorgen immer noch für Verwüstung. Während eures Action-Abenteuers wird euch der Sand die Sicht nehmen und ganze Landstriche umgestalten. Vormals eingeschlagene Wege sind dann nicht mehr zugänglich, dafür öffnen sich neue Pfade. Diese dynamische Spielwelt soll auch für ausladende Mehrspielergefechte genutzt werden, über die Entwickler Yager aber noch nichts weiter verraten wollte.
"Es ist Zeit für etwas Neues." [1]
Deutscher Entwicklerpreis 2012
Spec Ops: The Line fünf Mal nominiert [3]
Mehrspielermodus: "ein riesiger Misserfolg" [2]
Spec Ops: The Line - Review [19]
Yager schickt euch endlich nach Dubai. Allerdings erwartet euch kein Erholungsurlaub, sondern ein albtraumhafter Trip in die...
Jahresrückblick 2012 - Teil 2 - April bis Juni
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