22.11.2011 - Christian Kurowski
Die Faszination des Orients erleben - das geht am besten in Dubai. Eine Stadt, die sich seit Jahren so extrem im Wandel befindet wie keine zweite auf dieser Welt. Palm Islands, Burj Al Arab oder Burj Khalifa haben das Bild der Millionenmetropole stark verändert und zum beliebten Urlaubsziel gemacht. In Spec Ops: The Line erleidet die Hauptstadt allerdings ein schweres Schicksal: Sandstürme zerstören ganze Gebäude und machen das (Über-)Leben an diesem Ort nahezu unmöglich. Trotzdem verschlägt es eine Truppe US-Soldaten unter dem Kommando von Captain Walker dorthin, um das Radiosignal einer längst verschollenen Einheit zu überprüfen. Sie geraten in einen Konflikt, der ihre kühnsten Vorstellungen übersteigt.
Die Handlung von Spec Ops: The Line ist düster, erwachsen und unbarmherzig. Ihr übernehmt die Rolle von Captain Martin Walker, der mit seinem Team um Lieutenant Alphonso Adams und Sergeant John Lugo in die ehemalige Luxusmetropole abkommandiert wird, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei fangen sie ein Signal ab, das von der verschollenen 33. Kompanie stammt. In der Befürchtung, die Kompanie könnte gegen ihren Anführer Colonel Konrad rebellieren, starten sie eine Rettungsaktion. Doch wie sich schnell herausstellen wird, ist es Konrad, der seine eigenen wahnsinnigen Ideologien verfolgt und desertierende Soldaten seiner Truppe bei lebendigem Leib verbrannt hat.
Die Geschichte erinnert ein wenig an den Filmklassiker "Apocalypse Now" und ist mindestens genauso drastisch. Schonungslos zeigen die Entwickler die Idiotie Konrads, der mit aller Macht seine eigenen Moralvorstellungen durchsetzt. Dabei bleibt ihr nicht von seinem Wahnsinn verschont und müsst in einigen Situationen schwierige Entscheidungen treffen. In einer Szene hängen zum Beispiel zwei Personen von einer kleinen Brücke. Der eine hat Wasser gestohlen, der andere wurde losgeschickt, um ihn zu richten, hat aber stattdessen seine komplette Familie dabei ausgelöscht. Wer darf leben, wer muss sterben? Die Entwickler haben beim Anspielen durchblicken lassen, dass es meistens mehr Lösungswege gibt, als es auf den ersten Blick scheint, die dann zu unterschiedlichen Reaktionen und Ergebnissen führen. Doch gerade dieser Ansatz sorgt dafür, dass sich der Shooter angenehm von seiner Konkurrenz abhebt. Hier wird nichts beschönigt: Spec Ops: The Line könnte glatt als Antikriegsspiel durchgehen. weiter...
"Es ist Zeit für etwas Neues." [1]
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Kommentare zu Spec Ops: The Line
Und genau das macht Spec Ops: The Line: Es zeigt die schlimmen Seiten eines Krieges, dass vom Setting sehr fiktiv ist, aber nichts beschönigt. Ohne viel spoilern zu wollen gab es einige Momente in den ca. fünf Kapiteln, die ich anspielen konnte, die wirklich hart waren. Die Szene mit den verbrannten Leichen, die an Stühle gefesselt waren, zählte da noch zu den "harmloseren" Momenten.
Bei den Eckdaten hoffe ich doch, daß uns nicht die USK einen Strich durch die Rechnung macht. Wäre schade darum. Denn das Spiel scheint erfrischend anders zu werden als die zig vor Patriotismus nur so triefenden Exemplare der anderen Hersteller.
Ich hab jedenfalls Spec Ops The Line schon länger auf meinem Radar.
MW2 kommt einem antikriegsspiel gleich? Ist klar...
Ich bin echt gespannt wohin die Reise mit dem Spiel geht. Bis jetzt fühle ich mich sehr an Heart of Darkness bzw. Apocalypse Now erinnert, was ich persönlich gar nicht schlecht finde.
Antikriegsspiele?..ich wäre vorsichtiger mit diesem Wort...vor allem nach diesem Homefrontflopp...
nein, das Wort war bei dem Spiel nicht unangebracht, weil es meiner Meinung nach ein scheiß Spiel war, sondern weil es schlichtweg keineswegs die schlimmen Seiten des Kriegs gezeigt hat.
Ich nenne mal 3 Spiele, die einem Antikriegsspiel nahe kamen:
Jagged Alliance 2: Man konnte Kinder töten. Es wurde nicht vom Spiel verlangt, aber es war möglich. In den meisten Shootern tauchen nicht einmal Kinder auf, und wenn sind die unsterblich.
Operation Flashpoint 1: Man läuft über ein Feld...man stirbt...man ist tot?...kein Bildschirm der langsam rot wird? kein Rumgekrieche zum Kameraden der einen defibrilliert? HÄ?
Tja...sei es ein Scharfschütze aus 300 Metern Entfernung, eine Mine, oder eine Explosion, die NICHT alá Demolitionman dafür sorgte, dass man stylisch durch eine Fensterscheibe fliegt sondern schlichtweg getötet hat...man starb einfach...
Und zuletzt nenne ich mal Modern Warfare 2 mit dem Flughafenlevel.
Wie ist das auf Unschuldige zu schießen? Auch hier wird man nicht gezwungen, aber man konnte es tun. Wer hats getan? Ist ja auch egal. DENN:
in einem echten Antikriegsspiel, das die schlimme Seite des Kriegs darstellt (gibt ja auch viele schöne Seiten, die uns die bekannten Kriegsspiele vor Augen halten, z.B. die geilen Waffen, die Explosionen und die Einfachheit...) würde man wohl zum Erschießungskommando beordert werden, gefoltert werden und auch foltern müssen, Gräber schaufeln, irgendeine scheiß Infektion von irgendeinem Projektil, sei es eine Kugel oder ein Granatsplitter, das sich ins Bein gebohrt hat durchstehen...muss vielleicht auch amputiert werden?...
NICHTS was ich gerade geschrieben habe soll moralisierend wirken! Ich stehe auf Ego Shooter und Kriegsspiele. Aber ich behaupte, dass KEIN Ego Shooter ein Antikriegsspiel werden kann, weil das Genre an sich es einfach nicht richtig zulassen würde...
Aber ich wäre echt gespannt wie nun ein Antikriegsspiel aussehen würde und welches Genre es dann wäre...evtl. wäre es sowas wie Heavy Rain?
Das Spiel scheint ja nicht schlecht zu werden, trotzdem frage ich mich, wo die Gemeinsamkeiten mit der bisherigen Spec Ops Reihe liegen? Ich sehe da bis auf den Namen keine.
Hoffentlich gibts eine Online Coop Kampagne
same same . seit dem ersten trailer (glaub bei der E3 2010) heiß auf den titel . nach ca. 4 spielstunden bin auch ich sehr gespannt wie es weitergeht und sehe bei titel und team viel potential
Ich warte seit der Ankündigung schon darauf. Hier kann und darf einfach nichts mehr schiefgehen. Das Szenario fasziniert mich einfach