News - Killerspiel-Debatte erreicht USA : Donald Trump empfängt Entwickler von GTA und Doom

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    Kurz nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida kündigte der Donald Trump an, sich mit Videospielen auseinanderzusetzen. Heute setzt sich der US-Präsident unter anderem mit den Geschäftsführern von Take-Two und Zenimax zusammen.

    Seit der Schießerei an einer Schule in Forida bricht die Protestwelle zur Verschärfung der Waffengesetze in den USA nicht ab. Statt die Zugänglichkeit zu Schusswaffen zu erschweren sieht der US-Präsident Donald Trump das Problem eher in der Gewaltdarstellung in den Medien, darunter auch in Videospielen. Am gestrigen Mittwoch bestätigte die Sprecherin Trumps, dass ein Treffen mit Vertretern aus Entwicklerkreisen und Verbänden für den heutigen Donnerstag im Weißen Haus angesetzt ist.

    Trump zufolge sei es nur schwer vorstellbar, dass die "unglaubliche"  Darstellung von Brutalität in Filmen, Fernsehen und Videospielen keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung von Heranwachsenden habe. Diese Auffassung vertritt der Präsident der Vereinigten Staaten bereits seit Jahren. Schon vor Jahren äußerte er seine Überzeugung, dass Videospiele "Monster" erschaffen würden.

    Zu dem heutigen Treffen sind unter anderem Strauss Zelnick, CEO von Take-Two Interactive (GTA, Borderlands) und Robert  Altman, CEO von Zenimax Media, zu dem unter anderem Bethesda und id Software gehören, geladen. Auffällig: Diese Unternehmen sind für erfolgreiche Spiele wie GTA und Doom verantwortlich, in denen Kriminalität und Gewalt thematisiert werden.

    Offenbar wird auch Robert Trump, Donald Trumps Bruder, an der Sitzung teilnehmen. Er ist ebenfalls im Vorstand von Zenimax tätig. Außerdem ist eine Vertreterin des Entertainment Software Rating Boards, das Alterskennzeichnungen für Software in den Staaten vornimmt, eingeladen. Ein weiterer Diskussionsteilnehmer ist der Chef der Electronic Software Association ESA, Michael Gallagher. Der Gaming-Verband hatte sich schon vorab von dem Amoklauf distanziert. Die ESA beruft sich auf das Argument, dass derartige Spiele weltweit gespielt werden, doch nur die USA ein derartiges Problem mit Schießereien in Schulen hätten.

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