Preview - Sonic und die geheimen Ringe : Wirbelnder Sonic unterwegs

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Der Herr der Ringe ist zurück! Nein, die Rede ist nicht von Frodo, Hobbits oder anderen Tolkien-Figuren. Es geht um einen blauen Igel, der Videospieler schon seit 15 Jahren mit faszinierenden Jump'n'Runs verzückt: Sonic.

Der Herr der Ringe ist zurück! Nein, die Rede ist nicht von Frodo, Hobbits oder anderen Tolkien-Figuren. Es geht um einen blauen Igel, der Videospieler schon seit 15 Jahren mit faszinierenden Jump'n'Runs verzückt: Sonic. Publisher Sega schickt sein Markenzeichen zum Jubiläum auf Nintendos Wii. Im Zuge einer Präsentation konnten wir uns ein genaueres Bild von 'Sonic und die geheimen Ringe' machen.

Wenn Sega zur Präsentation seiner japanischen Titel nach München lädt, sind zwei Dinge vorprogrammiert: Zum einen landet man recht zügig in der Spiele-Lobby, die mit Beamer, orangefarbigem Ledersofa und allerlei Technik-Schnickschnack wunderbar ausgestattet ist. Zum anderen kann man sich sicher sein, dass die Entwickler aus dem Land der aufgehenden Sonne extra eingeflogen wurden und zum munteren Plausch bitten. So auch diesmal: Ganz lässig gekleidet, präsentiert uns Yojiro Ogawa sein neuestes Baby, das hierzulande als 'Sonic und die geheimen Ringe' in den Handel kommen wird. Inspiriert von Titeln wie 'Prince of Persia' sprintet unser blauer Superheld diesmal durch Levels, die eine Verbindung von arabischen sowie tropischen Elementen aufweisen. Sogar Dinosaurier sind mit von der Partie. Nur ein Jahr hatte das 'Sonic'-Team Zeit, um das 'Sonic the Hedgehog'-Debakel zu verarbeiten und für die Nintendo-Konsole ein besseres Spielerlebnis zu schaffen. Das scheint auf den ersten Blick gelungen: Die Grafik ist stimmig, die Steuerung geht intuitiv von der Hand und auch der Umfang braucht sich nicht zu verstecken.

Typisch Sonic: Der Adventure-Modus

Grundsätzlich bietet die erste Wii-Auskopplung zwei Modi. Im Adventure-Part spielt ihr allein ein klassisches Sonic-Abenteuer, wie man es bereits aus den zahlreichen Vorgängern kennt. Dabei warten neben diversen Fallen auch kleine und große Gegner auf euch, die mittels Betätigen der Sprungtaste und eines kurzen Controller-Schüttelns eliminiert werden. Zwischendurch rennt der Igel in Höchstgeschwindigkeit von A nach B. Mit der Neigung der Wiimote bestimmt ihr die Richtung, die er einschlagen soll. Binnen wenigen Minuten fühlt man sich in dem Titel heimisch und versucht sich an ausgefallenen Manövern – Rohrgrinden zum Beispiel. Generell wurde die Steuerung sehr gut an die Wii angepasst: Zwischen der Richtungsangabe und dem Ausschalten von Gegnern befindet ihr euch immer wieder in Situationen, in denen ihr die Wiimote schütteln, an euren Körper heranziehen oder anderweitig schwingen müsst.

Für Langzeitspielspaß und Sammelrausch sorgen im Hauptmodus allerlei Alternativrouten: Nie läuft ein Level komplett linear ab. Immer wieder wird der Spieler vor Entscheidungen gestellt, die sich später in der Ausbeute bemerkbar machen. Will man alle Ringe sammeln, muss man die Mission mehrfach starten. Bemerkbar macht sich das vor allem bei der Suche nach Fähigkeiten: Genau 100 warten auf euch, darunter beispielsweise das Talent, schneller zu rennen. Nach insgesamt zehn bis 15 Stunden flimmert dann der Abspann über euren Monitor – gesammelt hat man bis dahin aber lediglich knapp ein Drittel der Skills. Dieselbe Sektion mehrfach auszuwählen, wird demnach erforderlich sein, um auch das letzte Gimmick zu erhaschen.

Partytime!

Für kultivierte Familienabende bietet sich hingegen der Party-Modus an: Eine Hand voll Minispiele wartet hier auf einen bis vier Spieler. Eines der Spiele könnte man Fruchtspieß taufen. Dabei hält euer Charakter eine Lanze und fängt damit herannahende Früchte auf. Die Kunst dabei: Ihr müsst über das Drehen der Wiimote die Lanze in die korrekte Richtung navigieren. Gelingt euch das nicht, fliegt euch das Obst alsbald um die Ohren. Schmerzhaft. Ähnlich quälend kann das Violinenspiel werden, wenn ihr die Töne nicht richtig trefft. Den Controller wie einen Geigenbogen haltend, müsst ihr eine vorgegebene Melodie nachspielen. Verspielt ihr euch, tickt ein Punktezähler unaufhaltsam nach unten. Reine Kopfarbeit ist dabei insbesondere das Einprägen der vorgespielten Töne. Ganz klar muss gesagt werden: Der Party-Modus ist nur für Freunde kollektiver Unterhaltung gedacht. Allein gegen die CPU bereiten die Minispiele nicht halb so viel Freude.

Fazit

Sören Lohse - Portraitvon Sören Lohse
Zugegeben: Anfangs war ich noch skeptisch, ob Sonic auf der Wii überzeugen können wird. Besonders der mangelhafte X360-Vorgänger 'Sonic the Hedgehog' war mir im Hinterkopf geblieben, generell trauere ich ein wenig den alten Sonic-2D-Zeiten hinterher. Doch nach der knapp zweistündigen Präsentation bin ich mir sicher: Das wird was! Die Grafik ist für Wii-Verhältnisse ansprechend, die Steuerung recht leichtgängig und der Umfang dank Adventure- und Party-Modus hervorragend. Macht Sega keine Fehler beim Missionsdesign, könnte 'Sonic und die geheimen Ringe' eines der ersten Wii-Highlights des Jahres werden.

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