Preview - Sonic & Sega All-Stars Racing : WipEout meets Mario Kart

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Was Mario, Peach, Donkey Kong und Wario können, können Sonic und seine Kumpels schon lange. Die ersten Probefahrten des Funracers auf der gamescom sahen vielversprechend aus.

Die Startaufstellung bei dem überdrehten Rennspiel liest sich wie das Who's who der bekanntesten Charaktere des Sega-Universums. In den Boxengassen warten illustre Raser wie Sonic, der Maracas-schwingende Affe aus Samba de Amigo, der flippige Beat aus Jet Set Radio, Knuckles, Amy, ein putziger Primat der Super-Monkey-Ball-Crew sowie die Retro-Promis Alex Kidd und Billy Hatcher.

Pimp my ride!

Dies wäre natürlich kein ordentlicher Funracer, gäbe es nicht abstruse Boliden und wahnwitzige Wagen. Und so kachelt dann der gute Billy beispielsweise mit einem Eier-Auto durch die Pampa, während Alex Kidd auf einem schneidigen Zweirad umherbraust. Die Karre von Musikfreak Beat strotz nur so vor riesigen Lautsprechern und das Äffchen aus Super Monkey Ball nimmt, wie könnte es anders sein, in einem kuriosen Bananen-Mobil Platz.

Auch die Strecken haben einen engen Bezug zu den Größen bekannter Sega-Titel. Bei Kursen wie Seaside Hill oder Blizzard Castle werden Fans sofort Elemente aus den jeweiligen Spielen der Charaktere entdecken. Auf der Dschungelpiste aus Super Monkey Ball düsen die tollkühnen Piloten durch dichten Urwald und diverse Flüsse. Auch Sprungschanzen, die vor klaffenden Abgründen aufgestellt sind, gilt es bei dieser Strecke richtig zu nutzen. Eine weitere Teststrecke war der glitzernde Roulette Raceway, der in Design und Farbenpracht entfernt an die Rainbow Road in Mario Kart erinnert.

Sonic & Sega All-Stars Racing - GC 2009 Trailer
Mit Sonic & Sega All-Stars Racing wirft SEGA einen klassischen Funracer auf den Markt; was der zu bieten hat, verrät ich teilweise schon der neue games

Gimme Gimmicks

Was fehlt noch zum Funracer-Glück? Ach ja, die obligatorischen Gimmicks und Waffen. Gegnerische Fahrer werden mit Raketen von der Piste gepustet oder mit einer gut platzierten Mine zum Abflug gebracht. Der Beschleunigungsbonus ist ebenfalls mit dabei. Genretypisch pickt ihr die auf den Strecken verteilten Extras in voller Fahrt auf, mit den Schultertasten werden die Spezialattacken aktiviert.

Die unteren Schultertasten dienen zum Gasgeben beziehungsweise Bremsen, auch hier haben die Entwickler keine Experimente gemacht und sich für die Standardsteuerung entschieden. Ebenfalls dreist kopiert: Wer gekonnt durch Kurven driftet, erhält als Belohnung einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub.

Zum ersten Mal sieht man dagegen die individuellen Spezialmanöver, die jeder Charakter mit ins Rennen bringt. So überrollt Billy Hatcher beispielsweise seine Kontrahenten mit einem gigantischen kullernden Ei. Alex Kidd kann für kurze Zeit Geschütze an seinem Motorrad nutzen, um andere Raser von der Strecke zu ballern. Auf der PlayStation 3 lief die actionreiche Raserei auch bei Massenunfällen, Positionskämpfen mehrerer Piloten und gleichzeitigem Effektfeuerwerk absolut flüssig, die zahlreichen optischen Gags am Streckenrand sind ebenfalls gelungen. Auch an das Salz in der Suppe dieses Genres, den Mehrspielermodus, haben die Entwickler gedacht: An einer Konsole rasen vier Spieler gleichzeitig, online treten maximal acht menschliche Fahrer gegeneinander an.

Fazit

von Jens Quentin
Frage: Braucht es wirklich noch einen weiteren Funracer? Gegenfrage: Warum eigentlich nicht? Alle entscheidenden Features (Mehrspieler, Extras, simple Steuerung), die ein gutes Rennspiel dieser Machart benötigt, sind vorhanden. Dazu kommen die liebevolle designten fahrbaren Untersätze und nicht zuletzt der Star-Bonus der Sega-Helden. Ältere Semester dürften sich über die Altstars Billy Hatcher und Alex Kidd freuen und an (noch geheime) Bonuscharaktere wurde natürlich auch gedacht. Wer also noch keinen Vertreter dieses Genres in seiner heimischen Garage stehen hat, kann sich Sonic & Sega All-Stars Racing ruhig mal vormerken.

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