Test - Sonic Riders : Sonic Riders

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  • Xbox
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Was Mario kann, kann ich schon lange, dachte sich wohl Segas Sonic und stürzt sich in einen pfeilschnellen Fun-Racer. Weshalb sich der blaue Igel allerdings besser auf seine Hüpf- und Renn-Talente konzentrieren sollte, lest ihr im Review zu ’Sonic Riders’ nach.

Aufs Hoverboard

Mit 'Sonic Riders' wagen es Sonic, Knuckles, Tails und Konsorten einmal mehr, Dr. Eggman ins Handwerk zu pfuschen. Doch diesmal wird alles sportlich ausgetragen, und zwar im so genannten 'EX World Grand Prix', in dem es auf Hoverboards in spektakuläre Rennen geht. Im Story-Modus gibt es vor den Rennen stets eine mehr oder weniger informative Zwischensequenz, in der die Geschichte ein Stück weiter vorangetrieben wird. Nach jedem gewonnenen Rennen erhaltet ihr Ringe und könnt diese im Shop gegen bessere Ausrüstung eintauschen. Diese ist auch durchaus nötig, da eure Gegner – bis zu sieben an der Zahl – oft versuchen, euch von einer der futuristischen Strecken zu rammen.

Keine leichte Aufgabe

Das Streckendesign ist allerdings trotz der spektakulären Sprungmöglichkeiten, Beschleuniger und Loops enttäuschend. Nicht nur, dass die Strecken viel zu kurz sind, die Streckenverläufe sind auch viel zu chaotisch und sorgen deshalb für eine Menge Frust. Getoppt wird das Ganze noch von der mangelhaften Steuerung. Während einerseits das Lenkverhalten unpräzise ist, wirken die Slides viel zu aggressiv, sodass es schon mal vorkommen kann, dass man plötzlich eine 90°-Drehung vollführt und in die Leitplanke kracht. Das Handling der Tricks ist nicht weiter schwierig, da es bis auf die zwei Salti und das Grinden keine weiteren Tricks gibt.

Neben dem Story-Modus gibt es noch weitere Spielarten, wie Missions-Modus, 'Normales Rennen', Überlebens-Modus und Team-Modus. Einige davon sind mehrspielertauglich und gewähren auf Xbox und GameCube bis zu vier, auf der Playstation 2 bis zu zwei (oder mit Multitap bis vier) Spielern Zutritt. So müsst ihr im Überlebens-Modus mit dem Chaos Emerald durch Tore jagen und Punkte gewinnen oder eure Rivalen abwehren, um zu überleben. Unterdessen wagt ihr euch im Team-Modus jeweils zu zweit ins Rennen und teilt euch dabei den Lufttank. Das Spielangebot ist damit auch für ausgiebige Mehrspieler-Sessions geeignet, welche sich als eigentliche Stärke des Titels erweisen.

Wie sich der blaue Igel präsentiert

'Sonic Riders' macht technisch auf allen drei Konsolen eine gute Figur, obwohl keine Glanzleistung bezüglich der Effekte, Charakterdarstellung oder Animationen zu erwarten ist. Durchaus überzeugend ist das Geschwindigkeitsgefühl, das durch leichte Wischeffekte noch verstärkt wird. In puncto Design erweisen sich die Strecken als optisch durchaus abwechslungsreich und gefallen durch die Bank. Wiederum enttäuschend ist die Musikuntermalung ausgefallen. Die Musikstücke sind ziemlich langweilig und dudeln vor sich hin, während die englische Synchronisation dem gewohnten ’Sonic’-Stil entspricht.

Fazit

von Sacha Röschard
'Sonic Riders' geht ohne Frage in der Konkurrenz unter. Halbwegs überzeugen kann lediglich die Mehrspielertauglichkeit, wobei selbst dort diverse Probleme mit der Steuerung und den Strecken für Frust sorgen. Fans des blauen Igels können sich an ein Probespiel wagen, sollten ihre Erwartungen jedoch niedrig halten.

Überblick

Pro

  • abwechslungsreiche Strecken
  • passabler Mehrspielermodus
  • gutes Geschwindigkeitsgefühl

Contra

  • dürftige Steuerung
  • Strecken zu kurz
  • hektisches Streckendesign
  • repetitive Hintergrundmusik

Wertung

  • PS2
    60
    %
  • Xbox
    60
    %
  • GCN
    60
    %

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