Test - Sonic Riders: Zero Gravity : Sonics Board-Rennspektakel enttäuscht erneut

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Für Fans ist es immer erfreulich, wenn ihre Spielhelden in innovativen Szenarien zu sehen sind. 'Sonic Riders' versetzt den blauen Igel in eine Rennsimulation und bietet darüber hinaus ein ungewöhnliches Setting. Eigentlich eine gute Idee, sollte man denken, denn der rasende Sonic erscheint wie gemacht für ein Rennspiel. Aber der erste Teil für Gamecube, Xbox und PS2 konnte selbst Fans des stacheligen Videospielstars nicht so recht überzeugen. Mit 'Zero Gravity' ist jetzt der zweite Versuch im Handel gelandet, der Wii- und PS2-Fans begeistern soll.

Gute Grundidee ...

Die Spielidee hinter 'Zero Gravity' hat sich im Vergleich zum mäßigen Vorgänger nur bei bestimmten Details geändert. Ihr habt die Wahl zwischen verschiedenen mehr oder minder bekannten Charakteren aus dem 'Sonic'-Universum, die auf verschiedensten Board-Konstruktionen über futuristische Pisten wetzen. Jeder Charakter hat dabei seine individuellen Vor- und Nachteile und kann im Spielverlauf mit Upgrades verbessert werden. Eine echte Bedeutung für den Rennausgang haben diese Upgrades aber im seltensten Fall.

Das Kernelement des Spiels ist der Story-Modus, bei dem ihr sowohl aufseiten des Teams Sonic als auch mit der Mannschaft Babylon verschiedene Rennen absolvieren müsst. Dabei geht es um Artefakte, mit denen die Gravitation beeinflusst werden kann - nicht unbedingt ein hoch innovativer Story-Ansatz, aber schließlich soll ja auch die Action auf der Rennstrecke im Mittelpunkt des Interesses stehen.

... ohne dauerhaften Spielwert!

Leider ist der Storymodus mit 16 Strecken zu kurz ausgefallen und auch einige zusätzliche Missionen können hier kaum für dauerhafte Spielmotivation sorgen. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr zwar mit Freunden über die Pisten heizen könnt, diese Multiplayer-Herausforderung aber nur offline existiert. Online dürft ihr eure Erfolge in Leadership-Listen präsentieren, und das war's dann auch schon.

Das vielleicht innovativste Feature liegt bereits im Namen des Spiels begründet und erlaubt euch die Beeinflussung des Gravitationssystems. Dadurch könnt ihr auf Tastendruck die Wände als Rennstrecke nutzen oder geheime Wege entdecken, die im Normalfall unerreichbar wären. Dummerweise wird auch diese Funktion nicht den Erwartungen gerecht, da ihr im Spielgeschehen höchstens aus Spaß oder Langeweile darauf zurückgreift. Wirklich sinnvoll gebraucht wird die Gravitationssteuerung so gut wie nie.

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